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Suchmaschinenoptimierung vs Design

Splashpage, Intro, Homepage mit grafiklastiger Gestaltung: All das treibt Suchmaschinenoptimierer in den Wahnsinn. Jede Website sollte in den Suchmaschinen möglichst gut platziert sein, um ihre Inhalte an den Besucher zu bringen. Für den Interneterfolg eines Unternehmens ist das vital, doch erreicht man es eben nur – mit Inhalt. Alt-Texte für Bilder sind als Inhalt zweite Wahl, Texte in Flash-Animationen können immer noch nicht zufriedenstellend indiziert werden. Eine suchmaschinenoptimierte Seite besteht also zuerst einmal aus semantisch korrekt und sinnvoll gegliedertem Text.

Auf der anderen Seite steht das ebenso berechtigte Interesse, mit der eigentlichen Homepage, dem Schaufenster des Unternehmens im Internet, Besucher emotional anzusprechen und richtig abzuholen. Je nach Unternehmensangebot erwartet die Zielgruppe packende Bilder oder sogar eine Animation. Erst dann ist der Besucher interessiert genug, um tiefer in die Website einzusteigen und damit ggf. zum Kunden zu werden.

Im klassischen Webdesign war das ein Widerspruch: Grafisch überzeugende, attraktive Gestaltung stand gegen den Anspruch der Suchmaschinentauglichkeit.

Webdesign 2008 – nützen wir den Platz

Vielleicht war es der Leidensdruck, der auf den Besitzern nicht erfolgreicher Webseiten lastet, vielleicht auch die Vielfalt der Bildschirmgrößen, die neue Möglichkeiten erahnen ließ. Während in den ersten Jahren des kommerziell genutzten Internet eigentlich nur zwei Bildschirmgrößen bei der Gestaltung zu beachten waren, konnte man versucht sein, die Website als direkte Umsetzung einer gedruckten Firmenbroschüre anzusehen: Pixelgenau ausgerechnete Introseiten, die mit etwas Rand oben und unten an die 640×420 oder 800×600 große Bildschirmfläche angepaßt wurden.

800x600 1600x1200

Mit der heutigen Vielfalt der Ausgabemedien, die nicht einmal mehr in den Proportionen übereinstimmen (neben 4:3 gibt es Widescreen, von PDAs und Handys ganz zu schweigen) wird das statisch festgelegte Layout für Website immer mehr obsolet: Was den einen Bildschirm füllt und gut proportioniert erscheint, klebt auf dem anderen am oberen Rand oder steht verloren in der leeren Fläche. Das zwingt Designer und Auftraggeber zum Umdenken, ist zugleich aber eine Chance. Sobald man akzeptiert, dass man nicht weiß, wie der Betrachter sich eine Website anschaut

  • auf kleinem oder großem Monitor

  • mit Internet Explorer, Firefox oder Opera

  • mit 1, 2, 3 oder mehr Symbolleisten

  • im Vollbild-Modus oder im Fenster

kann man das Layout auch mehrstufig gliedern.

Die Homepage im Web 2.0

Viele moderne Einstiegsseiten werden den unterschiedlichen Monitorauflösungen gerecht und nutzen sie kreativ. Die Inhalte werden meist vor einem neutralen Hintergrund zentriert – so kleben Sie nicht am linken Rand, sondern passen sich der Umgebung an. Das Layout hat einen dreiteiligen Aufbau:

Layout Web 2.0

  • oben ein dominiert ein größeres grafisches Element. Es füllt bei kleineren Bildschirmen den Raum „above the fold“ und ist damit ohne Scrollen erreichbar. So erweckt es den Eindruck einer klassischen Introseite, der emotionale Faktor kommt zum Tragen. Logo sowie Links auf Sitemap, Impressum und die Hauptinhalte können ebenfalls hier stehen.

  • In der Mitte erste Inhalte, Teaser zu Unterseiten und kleinere Bilder. Damit komm die Seite nicht nur den textorientierten Suchmaschinen entgegen, sondern liefert die Informationen, die weniger emotionale Besucher gerne gleich beim ersten Klick finden wollen. Sie sind bei kleineren Auflösungen erst durch Scrollen sichtbar.

  • Unten ist Platz für die ungeliebten Pflichtinformationen (Impressum, Datenschutzerklärung, Kontakt) und weniger wichtige Links. Endlich gibt es hier einen optisch ansprechenden und nicht so spamverdächtigen Ort, an dem man Partnerlinks einstellen kann.

Die Form ist eigentlich nicht neu: Seit Beginn der Suchmaschinenoptimierung werden Seiten im unteren Bereich mit Inhalten gefüllt, die im gehörigen Abstand zu dem positioniert wurden, was der Besucher sehen sollte und was ihm bei den kleinen verfügbaren Bildschirmen auch meist entging: sinnlos wiederholte Keywords und Partnerlinks, die mit der Seite inhaltlich nichts zu tun hatten.

Heute stehen andere Vorteile im Vordergrund:

  • mit der massiven Verbreitung von DSL sind auch große Grafiken und Animationen kein Hinderungsgrund mehr für eine erfolgreiche Website (Vorsicht, das hängt immer stark noch von der Zielgruppe ab)

  • Inhalt und emotionale Ansprache der Zielgruppe werden verbunden. Der für viele Besucher nutzlose und damit auch für die Kundengewinnung eher negative Splashscreen wird sinnvoll ersetzt.

  • Beim Konzept der Website müssen keine Kompromisse mehr gemacht werden.

Was kostet Design?

Was unterscheidet billige Webdesigner von Dienstleistern mit Qualität? Und warum sollte man Lizenzgebühren für Schriften zahlen? Was hat es mit der KSK auf sich? Fragen über Fragen, die Nicolai Schwarz nach und nach beantwortet (via praegnanz.de).

Ich empfehle Euch die Seite besonders, wenn Ihr Auftraggeber seid oder einen Auftrag an die richtigen Leute vergeben wollt.

Wer sich speziell über das geeignete Content Manegement System für seine Seiten informieren will, kann das auf meiner Website tun.