Was bringt ein Blog für Suchmaschinenoptimierung?

Wir schreiben das Jahr 2009 und immer noch halten sich hartnäckige Gerüchte, dass man nur ein Blog starten muß, um mit Links aus diesem Blog die eigene Website in den Suchergebnissen nach oben zu treiben. Hausgemachter Link-Juice – kann das klappen?

Blogs sind per se aktueller als normale Unternehmenswebsites. Kein Wunder – im Blog ist das Erstellen neuer Inhalte für jedermann einfach machbar. Auch technisch unbedarfte Mitarbeiter können sich im O-Ton äußern. Aber Aktualität macht noch keinen Page Rank. Ein Link vom unbekannten, selbst nicht verlinkten Blog auf eine Website sagt Google nicht viel und bringt damit auch keinen Erfolg für das Ranking der Zielseite. Jill Whalens Newsletter bringt es auf den Punkt: Ein Blog kann nur dann für mehr Sichtbarkeit der Hauptwebsite in den Suchmaschinen sorgen, wenn es selbst gut verlinkt ist.

Und das geht am besten durch einen ganz natürlichen Vorgang: Ein interessantes Blog, in dem oft hochwertige Inhalte erscheinen,  wird gelesen und oft weiterempfohlen, es zieht Links auf sich. Oft werden diese Links selbst aus einem Umfeld kommen, das inhaltlich gut zum Blog paßt: In einem Artikel über Selbstmanagement verweise ich am ehesten auf Blogs und Blogbeiträge, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen. Davon geht auch Google aus und bewertet die Inhalte der verlinkenden Seite bei der Einschätzung des Links mit. Links in wahllosen Linklisten oder gekaufte Links von einer thematisch nicht passenden Seite sind deshalb nicht so erfolgreich wie natürliche Links, die aus einer thematisch entsprechenden Seite auf eine andere führen.

Wer erwägt, ob er im Marketingmix auch ein Blog verwenden möchte, sollte also beachten

  • dass nur Qualität langfristig zum Suchmaschinenerfolg führt, weil nur interessante Inhalte den Leser motivieren, sie weiterzuempfehlen.
  • dass oft aktualisierte Blogs Googles Indizierungsprogramme anziehen und neue Beiträge erst einmal einen gewissen Bonus haben, aber admit allein noch kein gutes Ranking verbunden ist.
  • dass langfristig aufgebaute qualitätvolle Inhalte bei Lesern und Suchmaschinen den besten Erfolg haben.

TYPO3 und Google Maps

Eine Google Map anzulegen ist kein Geheimnis: Key bei Google anfordern, das Javascript im Seitenkopf einbinden und irgendwo im Inhalt den Bereich einfügen, der dann mit der Google Map gefüllt wird. Auch in TYPO3 ist das mit ein paar Zeilen Typoscript erledigt.

Was aber, wenn zwei Domains auf dieselbe TYPO3-Website zeigen? Das passiert gar nicht so selten, weil sich viele Unternehmen alle Top Level Domains ihres Namens sichern, also *.de, *.net, *.com usw. Google API Keys lassen sich aber nur über eine Domain ansprechen; wird dieselbe Seite mit der Anfahrtsbeschreibung über meinunternehmen.de statt über meinunternehmen.com angesprochen, wenn der Key für die COM-Domain ausgestellt wurde, bekommt man nur einen freundlichen Hinweis von Google, das der Schlüssel für diese Domain nicht gilt.

Ein zweiter Schlüssel für die DE-Domain ist schnell bei Google erstellt, jetzt muß nur noch TYPO3 wissen, wie es den richtigen Schlüssel zur aufrufenden Domain benutzt. Mit diesen Conditions läßt sich das schnell regeln:

  1. page.headerData.100 = TEXT
  2. [globalString = ENV:HTTP_HOST=www.meinunternehmen.de]
  3. page.headerData.100.value (
  4. … hier kommt der Code mit dem Key für die DE-Domain
  5. )
  6. [globalString = ENV:HTTP_HOST=www.meinunternehmen.com]
  7. page.headerData.100.value (
  8. … hier kommt der Code mit dem Key für die COM-Domain
  9. )
  10. [GLOBAL]

Nicht vergessen: In geschweiften Klammern funktionieren die Bedingungen nicht, also immer den ganzen Pfad von der Seiten-Definition an ausschreiben. Für alle, die es genau wissen wollen: Details zu den Conditions gibt’s hier. Ein Aufruf über „HTTP_HOST“ allein, wie es auch die TSRef  angibt, reicht allerdings nicht, um die Variable auszulesen. In die API von Google Maps kann man sich hier einlesen und viele Codebeispiele einfach anpassen.

TYPO3: Kleine Effekte mit dem Datum

Ich meine hier nicht den frechen Trick, das Tagesdatum vom Server auszulesen und „zuletzt aktualisiert am “ davorzuschreiben, um mit der Website immer tagesaktuell zu sein ;). Aber man kann ganz praktische Dinge mit dem Datum und etwas Typoscript erreichen, z.B. das

Copyright aktuell halten

Wer am unteren Ende seiner Seiten einen Hinweis auf seine Urheberschaft anbringt, legt dies meist ins Template. Da wäre es schon praktisch, wenn man hier das aktuelle Jahr automatiscvh ausgegeben bekäme:

  1. temp.year = TEXT
  2. temp.year.data = date : Y
  3. temp.year.wrap = & copy ; ambranet & nbsp ; |
  4. marks.datum < temp.datum

erzeugt die Zeile © ambranet  2009. Und das Jahr bleibt aktuell (Leerzeichen zwischen Ampersand und ; bitte wegnehmen).

Bilder passend zur Jahreszeit einblenden

Im oberen Seitenbereich beherrscht oft ein großes Bild die Szene. Auf Hotelseiten z.B. wäre es gut, wenn das Bild passend zur Saison automatisch ausgetauscht würde:

  1. seite.10.marks.content_main = IMAGE
  2. [month = >4] && [month = <11]
  3. seite.10.marks.content_main.file = fileadmin/pics/Sommerbild.jpg
  4. [month = <5] || [month = >11]
  5. seite.10.marks.content_main.file = fileadmin/pics/Winterbild.jpg
  6. [GLOBAL]
  7. seite.10.marks.content_main.file.width = 670
  8. seite.10.marks.content_main.file.height = 180
  9. seite.10.marks.content_main.quality = 100
  10. seite.10.marks.content_main.alttext = Hier erwartet Sie ein Bild passend zur Jahreszeit
  11. seite.10.marks.content_main.params = class=bannerbild

Mit Conditions läßt sich hier zwischen Mai und Oktober das Sommerbild, in den übrigen Monaten das Winterbild anzeigen. Conditions bitte nicht zwischen geschweifte Klammern setzen, sonst klappt es nicht.

Wem eine Startseite nicht reicht …

… der kann sich im Internet Explorer gleich zwei oder mehr Seiten auf die Registerkarten (Karteireiter, Tabs) legen. Der Browser öffnet dann die gewünschten Seiten in je einem Tab. Eigentlich wollte ich eben nur mal schauen, warum der (beim Kauf fertig installierte und mit Windows geimpfte) Rechner beim Start des Internet Explorers 7 immer auch eine zweite Registerkarte mit der Websites der Computerherstellers aufrief. Das nervte. Ein Blick in Extras >> Internetoptionen >> Allgemein zeigte, dass hier zwei Startseiten-URLS eingetragen waren, eine pro Zeile.

Startseiten auswählen im Internet Explorer 7

Startseite auswählen im Internet Explorer 7

It’s not a bug, it’s a feature. Aha. Eigentlich auch ganz nützlich, wenn man seine Suchmaschine, seinen Bookmarkdienst und sein Nachrichtenportal gleich beim Start auf der Pfanne haben will.

Im Firefox geht das übrigens auch. Hier werden die mehrfachen Startseiten unter Extras >> Einstellungen >> Startseite mit einem Pipe-Symbol getrennt eingetragen. Was auch eine gute Voreinstellung ist (kann im selben Bildschirm über das Menü „Wenn Firefox gestartet wird“ ausgewählt werden): Fenster und Tabs der letzten Sitzung verwenden. Dann macht man da weiter, wo man beim letzten Mal aufgehört hat.

Startseiten auswählen im Firefox

Startseiten auswählen im Firefox

Warum Todo-Listen nichts bringen

Eigentlich tut es jeder: Todo-Listen schreiben, um sich und seine Arbeit besser zu organisieren. Je nach Veranlagung sitzen wir abends vor dem Verlassen des Büros oder morgens, bevor die Arbeit so richtig losgeht, über der Liste. Wir notieren, was wir unbedingt erledigen müssen/wollen.

Im Verlauf des Arbeitstages hangeln wir uns an der Liste entlang, tun das Eine, lassen das Andere, überspringen, was uns gerade nicht gefällt und füllen die Liste mit weiteren Aufgaben, die uns bei der Arbeit einfallen. Und wie durch ein Wunder stehen abends noch mehr unerledigte Dinge auf der Todo-Liste als morgens, als wir angefangen haben. Das frustriert!

Was tun wir also? Schreiben eine neue Liste mit den Resten von gestern (na, lecker!) und dem, was wir sonst noch erledigen wollen. Dabei übertragen wir Aufgeschobenes immer wieder von Tag zu Tag. Schon wieder ein Grund, frustriert zu sein. Fühlen wir uns nicht auch ein wenig undiszipliniert?

Wenn man sich mit den Grundsätzen von GTD, dem Selbstorganisations-System von David Allen, beschäftigt hat, versteht man, warum normale Todo-Listen sich nur schwer abarbeiten lassen: Sie enthalten nämlich heterogene Dinge, die Allen als „stuff“ bezeichnet – unorganisiertes, unaufbereitetes Zeug. Das sind

  • Projekte: Aufgaben, die aus mehrern Schritten bestehen und sich deshalb nicht direkt abarbeiten lassen.
  • Dinge, die nicht gleich oder nicht hier im Büro getan werden können oder müssen. Die Eintrittskarten für das Festival kann ich nur besorgen, wenn ich in der Stadt bin. Und natürlich auch erst dann, wenn der Vorverkauf begonnen hat. Wie lange will ich dieses Todo von einer Liste auf die nächste übertragen?
  • Aufgaben, deren Durchführung nicht nur in meiner Macht liegt: Für das Meeting brauche ich erst die Terminzusagen alles Beteiligten.
  • Aufgaben, die nicht klar beschrieben und damit nicht durchführbar sind („Besser werden in Business English“).

Wenn wir uns diesen Aufgaben ungefiltert widmen, werden wir gezwungen, zwischen verschiedenen Tätigkeitsebenen hin- und herzuspringen. Wir planen im einen Moment Details einer Aktion und machen uns im Nächsten an die Umsetzung. Was manchmal noch nervenaufreibender ist: Man hat viel Energie, möchte etwas gleich umsetzen und merkt, dass man wieder einen Schritt zurückgehen und erst einmal planen und strukturieren muß, bevor man handeln kann.

Besser geht es, wenn wir die Schritte des GTD gehen und Aufgaben, Ideen und Projekte

  1. sammeln
  2. sortieren („Was ist das? Kann man es bearbeiten?“)
  3. an den richtigen Platz oder in die passende Aktions- oder Projektliste verschieben
  4. bei der Überprüfung der Listen nach Zeit, Ort und verfügbaren Mitteln auswählen
  5. und dann das Richtige tun!

Generell führt dies Vorgehen dazu, dass man weniger aufschiebt und Aufgaben dann angehen kann, wenn sie in handlicher Form zur Erledigung bereitliegen: Wenn ich mich an den Schreibtisch setze, wähle ich ganz natürlich die Tätigkeiten von meiner Aktionsliste aus, die zum verfügbaren Zeitrahmen passen, meiner Konzentration entsprechen und mich meinen Zielen besonders nahe bringen.

Wobei nicht verschwiegen werden soll, dass Kleinkram, der beim Sortieren anfällt, auch gleich gemacht wird: Oft ist es aufwändiger, eine Aufgabe auf die passende Liste zu schreiben oder im Kalender zu vermerken, als sie gleich zu tun. Die empfohlene Schmerzgrenze ist 2 Minuten.