Archiv der Kategorie: Marketing

Marketing allgemein

Long tail = Rattenschwanz

Eine schöne Übersetzung. Warum soll auch jeder Artikel über Marketing (Programmierung, Design,… bitte nach Belieben fortsetzen) immer gleich in Denglisch verfaßt werden? Wir sind auch sprachkreativ!

Klaus-Martin Meyer jedenfalls widmet sein Blog www.rattenschwanz.net dem long tail-Phänomen und stellt dort den Rattenschwanz der Woche (vulgo: ein beispielhaftes long-tail-Geschäftsmodell) vor. Ein neues Blog, steht aber schon auf meiner Liste (vulgo: Feedreader).

Marketing-Chance für Ärzte

Jeder sein eigener Arzt: Die Selbstmedikation ist im Zeitalter der Gesundheitsreform ein Thema. Das Internet ist eine Informationsquelle für alle, die sich erst einmal selbst behandeln wollen, bevor sie 10 € für den Arztbesuch und diverse Zuzahlungen für Medikamente riskieren.
Auch der mündige Patient recherchiert im Internet, um sich für das Gespräch beim Arzt vorzubereiten. Wer einmal durch eine überlastete Notaufnahme geschleust wurde oder nach dem Arztbesuch mit Erklärungsbedarf und nicht geheit zurückblieb, weiß, was gemeint ist. Gesundheitsvorsorge, Vorbeugung, Fitness: Alles erfahren wir online.
Woher kommen aber qualifizierte Gesundheitstipps? Eine Studie aus den USA zeigt, dass wir verläßliche Gesundheitsinformationen zuerst von unserem praktischen Arzt erwarten. Leider haben die nur selten eine Website, und wenn, dann steht da nur etwas über „unser Team“ und die Öffnungszeiten. Das hat den Pharmafirmen eine Chance eröffnet: Sie stellen Informationen bereit, die dann von den Patienten über Suchmaschinen gefunden werden. Lieber würden diese aber auf die Website ihres Hausarztes gehen, um sich da zu informieren.
Hausärzte haben den Vertrauensbonus und könnten ihn zur Kundenbindung nutzen. Dafür brauchen sie nur eine Website, die den Patienten die Informationen bietet, die sie erwarten. Auch wenn die amerikanische Studie schon aus juristischen nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar ist: Wer sich gut aufgehoben fühlt und den Arzt als kompetenten Partner wahrnimmt, kommt wieder und akzeptiert auch, wenn er für ihn kostenpflichtige IGeL-Leistungen in Anspruch nehmen sollte. Eine aktuelle, patientenorientierte Website ist der beste Weg dahin.

Unternehmenskommunikation ganz direkt

Schon Existenzgründer und Einzelunternehmer machen sich Gedanken, wie ihr Erscheinungsbild in Bild und Schrift richtig ausgedrückt wird. Visitenkarte, Logo, Briefbogen und Website sehen gut aus und entsprechen dem Corporate Design, Texte passen zur Corporate Identity. Dann kommt das erste Kundengespräch, ein Treffen mit Interessenten oder Partnern.

Benimm war eigentlich lange kein Thema mehr. Wir haben alle gelernt, wie man Messer und Gabel hält bzw. die Gattin des Chefs korrekt anspricht. Aber wer seine letzten Erfahrungen mit dem unbekannten Gegenüber auf einer Studentenfete oder als Referent gemacht hat, ist nicht wirklich bereit, sich ungeschützt vom Rednerpult und kritisch beäugt von allen Anwesenden im persönlichen Kontakt zu bewähren. Wer jetzt nur Knigge liest, hat möglicherweise den Anschluß an moderne Umgangsformen verloren.

Nicht unser Logo, sondern wir selbst und unsere Mitarbeiter machen in erster Linie die Unternehmenskommunikation. Ein falscher Ton beim Telefonat, ein unrichtige Anrede beim Gespräch kann diese Bemühungen zunichte machen. Wir kommen nicht gut rüber. Wer sich unterhaltsam über das richtige Benehmen informieren will, sollte beim Benimm-Coach vorbeischauen.

ReviewMe im Praxistest

Die Meinungen zu bezahltem Blogging gehen auseinander: Was die einen für ein effektives Marketing-Tool halten, ist den anderen Suchmaschinenspam und Gesichtsverlust der gegen Kasse schreibenden Blogger. Aaron Wall, der Betreiber des Suchmaschinenoptimierungs-Blog SEO-Book, hat sich dem Test unter realen Bedingungen unterzogen. Und interessante Erfahrungen gemacht.

Wall vermarktete sein E-Book über Suchmaschinenoptimierung also jetzt über bezahlte Rezensionen.

  • Ein Blogger richtete in seiner Rezension einen Affiliate Link zum E-Book ein – das brachte sofort Bestellungen.
  • Andere gaben wertvolle Hinweise, wie das E-Book mit besserer Darstellung und weiteren Inhalten erfolgreicher sein könnte. Qualifizierte Kritik ist nicht mit Geld zu bezahlen.
  • Ein weiterer Blogger erzählte seine Erfolgsgeschichte durch Suchmaschinenoptimierung und gab den SEO-Book gute Noten. Genau das, was man brauchen kann: Ein glaubhafter Erfahrungsbericht.

Mein Fazit: Solange alle Beteiligten deutlich kommunizieren, wie die Rezension zustande gekommen ist, sehe ich kein Problem in bezahlten Blog-Einträgen. Wieso sollte die (bezahlte) Bewertung einer qualifizierten Person schlechter sein als ein aus dem Bauch heraus geschriebenes Urteil irgendeines Surfers mit zuviel Zeit, der sich in Bewertungs-Plattformen (umsonst) den Frust über den schlechten Kauf von irgendwas von der Seele schreibt? Wir in Deutschland sollten das nochmal überdenken.