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Keyword-Tool von Google zeigt Suchvolumen

Google bietet mit seinem Adwords-Keyword-Tool jetzt auch Informationen über das Suchvolumen. Angezeigt werden die durchschnittlichen monatlichen Anfragen zum Suchbegriff, die über Google und das Content-Netzwerk gelaufen sind, wobei wie vorher auch der Bezug zum laufenden Monat und zum gesamten Zeitraum hergestellt wird. Die Anfragen beschränken sich auf das vom Adwords-Benutzer eingestellte Land und die Sprache.

Google Keyword-Tool

Damit bekommt man endlich Zahlen an die Hand. Sie können zur Planung der Adwords-Kampagne für die Budgetberechnung verwendet werden. Aber auch für die Suchmaschinenoptimierung steht man jetzt auf besserer Basis, als sie der berüchtigte blaugrüne Balken und sein Gegenstück, der beim Export in Excel figurierende Dezimalbruch, bereitstellte. Da könnte jetzt für die Kampagnenplaner auch der andere Balken verschwinden und durch die durchschnittliche Zahl der Mitbewerber für ein Keywords ersetzt werden. Für die Suchmaschinenoptimierung relevant ist allerdings die Zahl der Ergebnisse, die Google zum Keyword anzeigt. 

(via Sitepoint

Google Analytics: Was bringt das Website-Overlay?

Das Analyse-Tool Google Analytics gibt mehr Infornationen über die Besucher Eurer Website als es die Auswertung der Logfiles mit üblichen Programmen bietet. Neben allgemein bekannten Meßwerten wie Einstiegsseiten, beliebteste Seiten und Keywords, über die man von der Suchmaschine zur Website kam, bereitet Analytics die Daten auch nach anderen Parametern auf.

Die Häufigkeit, mit der eine Seite aufgerufen wurde, also ihre Beliebheit, ist nur ein Teil der Information, die wir über die Wirkung unserer Website auf die Betrachter gerne hätten. Usability-Labors verwenden zu diesem Zweck Verfahren wie Eyetracking: Hier werden Probanden bei der Benutzung der Website gefilmt und die Bewegung ihrer Augen ausgewertet. So erhält die der Heatmap einer Seite, die die buchstäblich heißen weil meist beachteten Bereiche anzeigt. Sie gibt ein ziemlich genaues Bild davon, welche Elemente und Bereiche den Benutzer anziehen. Die Erkenntnisse lassen sich für die

  • Benutzerfreundlichkeit z.B. der Navigation,
  • Platzierung von Kaufanreizen und
  • Branding-Elementen auswerten, aber auch – wenn man Werbung auf der Seite schalten möchte  – für
  • die erfolgversprechende Stelle, an der die Banner stehen sollen. 

Das Website-Overlay in Aktion

Einer Heatmap der Seiten recht nahe kommt das Webseiten-Overlay von Google Analytics (Analytics => Content => Website-Overlay). Es stellt zwar keine Blickbewegungen (wie auch?), aber die Klicks dar, die auf jeder einzelnen Seite getätigt wurden. Es ist optisch ansprechend aufbereitet:

Google Analytics

Dieses Beispiel ist meiner eigenen Website entnommen. Die Balken über den Links zeigen an, wieviel Prozent der Klicks auf dieser Seite auf jeden Link entfallen. Fährt man mit der Maus über die Balken, erhält man zusätzliche Informationen über die Anzahl der Klicks und die daraus erfolgte Konversion (wenn man ein Konversionsziel angegeben hat, das sich hierüber auch erreichen läßt).

Hier zeigt sich, dass viele Besucher sich für die Themen Content Management Systeme und Informationen zu meinem Unternehmen (Referenzen, Kontakt und Impressum) interessiert haben. Mit dem Begriff Webmarketing haben sie vermutlich nicht die Suchmaschinenoptimierung verbunden, die vielen wichtig ist. An diesem Menüpunkt sollte also etwas geändert werden.

Usability-Test mit dem Overlay

Was Analytics leider noch nicht kann: Gelegentlich befinden sich auf einer Seite zwei Links auf dieselbe Folgeseite, z.B. in der Navigation und in einem Teaser oder Bild

  • Bestellformular [zeigt auf bestellung.html]
  • Bestellen Sie noch heute und zahlen Sie keine Versandgebühr! [zeigt auch auf bestellung.html]

Das geschieht entweder aus allgemeinen inhaltlichen Erwägungen, weil man Informationen redundant für unterschiedliche Zielgruppen anbieten möchte, oder aber es handelt sich um einen Test: Wo und mit welchem Text sollte eine wichtige Seite wie z.B. ein Bestellformular verlinkt werden, um möglichst viele Kunden anzusprechen? Das Website-Overlay rechnet die Klicks auf beide Links unterschiedslos zusammen und nennt an beiden Stellen dieselbe Prozentzahl. Damit fällt ein wichtiger Informationskanal weg, nämlich der direkte Vergleich von

  • zwei Positionen auf derselben Seite: Welche Stelle findet mehr Beachtung? Oder:
  • zwei Formulierungen für denselben Link: Welche wird besser angenommen?

Auch ein Test, bei dem ein Link auf einen Anker der Zielseite zeigte (z.B. bestellung.html#top), brachte keine Ergebnisse. Es wurde weiterhin nur der Link auf die Zielseite selbst protokolliert.

Dennoch kann man das Website-Overlay für einfache Usability-Tests nutzen: Will man Text oder Positionierung eines Links testen, legt man zwei Seiten gleichen Inhalts an und verlinkt so mit zwei unterschiedlichen Links auf denselben Content (wichtig, wenn man die Konversionsrate aus diesem Klick messen möchte. Man sollte bei Tests immer nur ein Element testen, also nie Linktext, Position und Inhalt der Zielseite zugleich). So ist die Seite auch eindeutig für die Analyse der Klickpfade identifiziert.

Weiterführende Infos 

  • Wenn das Overlay keine Daten anzeigt, kann das verschiedene Gründe haben, die sich manchmal problemlos beheben lassen.
  • Wer weitere Tests über die erfolgreiche Platzierung oder Formulierung von Website-Inhalten durchführen möchte, kann mit dem Google Website Optimizer verschiedene Variationen einer Seite testen und sich dann für die Variante mit der größten Konversionsrate entscheiden. Eine Präsentation (Vorsicht: englisch) führt in das Tool und seine Verwendung ein.