Archiv der Kategorie: SEO

… Stunden später …

Der Pulverdampf hat sich verzogen, der Frust ist abgeklungen, ein ersten Resumé zum letzten PageRank-Update ist möglich. Für das Orakel-Blog konnte ich – wie auch andere Seitenbetreiber – feststellen, dass die PR-Anzeige zwar um einen Punkt gefallen ist, die Seiten jedoch weiter gut ranken. Es sind keine Verluste feststellbar, die Zugriffsstatistiken bleiben stabil. Was können wir also aus dieser „Krise“ mitnehmen?

1. Die Korrektur betraf die Offpage-Faktoren, die mE schon zu lange zu hoch bewertet sind und auf die sich die Spammer deshalb konzentriert haben. Während es jedoch in den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung jedem, der einen HTML-Editor bedienen konnte, freistand, seine Metatags mit Keywords vollzustopfen, ist es heute zu einer Kostenfrage geworden, wenn man die Suchmaschinen betrügen will. So wie die Metatags zur Bedeutungslosigkeit herabsanken, weil sie zu leicht zu mißbrauchen waren, war es an der zeit, auch die scheinbar so relevante Beurteilung einer Seite durch inbound links einer kritischen Korrektur zu unterwerfen.

2. Content hat sich wieder einmal als King erwiesen. Seiten mit relevanten Inhalten sind stabil geblieben. Da kann man wohl nicht meckern! Damit bekommen alle die Seitenbetreiber Rückenwind, die in gute Inhalte investieren.

3. Was sich immer noch nicht vollständig geändert hat: Die vorderen Plätze belegen bei Google unterschiedslos auch Websites, die von der technischen Qualität her schlecht sind: Nicht valide, Tabellenlayout, keine Semantik. Es scheint zwar eine leichte Verschiebung zu Gunsten der moderneren Websites gegeben zu haben, doch ist die wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich die onpage-Faktoren jetzt besser durchsetzen können.

Google schlägt zurück

Es war nur eine Frage der Zeit, dass Google sich gegen die massive Zunahme gekaufter Links mit optimierten Linktexten zur Wehr setzt. So haben gerade einige Seiten, die Links verkaufen, massiv an PageRank verloren, was sie dann natürlich für Käufer unattraktiv macht. Wer kauft schon Links von Seiten mit PR0? Suchmaschinen News berichtet über Verluste bei Seiten, die über einen Zwischenhändler Links verkauft haben.
Jill Whalen widmet dem Thema ihren aktuellen Newsletter . Sie wundert sich nicht darüber, dass es Seiten erwischt, die am unteren Rand der Homepage eine Reihe von optimierten Textlinks aufweisen und daher mehr einer Linkfarm ähneln. Man sollte eben nicht zu offensichtlich Links verkaufen.

Dabei fällt sie kein moralisches Urteil über Paid Links, wenn sie auch zugibt, wie sehr sie die Entwicklung frustriert hat, dass in der Vergangenheit gerade zu Begriffen wie „Suchmaschinenoptimierung“ Seiten nach oben kamen, die das nicht mit wirklicher Optimierung, sondern mit bezahlten Verweisen erreicht hatten. „Doch das ist das Geschäft.“ schreibt sie „Jeder hat das Recht, seine Seiten so zu optimieren, wie er es für richtig hält. Und Google darf dann zurückschlagen, wie die es für richtig halten“ (meine Übersetzung). Google hat eben nicht nur ein vitales Interesse daran, dass Werbebudgets in seine Kassen fließen, sondern auch an der Qualität seiner Suchergebnisse.

Die wirklich interessante Frage ist, ob der Verlust an PR nur ein Warnschuss vor den Bug ist und sich ausschließlich in der (sowieso nicht 1:1 umsetzbaren) Anzeige des berühmten grünen Balkens auswirkt, oder ob tatsächlich der PR der betroffenen Seiten fällt und das Ranking fällt. Wer wie Jill keine Links kauft und verkauft, kann sich gemütlich zurücklehnen und zuschauen, was jetzt passiert.

Zweimal SEO

Suchmaschinenoptimierung – immer wieder heiß. Klaus Patzwald (@web) faßt zusammen, was Matt Cutts von Google anläßlich der WordPress-Konferenz zur Suchmaschinenoptimierung von Blogs sagt. Das beruhigende Ergebnis: Tools wie WordPress sind schon hervorragend für suchmaschinenoptimierte Seiten geeignet. Gerade WordPress läßt sich so auch gut als kleines CMS verwenden. Einziger Nachteil für gut strukturierte Blogs wie Worpress sie aufbaut: Artikel kommen unter mehreren URLs vor, sind also duplicate content und können in den Index „Zusätzliche Ergebniosse“ führen, wenn das Blog keinen ausreichend hohen Page Rank hat. PR bleibt also auch deshalb ein wichtiges Erfolgskriterium. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einmal auf den hervorragenden Newsletter von Patzwald hinweisen.

Anderes Thema, auch SEO: Immer mehr werden gekaufte Links für den Suchmaschinenerfolg benutzt. Direkter Linktausch hat sich als durschaubar erwiesen und ist damit nicht mehr so erfolgreich, aber zugekaufte Links lassen sich mit Algorithmen nicht einfach herausfiltern. Laut Christian Mauer von Sumo ist Google zum Handeln gezwungen und biete inzwischen auch die Möglichkeit, bezahlte Links zu melden. Man darf gespannt sein, ob sich das auswirkt. Da am PageRank-Verfahren wohl auch in Zukunft nicht gerüttelt wird, sind einseitige Links welcher Quelle auch immer weiterhin die wichtigste basis für Suchmaschinenerfolg.

SEO-Linkkampagnen selbst gemacht

Hallo und einen herzlichen Gruß an alle Leser(innen) nach meinem Urlaub. Hier geht es jetzt wieder zur Sache. Nachdem ich auch meinem Rechner eine neue Erfahrung gegönnt habe, die ihn auf Dauer sicherlich entspannt (er läuft jetzt unter Linux und schaut nur noch ab und zu in die Windows-Welt zurück), sind wir beide wieder voll bei der sache.

Sasa Ebach, ein seo-orientierter I-Worker, führt Interessierte in die Möglichkeiten ein, mit Googles Suchbefehlen auf die geeigneten Linkpartner für die eigene Website zu kommen.

Nochmal auf Anfang: Die seiteninterne Suchmaschinenoptimierung ist nur die halbe Miete, wenn wir unsere Website in den Suchmaschinen ganz nach vorn bringen wollen. Sog. inbound links, also Verweise von anderen auf unsere Seiten, bringen den Rest des Erfolgs. Aber wie finde ich Linkpartner oder – besser noch – Eintragsmöglichkeiten, die ich selber bedienen kann? Sasa Ebach führt die Google-Suchbefehle vor, mit denen ich nicht nur thematisch verwandte Seiten finde, sondern auch Eintragsseiten von Katalogen und Blogs. Eine schöne Zusammenstellung. Wobei ich auf Foren nicht mehr so viel geben würde, weil Google das auch nicht mehr tut.