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Die Wahrheit über Suchmaschinen und Flash

Foto: mehdi hama - fotoliaDer aktuelle Newsletter von Jill Whalen greift ein Thema auf, das immer wieder mal hochkocht:  Flash-Website sind schön anzuschauen, machen Eindruck, aber wie erfolgreich sind sie in den Suchmaschinen? Mit freundlicher Erlaubnis der Autorin habe ich ihren Artikel hier übersetzt.

Jill Whalen ist seit 1995 Geschäftsführerin von High Rankings, einem Suchmaschinenoptimierungs-Unternehmen in Boston. Sie twittert auf @JillWhalen.

Die Wahrheit über Suchmaschinen und Flash

Wie es scheint, steht seit den vergangenen 5 Jahren jedes Jahr einmal bei einer Tagung ein Vertreter einer Suchmaschine auf und verkündet, sie würden jetzt auch Flash indizieren. Dann freuen sich die Webdesigner wie wild, und die Suchmaschinenoptimierer beschweren sich, dass sie ihre ganze Erziehungsarbeit am Kunden, dass er Flash einschränken soll, jetzt vergessen könnten.

Man sollte es besser so verstehen: Wenn man Flash essen könnte, wäre es ein Kraut oder Gewürz. Sagen wir mal: Basilikum. Bsilikum ist eine tolle Zutat im Pesto, aber man würde keine ganze Mahlzeit daraus bereiten. Basilikum gibt Deinen Tortellini mehr Würze. Und doch lieben Designer überall auf der Welt – und natürlich auch CEOs, die gern cool sein möchten – ihre Websites mit einem großen Anteil an Flash darin. Oh Mann!!!

Aber wenn die Suchmaschinen diesmal wirklich mit Flash klarkommen, wo liegt dann das Problem?

Flash kann so cool sein!

Flash-Websites haben wirklich ein paar nette Tricks drauf. Besucher können mit ihnen interagieren, wie sie es mit einer simplen HTML-Seite nicht können. Benutzerinteraktion ist wirklich gut, sie läßt Besucher immer wieder zurückkommen. Unterhaltsame Websites empfehlen wir unseren Freunden weiter, damit sie auch Bälle zum Rollen bringen und mit den tollen virtuellen Würfeln spielen können. Das nützt Websites, die Besucher unterhalten möchten.

Deine Unternehmenswebsite ist kein Spielplatz

Wenn ein Besucher wirklich verstehen soll, was Dein Unternehmen anbietet: Wie bringt ihn da ein Spiel mit Bällen weiter? Mich persönlich freut es nicht, wenn ich raten soll, was hinter jedem Ball oder Würfel steckt. Wenn er komische Töne von sich gibt oder explodiert, oder gar nur ein Wort oder einen Spruch anzeigt, wenn man mit der Maus darüber fährt. Wenn ich die Zeit totschlagen will, ist Deine Flash-Website vielleicht richtig. Wenn ich aber eine Antwort für meine Probleme suche, möchte ich  nicht erst raten, ob ich hier richtig bin. Dann schaue ich bei Deinem Konkurrenten vorbei, der mich gleich mit Informationen versorgt und auf Spielereien verzichtet.

Brauchst Du wirklich Flash?

Jetzt ist wohl klar, dass ich kein Freund von Flash auf typischen Unternehmens-Websites bin. Aber wie ist es mit einfachen Flash-Seiten, die Informationen anbieten? Da stellt sich die Frage: Warum Flash? Wenn kein Bedarf für umfangreiche Interaktion mit dem Benutzer besteht, reicht auch HTML mit ein paar Highlights in Flash. Denn auch wenn die Inhalte in Flash indiziert werden können (s.u.), gibt es gute Gründe, darauf zu verzichten.
Ganz wichtig: Nicht jeder Browser hat Flash installiert. Auf dem iPhone oder iPad erscheint Flash als kleiner blauer Würfel. Zweites: Viele Flash-basierte Websites haben nur einen URL für die gesamte Website. Das ist nicht nur eine SEO-Katastrophe, sondern macht auch Probleme beim Bookmarken und für Web-Statistiken.

Deshalb empfehle ich auch, wenn Suchmaschinen inzwischen Flash indizieren können: Setzt nicht Eure gesamte Website in Flash um.

Nachdem das gesagt ist, habe ich mal untersucht, wie Google derzeit mit Flash umgeht und ob Websites, deren wichtigste Inhalte in Flash verpackt sind, es trotzdem in den Suchergebnissen nach oben schaffen.

Und was ist herausgekommen?

Die meisten Flash-Inhalte sind für Google immer noch ein Problem

Um das zu testen, habe ich von einigen Flash-Websites genaue Formulierungen aus dem Flash kopiert und bei Google eingegeben (in Anführungszeichen). Und? Die meisten Flash-Seiten erschienen nicht in den Suchergebnissen. Zwei Seiten erschienen dennoch in den SERPs. Ein Blick auf den Quellcode zeigte, dass eine den Text in der Seitenbeschreibung (Meta description) führte. Die zweite Seite hatte viel Text im Code (wohl im noscript-Bereich. Anm. d. Übersetzerin), damit Suchmaschinen und Browser ohne Flash passende Informationen erhielten. Das ist eigentlich ein guter Weg, aber der Text unterschied sich doch stark von den Inhalten des Flash. Damit kann man schnell Probleme mit den Suchmaschinen bekommen. Wenn die Information für die Suchmaschinen und iPhones passt, warum ist sie nicht gut genug für die wichtigsten (normalen) Besucher

Möchtest Du, dass Deine Flash-Dateien indiziert werden?

Daneben habe ich beobachtet, dass auch Seiten, auf denen Flash sparsam genutzt wurde, nicht in den SERPs erschienen, wenn es um die Begriffe ging, die im Flash enthalten waren. Suchte man aber nach diesen Begriffen und schränkte die Suche auf .swf-Dateien ein (das typische Dateiformat für Flash), erschienen die Flash-Dateien selbst in den SERPs. Das zeigt, dass die Leute von Google schon irgendwie die Wahrheit gesagt haben, als sie verkündeten, dass Flash indiziert würde. Für den Website-Betreiber im normalen Leben bringt das natürlich nichts.

Cool aber nicht so intelligent

Google sucht auf Flash-Websites nach dem Markennamen (bzw. die Unternehmensbezeichnung), um die Seiten in den SERPs zu platzieren (die Marke ist normalerweise im Seitentitel enthalten). Wenn Dir ausreicht, dass Deine Website über die Marke gefunden wird, hast Du mit Flash kein Problem. Wenn Du aber in Den SERPs von Menschen auftauchen willst, die nie von deinem Unternehmen gehört haben – das sind Leute, die nach deinem Angebot, aber nicht nach Deinem Unternehmen suchen – dann passt cool nicht so gut. Denk lieber über die intelligente Lösung nach.

Jill

Jills Untersuchungen zeigen, dass Suchmaschinen nicht wirklich mit Flash-Websites zurechtkommen. Selbst wenn sie die in Flash verpackten Inhalte indizieren und auswerten könnten, bleicbt immer noch das Problem, dass die meisten Flash-Websites unter einem einzigen URL erreichbar sind. Zusätzliche Texte – z.B. im Seitentitel, der Seitenbeschreibung oder dem noscript-Tag – verpuffen, weil sie für eine Vielzahl im dem Flash enthaltener Einzelseiten gelten. Auch wenn man alle Inhalte der animierten Website im noscript-Tag ablegen wollte, verwässern die Texte für einzelne Suchbegriffe. Jede einzelne Seite sollte man nur auf 2-3 Begriffe optimieren. Der Ersatztext für das Flash enthält dagegen Keywords für eine ganze Website – das können die Suchmaschinen garnicht als spezifische Information für jede Seite des Internetauftritts bewerten. Deshalb heißt es immer noch: Finger weg von Flash, wenn es keinen triftigen Grund für seine Verwendung gibt.

Suchmaschinenfreundlicher Webtext in 7 Schritten

Wann ist eine Seite vollständig getextet? Klar – Die Überschrift steht, dazu 4 Absätze Fließtext und fertig. Dann noch das Bild hinein und die Seite kann online gehen? Auf den ersten Blick scheint das zu stimmen, aber eine sauber codierte und suchmaschinenfreundliche Seite braucht etwas mehr Leistung vom Texter. Teilweise ist dieser Text auf der Seite selbst dann nicht zu lesen, spielt aber für die Suchmaschinenoptimierung und die Vollständigkeit eine große Rolle.
Hotel - Eingang
Bild: Dragan Radojkovic – Fotolia.com

  1. Keywords. Startet mit den Suchwörtern, auf die die Seite optimiert werden soll. Für eine einzelne Seite sind das nicht mehr als 2-3 Keywords oder 1-2 sinnvolle Kombinationen. Hier soll es einmal um ein fiktives Wellnesshotel in Nürnberg gehen. Keywords für eine Seite über die Saunalandschaft des Hotels sind z.B. Sauna Hotel Nürnberg. Diese Suchwörter sind natürlich vorher in einer Keywordanalyse und -qualifikation als passend und erforgversprechend herausgearbeitet worden. Der Webentwickler übernimmt die Keywords in den Keyword-Bereich der Seite, wo sie zwar von Google nicht mehr ausgewertet werden, aber der Vollständigkeit halber hingehören. Dazu sind sie eine gute Gedächtnisstütze.
  2. Dateiname der Seite. Wenn es sich einrichten läßt, sollte der Dateiname die Keywords enthalten. Das ist aus zwei Gründen sinnvoll: zum Einen kann man so schon aus einem einfachen Zitat der Seite entnehmen, worum es im Inhalt geht; das freut die Leser. Zum Anderen wird bei einem Link auf eine Seite meist einfach so gelegt, dass man den URL verlinkt, und der enthält dann als Linktext automatisch die Keywords. Da Suchmaschinen Links auf eine Seite in der Themenrelevanz daraufhin bewerten, was im Linktext steht, bietet man mit einem sprechenden Dateinamen gleich alle Keywords zum Verlinken an. Für unser fiktives Hotel und seine Saunaseite könnte das sein: sauna-hotel-nuernberg.html.
  3. Title – der Seitentitel – erscheint in der Kopfzeile des Browsers und sollte nicht mit der Überschrift der Seite im Inhaltsbereich verwechselt werden. Google bewertet den Title als die eigentliche Essenz der gesamten Seite und zeigt sie in den Suchergebnissen als Linktext an.
    Aus diesem Grund sollte der Title auch nicht sinnlos mit den Keywords vollgestopft werden, sondern ansprechend getextet sein. Er bildet zusammen mit der Description (s.u.) die Information, die ein potentieller Kunde über Deine Seite in den Suchergebnissen von Google erhält. Damit er sich zu Deiner Seite weiterklickt, braucht er das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Dazu gehört, dass der Text die Keywords je 1mal enthält. Möglichst sollte er von Google auch nicht abgeschnitten werden, was nach ca. 70 Zeichen geschieht. So sieht der Besucher die Aussage komplett, wie Du sie herüberbringen wolltest.
  4. Description – die Seitenbeschreibung. Hier gilt Ähnliches wie für den Title: Die Description erscheint als Seitenbeschreibung in den Suchergebnissen von Google. Sie sollte die Keywords enthalten und nicht mehr als 160 Zeichen lang sein. Im Idealfall bildet sie eine Einheit mit dem Title und zeigt dem Google-Nutzer auf der Suche nach Eurem Hotel, dass er hier an der richtigen Stelle ist. Anders als der title bewertet Google die Description aber nicht für die Relevanz der Seite für ein bestimmtes Thema.
  5. Der Navigationstext. Wie soll die Seite im Menü heißen? Gerade bei den "üblichen Verdächtigen" wie Wir über uns, Angebot oder Das Team juckt es den Texter in den Fingern, etwas kreativer zu schreiben, um sich vom Internet-Einheitsbrei abzuheben. Das kann aber aus zwei Gründen ins Auge gehen: Erstens erwarten die Besucher bestimmte Informationen unter der handelsüblichen Bezeichnung, und wer nicht sucht, was er findet, kann ganz schnell weiterklicken zum nächsten Anbieter. Außerdem sind Menübegriffe Linktexte und sollten somit die Keywords der Zielseite enthalten. Unsere Saunaseite sollte also mit Sauna oder Hotel-Sauna im Menü stehen.
    Wenn der Platz in einer schmalen Navigationsleiste einmal für die Keywords nicht reicht oder das Menü grafisch gestaltet ist, gehören die Keywords in den Title des Links oder den Alt-Text der Menü-Grafik.
  6. Der Seitentext: Na endlich sind wir beim sichtbaren Text! Aber auch hier sind die Keywords im Text einzuarbeiten, wenn die Seite von den Suchmaschinen wirklich als relevant für diese Begriffe eingestuft werden soll. Die Suchmaschinen betrachten den Text dabeidurch eine recht einfache Brille:
    • Werden die Keywords in der richtigen Menge verwendet? Die geeignete Keyworddichte ist ca. 5%. Keinesfalls sollten 10% überschritten werden. Berechne einfach die Keyworddichte, indem Du die Anzahl aller Wörter eines Textes in DeinerTextverarbeitung überprüfst und dann mit der Zahl der verwendeten Keywords vergleichst.
      Open Office: Extras >> Wörter zählen
      Microsoft Word: Extras >> Wörter zählen
      Berechne dann die Zahl der Keywords / Zahl aller Wörter * 100 = Keyworddichte in %
    • Erhalten die Keywords das richtige Gewicht durch ihre logische Auszeichnung? Setz Deine Keywords auf jeden Fall in Überschriften ein. Google & Co. halten diese für besonders wichtig. Wenn Du Deinen Seitentext semantisch gliederst, also die die Seite mit einer Überschrift 1. Ordnung und Abschnitte sinngemäß mit Überschriften 2. und 3. Ordnung einleitest, ist die Seite auch für andere Geräte als Deinen Computer mit einem normalen Browser verständlich.
    • Enthalten Links auf diese Seite die Keywords? Verlinke Deine Website intern großzügig. Auch das zählt in den Augen der Suchmaschinen. Besonders wichtig: Die Links sollten die Keywords der Zielseite im Linktext enthalten. und sich möglichst in einem Umfeld befinden, das in einem Sinnzusammenhang mit der Zielseite steht. Für die saunaseite wäre das z.B. ein Text über das Wellness-Angebot des Hotels oder allgemeine Informationen über unterschieldiche Sauna-Verfahren.
  7. Die Bildinformationen: Ein Bild sagt zwar manchmal mehr als 1000 Worte, aber den Suchmaschinen und assistiven Technologien wie Screenreadern sagt es garnichts. Deshalb ist der Text einer Seite erst vollständig, wenn auch zu jedem Bild ein kurzer beschreibungstext erstellt und vom Webentwickler in das Alt-Tag des Bildes gestellt wird. Der Text wird z.B. auch angezeigt, wenn Dein besucher die Bildanzeige im Browser ausgeschaltet hat, und stellt die einzig auswertbare Information über das Bild für die Suchmaschinen dar. Auch hier können Keywords eingebaut werden, wobei man aus Gründen der Höflichkeit gegenüber dem Benutzer keine sinnlose Aneinanderreihung der Keywords erstellen sollte.

Wenn Ihr Euren Texter brieft, gebt ihm also am besten gleich eine Schablone für alle Bereiche, die eine Seite enthält, und für jede Seite die Keywords, die in den Text einfließen sollen. Weil eben nicht alle Texte der Website auf den ersten Blick sichtbar sind. 

Suchmaschinenoptimierung vs Design

Splashpage, Intro, Homepage mit grafiklastiger Gestaltung: All das treibt Suchmaschinenoptimierer in den Wahnsinn. Jede Website sollte in den Suchmaschinen möglichst gut platziert sein, um ihre Inhalte an den Besucher zu bringen. Für den Interneterfolg eines Unternehmens ist das vital, doch erreicht man es eben nur – mit Inhalt. Alt-Texte für Bilder sind als Inhalt zweite Wahl, Texte in Flash-Animationen können immer noch nicht zufriedenstellend indiziert werden. Eine suchmaschinenoptimierte Seite besteht also zuerst einmal aus semantisch korrekt und sinnvoll gegliedertem Text.

Auf der anderen Seite steht das ebenso berechtigte Interesse, mit der eigentlichen Homepage, dem Schaufenster des Unternehmens im Internet, Besucher emotional anzusprechen und richtig abzuholen. Je nach Unternehmensangebot erwartet die Zielgruppe packende Bilder oder sogar eine Animation. Erst dann ist der Besucher interessiert genug, um tiefer in die Website einzusteigen und damit ggf. zum Kunden zu werden.

Im klassischen Webdesign war das ein Widerspruch: Grafisch überzeugende, attraktive Gestaltung stand gegen den Anspruch der Suchmaschinentauglichkeit.

Webdesign 2008 – nützen wir den Platz

Vielleicht war es der Leidensdruck, der auf den Besitzern nicht erfolgreicher Webseiten lastet, vielleicht auch die Vielfalt der Bildschirmgrößen, die neue Möglichkeiten erahnen ließ. Während in den ersten Jahren des kommerziell genutzten Internet eigentlich nur zwei Bildschirmgrößen bei der Gestaltung zu beachten waren, konnte man versucht sein, die Website als direkte Umsetzung einer gedruckten Firmenbroschüre anzusehen: Pixelgenau ausgerechnete Introseiten, die mit etwas Rand oben und unten an die 640×420 oder 800×600 große Bildschirmfläche angepaßt wurden.

800x600 1600x1200

Mit der heutigen Vielfalt der Ausgabemedien, die nicht einmal mehr in den Proportionen übereinstimmen (neben 4:3 gibt es Widescreen, von PDAs und Handys ganz zu schweigen) wird das statisch festgelegte Layout für Website immer mehr obsolet: Was den einen Bildschirm füllt und gut proportioniert erscheint, klebt auf dem anderen am oberen Rand oder steht verloren in der leeren Fläche. Das zwingt Designer und Auftraggeber zum Umdenken, ist zugleich aber eine Chance. Sobald man akzeptiert, dass man nicht weiß, wie der Betrachter sich eine Website anschaut

  • auf kleinem oder großem Monitor

  • mit Internet Explorer, Firefox oder Opera

  • mit 1, 2, 3 oder mehr Symbolleisten

  • im Vollbild-Modus oder im Fenster

kann man das Layout auch mehrstufig gliedern.

Die Homepage im Web 2.0

Viele moderne Einstiegsseiten werden den unterschiedlichen Monitorauflösungen gerecht und nutzen sie kreativ. Die Inhalte werden meist vor einem neutralen Hintergrund zentriert – so kleben Sie nicht am linken Rand, sondern passen sich der Umgebung an. Das Layout hat einen dreiteiligen Aufbau:

Layout Web 2.0

  • oben ein dominiert ein größeres grafisches Element. Es füllt bei kleineren Bildschirmen den Raum „above the fold“ und ist damit ohne Scrollen erreichbar. So erweckt es den Eindruck einer klassischen Introseite, der emotionale Faktor kommt zum Tragen. Logo sowie Links auf Sitemap, Impressum und die Hauptinhalte können ebenfalls hier stehen.

  • In der Mitte erste Inhalte, Teaser zu Unterseiten und kleinere Bilder. Damit komm die Seite nicht nur den textorientierten Suchmaschinen entgegen, sondern liefert die Informationen, die weniger emotionale Besucher gerne gleich beim ersten Klick finden wollen. Sie sind bei kleineren Auflösungen erst durch Scrollen sichtbar.

  • Unten ist Platz für die ungeliebten Pflichtinformationen (Impressum, Datenschutzerklärung, Kontakt) und weniger wichtige Links. Endlich gibt es hier einen optisch ansprechenden und nicht so spamverdächtigen Ort, an dem man Partnerlinks einstellen kann.

Die Form ist eigentlich nicht neu: Seit Beginn der Suchmaschinenoptimierung werden Seiten im unteren Bereich mit Inhalten gefüllt, die im gehörigen Abstand zu dem positioniert wurden, was der Besucher sehen sollte und was ihm bei den kleinen verfügbaren Bildschirmen auch meist entging: sinnlos wiederholte Keywords und Partnerlinks, die mit der Seite inhaltlich nichts zu tun hatten.

Heute stehen andere Vorteile im Vordergrund:

  • mit der massiven Verbreitung von DSL sind auch große Grafiken und Animationen kein Hinderungsgrund mehr für eine erfolgreiche Website (Vorsicht, das hängt immer stark noch von der Zielgruppe ab)

  • Inhalt und emotionale Ansprache der Zielgruppe werden verbunden. Der für viele Besucher nutzlose und damit auch für die Kundengewinnung eher negative Splashscreen wird sinnvoll ersetzt.

  • Beim Konzept der Website müssen keine Kompromisse mehr gemacht werden.

Egal was du schreibst, nur neu muss es sein

Zu dem Ergebnis kam Brendon Sinclair von Sitepoint.com nach einem kleinen Test: Auf einer techniklastigen Kunden-Website stellte er eine kurze Nachricht mit dem Titel „Jenny hat ein kleines Mädchen bekommen“ ein. Obwohl dieses private Thema wirklich nichts mit dem Inhalt der übrigen Website zu tun hatte und somit auch nicht den Interessen der Leser entsprechen konnte, ergab ein Blick auf das visuelle Overlay der Seite, dass 52% zuerst auf die Babygeschichte geklickt hatten, um den ganzen Artikel zu lesen. Der nächstattraktive Link auf der Seite erhielt nur 16% der Klicks (insgesamt enthielt die Seite 10 Links). Auch ein Test mit dem Personal des Kunden ergab, dass alle Testpersonen zuerst mehr über Jennys Baby wissen wollten.

Was können wir aus dieser Geschichte lernen?

  1. Immer etwas Neues auf die Website! Nur so wird sie nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für die Leser interessant.
  2. Jeder findet sein eigenes Geschäft, seine Arbeit faszinierend, aber was für mich als Besitzer einer Website wichtig ist, muss den Besucher noch lange nicht vom Stuhl reissen.
  3. Internetuser sind gewöhnlich in mehreren Rollen unterwegs: Käufer, Verkäufer, Familienmensch u.v.m. Das läßt sich auch zum Vorteil der Website und des dahinterstehenden Unternehmens nutzen. Geben wir dem Besucher Inhalte nicht nur für eine seiner Rollen.
  4. Immer wieder die Web-Statistiken lesen. Übrigens: Overlay-Funktionen, die heisse Zonen einer Seite verdeutlichen, gibt es z.B. bei Google Analytics.
  5. Und hallo, Blogger: Cat-Content muss also auch mal sein.

Ranking Check mit Firefox

Logo SEOBook

Aaron Wall von SEOBook hat seine Firefox-Extension Rank Checker weiter ausgebaut. Mit diesem Tool könnt Ihr das Ranking Eurer Website (und der Unterseiten) zu verschiedenen Keywords prüfen. Wer sich eine schnelle Einführung geben will, wird bei YouTube fündig.

Was die Extension alles kann:

  • Das Ranking mehrerer Seiten zu mehreren Suchbegriffen bei Google (national, international), Yahoo und MSN abfragen (funktioniert bis Platz 200)
  • Die Anfragen zeitgesteuert absetzen und den Abstand zwischen den Anfragen einstellen (so simuliert die Extension einen menschlichen Suchmaschinenbenutzer)
  • Keywords als Voreinstellungen anlegen und die Ranking-Historie der Seiten verfolgen
  • Suchergebnisse als CSV exportieren.

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