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Webtext schreiben

Webtext schreiben: Wann ist ein Blogartikel wirklich fertig?

Ich sehe Euch vor mir: Ihr habt eine zündende Idee für einen Blogartikel, etwas, das Ihr Euren Lesern schon immer mal mitteilen wolltet. Er löst ein Problem, das Eure Leser haben. Nach Googles Kriterien ist er damit wertvoller Content und sollte alle Chancen haben, in den Suchergebnisse hoch oben zu ranken. Damit Eure Leser auch optisch auf ihre Kosten kommen, habt Ihr ein ansprechendes Bild, das Euren Artikel begleitet. Fertig? Online damit? Moment mal!

Texte schreiben für alle

Ihr schreibt den Artikel ja nicht nur für Euch selbst. Er soll möglichst von allen Interessenten und potentiellen Lesern gefunden und vollständig erfasst werden können. Hier geht es einmal um Suchmaschinenoptimierung:  Der Artikel muss schließlich erst einmal gefunden werden, bevor er gelesen werden kann. Danach geht es um Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit: Möglichst jeder sollte Eure Informationen aufnehmen können. Am besten fangen wir ganz von vorne an.

Welche Keywords beschreiben das Thema?

Also: Ihr habt das Thema für Euren Blogartikel gefunden und wollt es in Worte fassen. Aber wie würde Eure Zielgruppe das Thema benennen? Welche Begriffe verwendet der Benutzer einer Suchmaschine, um Euren Text zu finden?

Wenn Ihr auf der Suche nach Themen nicht sowieso schon auf die Suchanfragen, die Besucher auf Eure Website geführt haben, zurückgegriffen habt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Ob Google Analytics oder Piwik: Beide Analysetools verzeichnen die Suchanfragen, über die Besucher auf Euer Blog gekommen sind. Oft gibt Euer CMS auch Informationen zu seiteninternen Suchvorgängen, z.B. indexed_search für TYPO3. Wenn Ihr das Thema noch garnicht behandelt habt, tut es auch ein Blick in das AdWords Keyword Tool. Für ganz heiße Themen liefern auch Trend-Tools der Suchmaschinen gute Ergebnisse (z.B. Google Trends).

Nach dieser Keywordrecherche solltet Ihr wissen, wie Ihr Euer Thema beschreibt, um es für Eure Leser gut auffindbar zu machen.

Lese(r)freundlich schreiben

Ihr wisst jetzt, wie Eure Leser ihr Problem oder Eure Lösung benennen. Wenn Ihr mit dem Schreiben anfangt, berücksichtigt Ihr die Keywords und verwendet das Wording Eurer Zielgruppe. Auch mit der Gliederung des Textes könnt Ihr Lesern und Suchmaschinen etwas Gutes tun.

  • Ganz oben: Die Hauptüberschrift. Sie sollte die Keywords enthalten, aber nicht zu lang sein. Wenn Euer Artikel über Tools wie Sexybookmarks getwittert werden kann, ist die Zeichenzahl der Hauptüberschrift wichtig. Ein Tweet kann bis zu 140 Zeichen lang sein. Hauptüberschrift und verkürzter Link auf Euren Artikel sollten noch ausreichend Platz lassen, um Euren Tweet zu retweeten.
  • Gliedert den Text durch Zwischenüberschriften. So können Leser auf den ersten Blick sehen, ob sie hier richtig sind.
  • Schreibt in übersichtlichen, kurzen Abschnitten. Das Lesen am Bildschirm strengt schon genug an.
  • Verwendet Listen wie diese, um gleichartige Inhalte nebeneinander zu stellen.
  • Erstellt für längere Artikel am Anfang ein Inhaltsverzeichnis, das zu den einzelnen Abschnitten führt.
  • Fragt Euren Webdesigner/Eure Internetagentur, ob der Quelltext Eures Blogs semantisch korrekt ist.
  • Fragt Euren Designer, ob die Schrift hier wirklich so klein sein muss, und warum sie sich nicht vergrößern lässt.

Was fehlt jetzt noch?

Äußerlich scheint Euer Artikel komplett, jetzt geht es an die Dinge, die nicht gleich auffallen.

  • Sind Bilder und eingebettete Medien mit Alternativtexten ausgestattet? In erster Linie unterstützt das Leser, die mit assistiven Technologien auf Euer Blog zugreifen. Da Suchmaschinen auch nur Texte erfassen können, erhöht die textliche Beschreibung von Medien auch deren Sichtbarkeit in den Suchmaschinen (aka Suchmaschinenoptimierung).
  • Wenn Ihr diese Texte schreibt, vergesst nicht, Eure Keywords einzubeziehen. Das ist nicht nur SEO, sondern hilft auch Benutzern, die Inhalte mit ihren Suchbegriffen zu finden.
  • Noch mehr SEO: Benennt, wenn es Euer CMS/Blog zulässt, die Bilddateien und Medien so, dass der Name Rückschlüsse auf ihren Inhalt erlaubt. Natürlich unter Verwendung der Suchbegriffe, die Ihr vorher recherchiert habt.

Macht Werbung für Euren Blogartikel

Es gibt noch mehr zu tun, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht. Wie soll Euer Artikel in den Google Suchergebnissen erscheinen? Was sehen Eure potentiellen Leser, wenn die Suchmaschine ihres Vertrauens den Link auf Eure und konkurrierende Seiten ausgegeben haben? Wie könnt Ihr hier punkten?

In den organischen Suchergebnissen werden im Normalfall diese Daten aus Eurer Website ausgegeben

  • der title mit einem Link auf den Blogartikel
  • die description / Seitenbeschreibung, wenn sie mit den Keywords der Suche übereinstimmt. Die Suchbegriffe werden zusätzlich gefettet und erregen so mehr Aufmerksamkeit beim Besucher

Die organischen Suchergebnisse konkurrieren mit anderen Ergebnissen, die Suchmaschinen einspielen, darunter auch mit den bezahlten Anzeigen, z.B. von Google AdWords. Der normale Benutzer der Suchmaschine kann die Unterschiede nicht bewerten. Für ihn sehen alle Suchtreffer ähnlich aus, wenn auch Anzeigen im Bereich rechts neben den organischen Suchergebnissen seltener angeklickt werden als Einträge im Hauptbereich der Ergebnisseite.

Behandelt title und description doch wie eine Kleinanzeige. Textet sie ansprechend und sorgfältig. Der title sollte die Überschrift, die description einen Teaser zum Artikel darstellen. Damit die Suchmaschinen diese Texte nicht einfach abschneiden, beschränkt man den title auf ca. 65 Zeichen, description auf 160 Zeichen (jeweils inkl. Leerzeichen).

Wer sich bei Google als Autor seines Blogs verifiziert hat, tut noch mehr für die Attraktivität seines Suchergebnisses: Ein Link mit dem Bild des Autors fällt auf, schafft Vertrauen und führt zu mehr Klicks. Je bunter die Suchergebnisseiten durch Shoppingergebnisse, lokale Ergebnisse und News werden, desto wichtiger ist es, ebenfalls ein Bild bei seinem Eintrag zu haben.

Suchergebnisse mit Autorenbild

Blogsysteme wie WordPress erlauben sogar, die URL des Blogartikels selbst zu bestimmen. Auch hier könnt Ihr die Keywords unterbringen.

Jetzt habe ich Euch lange genug aufgehalten. Euer Artikel ist fertig und optimal sichtbar. Raus damit – und vergesst nicht, ihn auch auf Twitter, Facebook und Google+ zu erwähnen, wenn Ihr da ein Konto besitzt.

Bild: © yeti – Fotolia.com

Checkliste Webtext

Checkliste - seen - Fotolia.com

Ihr schreibt gerade den Text für eine neue Seite Eures Internetauftritts? Oder Ihr steht gerade vor der Aufgabe, Eure ganze Website (neu) zu texten? Eine suchmaschinenfreundliche und möglichst barrierearme Seite besteht aus mehr als dem reinen Seiteninhalt. Wie schnell vergißt man, wichtige Textelemente ebenfalls zu erfassen. Diese neue Checkliste soll Euch helfen, dass nichts verloren geht:

  • kein Meta-Tag
  • kein Linktext
  • kein alternativer Bildtext
  • kein Suchbegriff

Viel Spaß!

Google und die Seitentitel

Der Seitentitel (oben in der Kopfleiste des jeweiligen Browsers zu lesen) wird von Google nicht nur als besonders wichtiger Anhaltspunkt zum Inhalt der Seite angesehen und damit hoch bewertet. Er erscheint gewöhnlich auch als Link auf die betreffende Seite in den Suchergebnissen.Ein wichtiger Grund, den Seitentitel nicht nur mit den Keywords zum Seiteninhalt anzureichern, sondern ihn auch ansprechend zu texten, damit er zum Klick auf das Suchergebnis einlädt.

Anscheinend experimentiert Google aber derzeit nicht nur in seiner Heimat, sondern sogar in Deutschland damit, den Seitentitel nach eigenem Gusto umzuformulieren. Mehr dazu lest Ihr bei @-web.de. Der Autor Klaus Patzwaldt ist selbst betroffen:

  • Linktext bei Google: at-web
  • Seitentitel (title) auf der Zielseite: @-web Suchmaschinen Magazin und Blog

Es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt.

Was wird auf Eurer Website gesucht?

Wer auf seiner Website eine Suchfunktion installiert hat, möchte schon wissen, welche Begriffe Besucher in seinem Angebot finden wollten. Es gibt Hinweise darauf, wie die Seiten wahrgenommen werden, was Interessenten sich erhoffen und was besonders wichtig für sie ist. Auch Dinge, die nicht gefunden werden, können recht aufschlußreich sein: Eine Anregung, wohin die Website sich entwickeln sollte, um kundenfreundlicher zu werden, oder auch der Finger auf der Schwachstelle – vielleicht ist der Text mißverständlich und erweckt Assiziationen, die mit den Intentionen des Anbieters nichts zu tun haben.

Das Content Management System TYPO3 hat eine Suchfunktion mit an Bord, die nur noch aktiviert werden muß: Indexed Search.  Sie gibt allerdings nur bestimmte Informationen darüber aus, wonach gesucht wurde: Im Modul Info (Dropdown-Menü: Indexsuche – Statistik) listet sie die 50 meistgesuchten Wörter insgesamt, der letzten 30 Tage und der letzten 24 Stunden auf.

Für mehr Optionen rüsten wir die Extension mv_index_searched_statistics von Mathieu Vidal nach.

Sie erfordert keine weiteren Einstellungen bei der Installation, danach  steht sie als Submodul im Bereich Tools zur Verfügung.

Suchwortstatistik-Extension für Indexed Search

Suchwortstatistik-Extension für Indexed Search

Die Möglichkeiten zur Einstellung sind übersichtlich:

  • Taggenaue Auswahl des Zeitbereichs für die Abfrage
  • Abfrage nach Suchbegriffen (Wörtern) oder Suchphrasen (Mehrwortsuchen). Als Suchbegriffe gelten auch alle Teile einer Mehrwortsuche, umgekehrt werden Suchevorgänge nach einem Wort als Suchphrase gezählt. Die Statistik von Indexed Search wertet nur Suchbegriffe aus.
  • Word with no result: Ist diese Option ausgewählt, werden Suchbegriffe in der Ergebnisliste rot gekennzeichnet, die zwar gesucht wurden, für die es auf der Website aber keine Ergebnisse gab.
  • Number of answers: Hier läßt sich die Länge der Ergebnisliste in der Anzeige steuern.
  • Filter similar words: Wertet die Suchergebnisse aus, nachdem sie auf Groß- und Kleinschreibung sowie bestimmte Sonderzeichen gefiltert wurden
    Beispiel: Seo, SEO und seo werden zu drei Suchvorgängen zum selben Begriff.
    Beispiel: Rommé und Romme werden als zwei Suchvorgänge zum selben Begriff gezählt

Einziger Nachteil:  Die Extension läßt sich bisher nur so installieren, dass Administratoren sie einsehen können.

Keyword-Tool von Google zeigt Suchvolumen

Google bietet mit seinem Adwords-Keyword-Tool jetzt auch Informationen über das Suchvolumen. Angezeigt werden die durchschnittlichen monatlichen Anfragen zum Suchbegriff, die über Google und das Content-Netzwerk gelaufen sind, wobei wie vorher auch der Bezug zum laufenden Monat und zum gesamten Zeitraum hergestellt wird. Die Anfragen beschränken sich auf das vom Adwords-Benutzer eingestellte Land und die Sprache.

Google Keyword-Tool

Damit bekommt man endlich Zahlen an die Hand. Sie können zur Planung der Adwords-Kampagne für die Budgetberechnung verwendet werden. Aber auch für die Suchmaschinenoptimierung steht man jetzt auf besserer Basis, als sie der berüchtigte blaugrüne Balken und sein Gegenstück, der beim Export in Excel figurierende Dezimalbruch, bereitstellte. Da könnte jetzt für die Kampagnenplaner auch der andere Balken verschwinden und durch die durchschnittliche Zahl der Mitbewerber für ein Keywords ersetzt werden. Für die Suchmaschinenoptimierung relevant ist allerdings die Zahl der Ergebnisse, die Google zum Keyword anzeigt. 

(via Sitepoint