Archiv der Kategorie: Webmarketing

Suchmaschinenoptimierung, PPC-Kampagnen und mehr

Wann brauche ich eine neue Website?

Die Unternehmenswebsite ist seit einigen Jahren zum unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmenskommunikation geworden. Nur wenige Firmen sind nicht online präsent, viele gewinnen schon lange Kunden über das Internet.

Wer sich an eine Webagentur wendet, fragt sich jetzt, ob er eine neue Website wirklich braucht. Ja, wann ist eine neue Website (ein Relaunch) wirklich angesagt? Welche Kriterien sollte ich berücksichtigen, um Investitionen zu schützen und doch ein effektives Marketinginstrument zu haben? Hier ein fünf Ansatzpunkte zur Entscheidungshilfe.

  1. Erster Verdachtsfall: Ist die Website 2 oder gar 3 Jahre alt, ohne dass sich mehr als ein paar Inhalte geändert hätten?
    Was alt ist, muss nicht schlecht sein. Dennoch haben sich die Sehgewohnheiten geändert, eine optisch ansprechende Seite kann „modische“ Elemente von 2005 enthalten, die schon heute als Stil der Zeit auffallen. Man sieht der Seite das Alter unter Umständen an. Auch die technischen Möglichkeiten sind heute größer: Während vor ein paar Jahren an jeder Grafik gespart werden mußte, weil Kunden meist mit Modem oder allenfalls mit ISDN ins Internet gingen, ist heute je nach Zielgruppe DSL schon Standard. Und die Ansprüche der Besucher an Optik und Funktionalität steigen.
  2. Dein Unternehmen ist gewachsen oder hat das Geschäftsfeld verändert.
    Wenn die Website das Unternehmen nicht mehr abbildet, ist ein Relaunch angesagt. Ein Existenzgründer oder Künstler, dessen individuelle Produkte ich auf der Website besichtigen und dann per E-Mail bestellen kann, stellt sich so dar, wie er gerade ist. Ein Unternehmen, das einen Absatz dieser Produkte in großen Zahlen anstrebt, braucht einfach einen professionellen Shop mit integrierter Auftragsverwaltung und Lagerverwaltung, um aus der Website einen Nutzen zu ziehen und nicht die Möglichkeiten, die das Internet als Vertriebsweg bietet, zu verspielen.
  3. Böse, böse: Du mußt feststellen, dass Deine Website nicht professionell erstellt und für die Suchmaschinen optimiert wurde.
    Dann besteht dringender Handlungsbedarf. Gerade Existenzgründer und kleine Unternehmen haben am Anfang nicht die Möglichkeit, ein ausreichendes Budget für eine effektive Website bereitzustellen. Dann macht oft der Sohn vom Nachbarn oder ein Freund Design und Technik, ein Suchmaschinenoptimierer, der mit nicht ganz sauberen oder einfach heute überholten Mitteln arbeitet, wird ebenfalls nach dem Preis ausgesucht. Die Erfolge bleiben aus, die Website bringt keine Kunden und ist auch über die Suchmaschinen nicht zu finden (wer blättert bei Google schon gerne bis Seite 30?). Hier kann ein gut geplanter Relaunch Wunder wirken.
  4. Die Website ist zwar da und sieht gut aus, arbeitet aber nicht wirklich für Dich?
    Dann sollte sie neu geplant werden. Eine Website ist nicht nur dazu da, Produkte an Kunden zu verkaufen. Sie kann auch andere Aufgaben in Deinem Unternehmen erfüllen:
    – Sie kann Informationen bereithalten und damit einen Teil des Kundensupport übernehmen
    – dem Personenmarketing dienen und Deine Fachkompetenz belegen
    – Produkte detaillierter präsentieren als jeder Hochglanzprospekt
    – den direkten Kontakt mit dem Kunden durch Foren, Chats usw. pflegen
    Wichtig ist, dass Deine Website alle Möglichkeiten ausschöpft, die sie bieten kann. Hier ist ein neues, intelligentes Konzept gefragt.
  5. Du willst Deine Website regelmäßig aktualisieren, aber nicht jedesmal den Webentwickler beauftragen?
    Ein guter Vorsatz für das Neue Jahr, denn eine regelmäßig aktualisierte Website hat bei den Suchmaschinen bessere Karten und regt auch die Kunden an, öfter vorbeizuschauen. Die Umstellung auf ein Content Management System ist eine kostengünstige Lösung. Sie erlaubt die Eingabe und Änderung von Inhalten auch ohne Kenntnis von HTML und Programmiersprachen. Bei vielen Systemen kann man sogar Inhalte auf einmal einstellen und dann häppchenweise Tag für Tag freischalten lassen, so dass die Seitenpflege sinnvoll gebündelt z.B. einmal in der Woche geschehen kann.
    Der Erfolg bleibt nicht aus: Gestern schrieb mir ein Kunde, dass ein gerade im News-Bereich seiner Website eingestelltes Angebot am selben Tag schon von 3 Käufer gebucht wurde!

Trifft einer dieser Punkte auf Deinen Internetauftritt zu, solltest Du mit dem Fachmann sprechen und Dir auch ein sinnvolles Konzept für eine erfolgreiche Website erstellen lassen.

Ach ja, und wer wirklich noch keine Website zur Kundengewinnung einsetzt und sich fragt, ob er so etwas wirklich braucht: Der Metzger, der seine Kunden vor Ort findet und wirklich nur hinter der Theke stehen will, muss nicht auch noch im Internet präsent sein. Man kennt ihn in seinem Viertel oder Dorf. Wenn derselbe Metzger expandiert und einen Partyservice oder neudeutsch Catering anbieten will, ist die Website fällig: Expandieren und neue Kunden in anderen Bereichen gewinnen so am besten.

Wo sind meine Wunschkunden?

Mein Beitrag kommt fast zu spät für die Blogparade (warum hat der Tag nur 24 Stunden? Nehmen wir doch einfach die Nacht noch dazu!). Und hier sind meine Gedanken zum Thema.

Wir alle lieben Wunschkunden, wenn wir mit ihnen zusammen arbeiten: gegenseitiges Verständnis steuert den Streuverlust in der Kommunikation gegen Null, wir ackern motiviert und entspannt. Und leisten beste Arbeit auf effektivste Weise, wenn wir für Wunschkunden arbeiten. Jetzt müssen wir sie nur noch regelmäßig finden. Wo sind denn nun unsere Lieblingskunden?

Eigentlich ist es ein Topf-findet-passenden-Deckel-Problem. Unser Kunde sollte das von uns fordern, was wir auch bieten, im besten Fall sogar unsere Kernkompetenz ansprechen. Für mich als Webentwicklerin heißt das: Meine Kunden finden – neben Empfehlungen – gewöhnlich über meine Website zu mir, die bei meinen wichtigen Keywords auch gut bei Google gelistet ist (Eigenlob Ende). Diese Keywords (und damit die Website) konzentrieren sich auf das, was ich als mein Kerngeschäft ansehe – Websites mit Content Management Systemen, vorzugsweise TYPO3. Keine Verwässerung, kein Bauchladen, der Besucher sieht, was ihn erwartet. Und meine Wunschkunden sollten natürlich z.B. den Charme sauberen, handgezimmerten Quelltextes zu schätzen wissen; allein schon, weil dieser langfristig Kosten spart und zukunftssicher ist.
Je genauer wir unsere Kernkompetenz kommunizieren, desto eher erreichen wir die Kunden, die genau das brauchen. Wenn wir uns dann auch noch richtig ausdrücken, kreisen wir die Gruppe weiter ein. Wer im Text Schnäppchen anpreist und im Schweinebauch-Look daherkommt, muß sich nicht wundern, wenn statt der qualitätsbewußten Kunden Sparbrötchen und Pfennigfuchser bei ihm anfragen. Die visuelle und inhaltliche Kommunikation war schließlich eindeutig auf sie gezielt. Wunschkunden erreicht man durch klare Kommunikation! Also lieber nicht alle ansprechen, die vielleicht mein Produkt brauchen könnten, sondern die, die es zu schätzen wissen.

Noch etwas: Webentwicklung/Unternehmenskommunikation/Design sind Vertrauenssache: Der Kunde muß sich darauf verlassen können, dass wir ihn kennen, mögen und verstehen. Und dass wir den Blick auf seine Wunschkunden behalten!

Marken in Second Life

Eine Studie der Hamburger Agentur Komjuniti unter 200 Bewohnern von SL (via Fischmarkt) bescheinigt den Versuchen realer Unternehmen, in der virtuellen Welt Fuß zu fassen und ihre Marken durch eine Filiale in SL zu stützen, geringe Chancen (ZF der Studie).

Wagner James Au von GigaOM vermutet den Grund für die geringe Akzeptanz zuerst in den bewegungsmustern, die in SL vorherrschen. Außerdem scheinen reale Angebote wie Autos und Bekleidung zu unattraktiv gegenüber all dem, was an virtuellen Fortbewegungsmitteln und mit Hingabe designten Outfits für Avatare schon existiert.

ReviewMe im Praxistest

Die Meinungen zu bezahltem Blogging gehen auseinander: Was die einen für ein effektives Marketing-Tool halten, ist den anderen Suchmaschinenspam und Gesichtsverlust der gegen Kasse schreibenden Blogger. Aaron Wall, der Betreiber des Suchmaschinenoptimierungs-Blog SEO-Book, hat sich dem Test unter realen Bedingungen unterzogen. Und interessante Erfahrungen gemacht.

Wall vermarktete sein E-Book über Suchmaschinenoptimierung also jetzt über bezahlte Rezensionen.

  • Ein Blogger richtete in seiner Rezension einen Affiliate Link zum E-Book ein – das brachte sofort Bestellungen.
  • Andere gaben wertvolle Hinweise, wie das E-Book mit besserer Darstellung und weiteren Inhalten erfolgreicher sein könnte. Qualifizierte Kritik ist nicht mit Geld zu bezahlen.
  • Ein weiterer Blogger erzählte seine Erfolgsgeschichte durch Suchmaschinenoptimierung und gab den SEO-Book gute Noten. Genau das, was man brauchen kann: Ein glaubhafter Erfahrungsbericht.

Mein Fazit: Solange alle Beteiligten deutlich kommunizieren, wie die Rezension zustande gekommen ist, sehe ich kein Problem in bezahlten Blog-Einträgen. Wieso sollte die (bezahlte) Bewertung einer qualifizierten Person schlechter sein als ein aus dem Bauch heraus geschriebenes Urteil irgendeines Surfers mit zuviel Zeit, der sich in Bewertungs-Plattformen (umsonst) den Frust über den schlechten Kauf von irgendwas von der Seele schreibt? Wir in Deutschland sollten das nochmal überdenken.

Freunde Dich mit Bloggern an und profitiere davon

Hierzulande wird immer gerne diskutiert, ob Blogeinträge bezahlt werden dürfen. Ist es ethisch, ein Blog als Werbemedium für Unternehmen und Produkte zu benutzen? In USA wird noch diskutiert, aber viel mehr gehandelt. Nach PayPerPost ist jetzt ein neues Portal an den Markt gegangen, das Blogger und werbewillige Unternehmen zusammenbringen soll: Review Me (Information von BizReport).

Wie läuft so etwas ab? Blogger melden sich bei Review Me an und können dann Rezensionen annehmen: Sie schreiben über ein Produkt, publizieren die Rezension in ihrem Blog und kassieren zwischen 20 und 200 $ für ihre Veröffentlichung (da die Preise für Unternehmen bei 40$ beginnen, wird wohl etwas bei den Betreibern von Review Me hängen bleiben). Unternehmer wählen ein Blog aus, das ihr Produkt in der geeigneten Umgebung und wahrscheinlich der erwarteten Zielgruppe präsentiert. Bei der Qualifikation helfen ihnen eine Tagwolke mit den Blogthemen, Technorati- und andere Bewertungen sowie eine Live-Ansicht der neuesten Beiträge im Blog.

Blogs – ein interessantes Werbemedium, das der allgemeinen Werbeverdrossenheit und Bannerblindheit Rechnung trägt. Bleibt die ethische Frage: Sollen Blogger sich für das Bloggen bezahlen lassen? Da die Blogger des Review Me-Netzwerks eine angebotene Rezension ablehnen können und Unternehmen sowieso die freie Wahl haben, wen sie mit dem Produkttest beauftragen wollen, sind die Mechanismen erst einmal transparent. Natürlich wird ein Blogger, der die neuen Produkte nur in der Luft zerreißt, weniger Aufträge bekommen; auf der anderen Seite können sinnvolle Rezensionen keine Hofberichterstattung sein – sie werden unglaubwürdig. Mit dieser gegenseitigen Kontrolle könnte hier ein gutes Geschäftsmodell herauskommen; eines, das Blogger davon abhält, ihr Online-Tagebuch mit Google Adwords verunzieren zu müssen 😉