Archiv der Kategorie: Webmarketing

Suchmaschinenoptimierung, PPC-Kampagnen und mehr

Reputation und Ranking durch guten Content gewinnen

Content-Marketing: Inhalte zählen für Ranking und Reputation (Bild: Fotolia, © LeitnerR)Spätestens seit diesem Jahr zeigt sich, dass interessante, packende Inhalte immer wichtiger für den Suchmaschinenerfolg eines Unternehmens werden: Google bewertet nicht nur Links, die auf eine Seite führen, sondern auch die Tatsache, ob Besucher sie gleich wieder verlassen haben und zu den Suchergebnissen zurückgekehrt sind. Content ist mehr King als zuvor.

Wie kann man Content im Netz für sich nutzen? Du kannst Dir einen guten Ruf aufbauen, der Dich nicht nur für Surfer, sondern durch Links auch für Suchmaschinen interessanter macht. Biete Nutzern immer einen Mehrwert – und denke nicht gleich daran, ob diese als Kunden in Dein Geschäft oder Deinen Onlineshop wiederkommen. Auch andere Zielgruppen sind interessant. Was solltest Du beachten?

Was ist Content und wo kommt er her?

Content ist wertvoller Inhalt – und abhängig von der Plattform, auf der er erscheint. Dies beschränkt sich nicht auf Deine Website oder Blog. Weitere Beispiele für Content:

  • Gastartikel in anderen Blogs
  • Videos
  • Grafiken, besonders Infografiken
  • Kommentare in anderen Blogs und Foren
  • Interviews
  • Podcasts
  • Polls (Umfragen)
  • Verlosungen

Überall dort, wo Du – vor allem kostenlos –  Sinnvolles, Interessantes, Lustiges, Informatives oder Spannendes beiträgst, lieferst Du Content. Ist dieser gut, schärfst Du damit Dein Profil und machst Dir einen Namen bei Nutzern und in der Fachcommunity. An attraktive, nutzerorientierte Themen kommt man gezielt auf verschiedenen Wegen. Frage Dich beispielsweise:

  • Hast Du kürzlich ein kniffliges Problem gelöst?
  • Freust Du dich über eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet?
  • Findest Du eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet kritikwürdig?
  • Kannst Du eine verwirrende Anzahl von Möglichkeiten aufarbeiten und bewerten?
  • Was hat Dir bei der Lösung eines Problems geholfen?
  • Wo kann Deine Community Stolperfallen, gleich welcher Art, vermeiden?
  • Hast Du besonderes Kundenfeedback erhalten?

Diese Fragen liefern Dir eine gute Ausgangsposition für einen Beitrag. Weitere ergiebige Quellen sind

  • Kundengespräche und explizite Kundenumfragen
  • E-Mail-Verkehr mit Kunden
  • Fragen, die Dir auf Twitter, Facebook usw. begegnen
  • Analyse Deines Webtraffics: Analysiere Deine Logfiles oder Dein Webanalytics-Programm auf Suchbegriffe, mit denen Besucher auf Deine Seiten gefunden haben. Da viele Benutzer Suchmaschinen intuitiv bedienen, werden hier manchmal deutlich erkennbare Fragen gestellt (Beispiel hier aus dem Blog: „Kalenderwoche mit Outlook anzeigen“).

Verbreite und vermarkte Deinen Content

Nutze möglichst viele Kanäle bei Platzierung und Vermarktung: Lange Artikel kannst Du in Blogs unterbringen – Deinem eigenen oder als Gastautor in einem anderen. Dein Twitter-Account oder Deine Facebookseite verlangen nach kürzeren und griffigeren Beiträgen. Gerade bei Facebook kannst Du Deine Community gut einbinden. Oder gehe auf YouTube oder Vimeo und platziere ein Video, das ein bekanntes Problem anschaulich löst. Tutorials werden immer gern genommen.

Du hast dich ins Zeug gelegt und einen tollen Blogartikel geschrieben? Sorge dafür, dass er bekannt wird. Einige Möglichkeiten sind

  • Tweet auf Twitter, der dann auch auf Deiner Website erscheint
  • Beitrag auf Facebook und Google+
  • Hinweis in Deiner E-Mail-Signatur
  • Meldung in Deinen News auf der Homepage
  • Hinweis am Ende Deines YouTube-Videos

Das klingt nach viel Arbeit und ist es auch. Dennoch solltest Du hier nicht zu viel automatisieren, um Deine Leser nicht zuzuspammen.

Bleib aktuell – Planung hilft dabei

Aktualität kommt bei Lesern (und Suchmaschinen) gut an: Liefere Deinen Lesern regelmäßig Neues. Wenn ein Blog richtig läuft, sollte mehrmals pro Woche ein Beitrag erscheinen (das kann auch mal ein Gastbeitrag in Deinem Blog sein), Facebook und Twitter solltest Du täglich und möglichst aktuell pflegen.

Statt einen sehr langen Artikel zu veröffentlichen, mache lieber eine kleine Serie daraus. Entwickle einen Redaktionsplan für Deine Veröffentlichungen. Selbstverständlich kannst Du nicht jeden Tweet planen, aber so verankert sich Content fest in Deinem Arbeitsalltag.

Denke an Deine Nutzer

Zunächst: Wir sind im Internet und daher oft weniger förmlich als in der analogen Welt: Das „Du“ ist weitaus verbreiteter als in Offline-Publikationen. Was im Netz wie bei der Zeitung gilt: Eine saubere Rechtschreibung signalisiert, dass Dir die Leser wichtig sind.

  • Du bist Experte auf Deinem Gebiet? Deine Nutzer sind es nicht unbedingt. Wähle Formulierung und Wording passend zur Erfahrung Deiner Zielgruppe(n).
  • Mache Dir zu Beginn ein paar Gedanken zu den Nutzerprofilen, die Du ansprechen möchtest – Fachkollegen, Interessenten, Stammkunden, Informationssuchende.
  • Hole Dir gerade zu spezielleren Themen ruhig eine zweite Meinung von einem Fachfremden ein: Ist der Inhalt verständlich? Wirkt der Text vielleicht zu betulich?
  • Lockere längere Texte mit Fotos, Infografiken oder einem eingebetteten Video auf.
  • Vermeide penetrante Eigenwerbung in Deinem Artikel. Sage dem Leser oder Zuschauer nicht, wie toll Du bist – zeige es durch Deine Beiträge.

Guten Content gibt es nicht umsonst

Nach einiger Zeit überblickst Du den Aufwand für die verschiedenen Kanäle: Content wird Deine Ressourcen beanspruchen, Zeit und/oder Geld (z.B. für externe Kräfte, Lizenzen, eine gute Videokamera). Ein guter Artikel oder ein informatives Video kann mehrere Stunden Herstellungszeit in Anspruch nehmen. Denke daran: Du selbst erkennst lieblose Texte und schlechte Bilder. Traue Deiner Leserschaft dasselbe zu.

Investiere Zeit in Monitoring: Analysiere die Wirkung Deines Contents und steuere Dein Engagement. Tools wie PIWIK oder Google Analytics liefern Dir detaillierte Informationen über Deinen Traffic.

Entwickle juristisches Problembewusstsein

Bei der Veröffentlichung von Content lauern viele juristische Fallstricke. Dies beginnt bei einem einfachen Link und endet bei der Einbindung von Videos. Stelle immer sicher, dass Du das von Dir veröffentlichte Material auch verwenden darfst. Du hast ein Foto gekauft? Das heißt noch lange nicht, dass Du es einfach auf Deiner Website veröffentlichen kannst. Eventuell musst Du dafür extra zahlen, oder Du bist verpflichtet, den Urheber des Fotos an einer bestimmten Stelle zu nennen. Dies ist nur ein Beispiel für Klippen, die Du umschiffen solltest – eine Rechtsberatung können wir Dir selbstverständlich nicht liefern.

Zum Schluss noch ein Tipp

Web ist nicht gleich Print: Wenn Du wissen möchtest, wie Du Webtexte besonders nutzer- und suchmaschinenfreundlich schreibst, wirf einen Blick auf unsere Checkliste Webtext.

Suchmaschinenoptimierung: Die Strategie für 2011

Wie sieht eine gute SEO-Strategie für das laufende Jahr aus? Matt Cutts, bei Google Chef des Anti-Spam-Teams, fasst auf YouTube zusammen, worauf Suchmaschinenoptimierer in diesem Jahr besonders achten sollten. Lassen wir uns davon anregen, unsere Website einem Frühjahrsputz zu unterziehen.

Senkt die Ladezeit Eurer Website

Seit 2011 ist die Geschwindigkeit der Seiten ein Rankingfaktor. Google berücksichtigt damit, dass Besucher auf schnell geladenen Seiten mehr lesen, mehr tun, mehr kaufen. Mehr Tempo bringen

  • Zusammenfassung und Komprimieren von Javascripten und CSS
  • vermeiden von überflüssingen HTTP-Requests
  • Optimierung der Bilder
  • Ausnützen von Caching
  • und natürlich ein  sauberer, schlanker HTML-Code.

Habt Euer CMS im Griff

Die meisten Websites sind dynamisch, die Seiten werden von einem CMS (oder Shopsystem) generiert. Das System sollte für SEO geeignet sein. Aber auch bei der Anwendung werden gerne Fehler gemacht oder Dinge vergessen: Achtet darauf, dass alle, die mit dem CMS arbeiten, wissen, wie wichtig Suchmaschinenoptimierung ist, und sich bei der Inhaltspflege daran halten.

  • Zu jeder Seite gehören vollständige Seitenangaben, besonders Title und Description.
  • Bilder müssen mit Alternativtext ausgezeichnet werden.
  • Prüft Links darauf, ob sie ans Ziel führen.
  • Sorgt für keywordreiche, aber nicht übermäßig mit Keywords überhäufte Linktexte.

Nutzt Social Media Marketing

Am Anfang steht natürlich ein interessanter, für Besucher nützlicher oder unterhaltsamer Seiteninhalt. Ohne den geht es nicht. Erhöht dann die Sichtbarkeite Eurer Website und verlinkt Eure Inhalte selbst in Twitter, Facebook, Mister Wong uam. Die Links alleine bringen noch kein besseres Ranking. Sie können aber dazu führen, dass mehr Besucher auf die Seite kommen und vielleicht einen Link riskieren oder ein Blogpost darüber schreiben.

Wer den Lesern Möglichkeiten an die Hand gibt, die Seite bei Bookmarkdiensten zu verlinken, sie zu twittern oder bei Facebook zu empfehlen, tut noch mehr für die Sichtbarkeit seiner Inhalte.

Google und die Seitentitel

Der Seitentitel (oben in der Kopfleiste des jeweiligen Browsers zu lesen) wird von Google nicht nur als besonders wichtiger Anhaltspunkt zum Inhalt der Seite angesehen und damit hoch bewertet. Er erscheint gewöhnlich auch als Link auf die betreffende Seite in den Suchergebnissen.Ein wichtiger Grund, den Seitentitel nicht nur mit den Keywords zum Seiteninhalt anzureichern, sondern ihn auch ansprechend zu texten, damit er zum Klick auf das Suchergebnis einlädt.

Anscheinend experimentiert Google aber derzeit nicht nur in seiner Heimat, sondern sogar in Deutschland damit, den Seitentitel nach eigenem Gusto umzuformulieren. Mehr dazu lest Ihr bei @-web.de. Der Autor Klaus Patzwaldt ist selbst betroffen:

  • Linktext bei Google: at-web
  • Seitentitel (title) auf der Zielseite: @-web Suchmaschinen Magazin und Blog

Es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt.

Google Analytics: mach Dich unsichtbar

Wer den Besucherstrom auf seiner Website mit Google Analytics beobachtet, möchte sich natürlich nicht selbst zuschauen, wenn er mal wieder etwas ändert oder nachliest, was er da geschrieben hat. Nur echte Besucher und ihr Verhalten sind für uns interessant. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, den eigenen Datenverkehr aus den Messungen herauszufiltern.

Man identifiziert sich durch seine IP, die eindeutige Identifikationsnummer des eigenen Rechners im Internet. Wenn man – was heute bei DSL-Kunden oft der Fall ist – vom Provider eine dauerhafte IP zugewiesen bekommen hat, ist das einfach zu bewerkstelligen. Man legt in den Einstellungen von Google Analytics einen Filter an (Typ: Alle Besucher von einer IP-Adresse ausschließen). Dann gibt man seine IP ein, wobei die Punkte zwischen den Ziffernpaketen mit erinem \-Zeichen auskommentiert werden müssen, damit das System sie richtig auswerten kann (nur soviel: es handelt sich hier um einen teil eines regulären Ausdrucks). Im Feld sollte dann also eine Zahlenfolge wie diese stehen:

168\.168\.22\.25

Bleibt nur noch eine Frage: Woher bekomme ich meine IP-Adresse? Der Provider teilt sie mir gewöhnlich nicht mit. Auch das ist einfach: Websites wie diese lesen die IP-Adresse des Besuchers (also Deine) aus und zeigen sie an.

aka-aki: Social Networking zum Mitnehmen

Wer in der Stadt unterwegs ist, hat gewöhnlich keinen Rechner dabei, um per XING oder was auch immer seinem Social Networking-Bedürfnis zu fröhnen. Da steht man mitten zwischen Menschen und ist irgendwie – abgeschnitten. Weil man keinen kennt. Die Rettung naht – wenn auch erst in der Betaphase: aka-aki. Damit holt man sich seine Networking-Kontakte auf das Handy. Per Bluetooth prüft es dann, ob sich irgendein Online-Kontakt persönlich und ebenfalls mit dem Handy bewaffnet in der Nähe befindet.

Was zunächst etwas übertrieben klingt, ist ein interessanter Ansatz. Wir alle tauschen uns per Rechner mit Menschen aus, die wir nicht persönlich kennen und freuen uns tierisch, wenn uns der Zufall auf einer real-Life-Treffen zusammenführt. Mit aka-aki kann man dem unbürokratisch nachhelfen.

Entstanden ist das Unternehmen übrigens aus einem Diplomprojekt.
Ach ja:  Ein sympathisches Interview mit den Machern von aka-aki gibt es auf dem ebenfalls brandneuen 01 blog.