Archiv der Kategorie: KMU spezial

Besondere Infos für KMU

Checkliste: Wann brauche ich eine neue Website?

Wer eine Website hat, die in die Jahre gekommen ist, fragt sich, wann der Relaunch fällig ist. Bevor man das Budget für einen neuen Internetauftritt bereitstellt, sollte man sich klarmachen, ob er wirklich nötig ist.

  • Entspricht die alte Website noch aktuellen Sehgwohnheiten?
  • Folgt sie aktuellen Standards?
  • Paßt sie noch zum Unternehmen?

Meine Checkliste Relaunch gibt es jetzt in einer neuen Auflage. Sie stellt die Kriteren bereit, die Euch helfen, eine qualifizierte Entscheidung für oder gegen den Relaunch zu fällen.

Marketing in der Krise

Eben kam ein Stöckchen von Frank Bärmann angeflogen: Er beschäftigt sich aktuell mit der Frage, wie man in der Krise das Marketing steuern soll: mehr oder weniger? Budget zusammenstreichen? Das betrifft uns alle!

Budget zusammenstreichen?

Das ist der erste Gedanke: Wenn die Aufträge zurückgehen, werden zuerst der Werbeetat gesenkt und die Marketingaktivitäten heruntergeschraubt. Diese Kosten sind am einfachsten zu kontrollieren, und ihr Gegenwert ist oft als Erfolg schwer greifbar (es sei denn, man glaubt an den Klick als absoluten Wert). Leider kann man sich genausogut ein Bein abhacken, um den Schuh und die Socken einzusparen (man verzeihe mir den unappetitlichen Vergleich): Wer sein Unternehmen und seinen Produkte nicht sichtbar macht, wer nicht mit dem Kunden kommuniziert, fällt ganz schnell weiter zurück. Das Märchen von der Qualität, die sich auf Dauer durchsetzt, glaubt inzwischen keiner mehr.

Oder was?

Dennoch schrumpft der Markt für viele Produkte und Unternehmen – der Kuchen wird kleiner, weil Kunden

  • etwas Billigeres kaufen
  • etwas Anderes kaufen (z.B. weniger Schnickschnack und Luxus)
  • woanders kaufen (die Discounter haben im letzten Jahr in USA ein dickes Umsatzplus zu Lasten der konventionellen Supermärkte eingefahren)

Weitermachen wie bisher ist keine Lösung.

Neue Produkte

Wenn unsere Produkte nicht mehr so laufen, müssen wir sie neu überdenken. Wenn sich MeToo-Dinge noch vor einem Jahr verkauft haben, ist das heute nicht unbedingt mehr der Fall. Ein neues Produkt ist eine neue Chance. Spätestens in der Flaute sollten wir uns die Zeit nehmen, unser Portfolio zu überarbeiten und etwas zu entwerfen, das USP-Qualitäten hat. Im besten Fall etwas, das die aktuelle Situation mit einbezieht. Das bedeutet nicht, dass Euer neuer Renner nur über den Preis läuft. Es hat wenig Sinn, die Preisspirale nach unten zu drehen, wenn die Kosten den Weg nicht vorgehen.

Neuer Kundennutzen

Es muß aber nicht immer ein neues Produkt sein: Entdecken wir den ganz speziellen Nutzen, den ein Produkt in dieser Situation für unsere Kunden hat. Verändern wir den Blickwinkel und richten wir unser Marketing darauf aus. Mit der Zeit ändert sich ja sowieso der Charakter, den ein Produkt hat: Was heute nur neu ist, kann morgen Statussymbol, Kultobjekt oder Quasi-Standard sein. Man wird es unterschiedlichen Gründen kaufen. Das muß sich auch im Marketing spiegeln.

Neue Marketingstrategien

Wenn das Budget knapper wird, müssen die Mittel besser investiert werden als bisher. Wir wissen zwar immer noch nicht, welche 50% des Werbebudgets wir zum Fenster hinauswerfen, aber wir können unsere Maßnahmen neu überdenken und prüfen, ob sie in einander greifen, aus einem Guß sind. Was nützen Online-Kampagnen, wenn am Ende des Links keine passende Landeseite den Kunden in Empfang nimmt? Wann haben wir zum letzten Mal unser Tracking-Tool oder unsere Logfiles überprüft? Sind unsere Anzeigen professionell und im richtigen Medium platziert? Stellen wir unser Konzept auf den Prüfstand.

Die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sollte ebenfalls eine Rolle spielen. Suchmaschinenoptimierung braucht zwar eine gewisse Anlaufzeit und Aufwand, um zum Erfolg zu führen, verschafft dann aber der Website kostengünstige Sichtbarkeit und entlastet das Werbebudget.

Gerade jetzt sind Professionalität und Zielausrichtung wichtig. Gute Beratung kann helfen, teure Fehler zu vermeiden.

So, jetzt kann das Stöckchen weiterfliegen zu Sebastian Voss, Michael van Laar und Burkhard Schneider.

Freelancer meistern die Krise

Schlägt die Finanzkrise auch in Eurem Geschäftsbereich zu? Bleiben Kunden aus, weil Budgets zusammengestrichen werden? Wieder mal bringt FreelanceSwitch (Autorin: Kristen Fischer) ein paar Anregungen, wie man besser arbeitet und wirtschaftet. Und hoffentlich die Krise meistern.

  1. Betone, was Du für Deinen Kunden tun kannst
    Statt vager Versprechungen kannst du mit knallhartem Kundennutzen punkten. Das zählt gerade dann, wenn Deine Kunden ihr Budget zusammenstreichen. Wer gute Referenzen und originale Kundenstimmen  vorweisen kann, hat die besseren Argumente.
    Mein Tipp: Wer seine Kunden noch nicht um eine ausführliche Empfehlung gebeten hat, sollte es jetzt tun. Erfolge Deiner Kunden sind potentielle Erfolge für Neukunden.
  2. Wirb mit Freebies
    Wer ein E-Book im Schrank hat, sollte es kostenlos zum Download anbieten.  Am besten ganz prominent mit einem Bild auf der Website.
    Mein Tipp: Sehr gute kostenlose Inhalte schaffen nicht nur Vertrauen bei potentiellen Kunden, weil sie Eure Fachkompetenz belegen. Sie  ziehen auch Links auf Eure Website und wirken im besten Fall  als virales Marketing – nicht nur die Suchmaschinen werden das honorieren. Eine gute Investition in Glaubwürdigkeit und PageRank!.
  3. Schreib eine maßgeschneiderte Presseinformation
    Dabei kommt ein Fachartikel gut an, der wertvolle Informationen aus Deinem Bereich enthält. Darunter steht natürlich auch eine Notiz über Dein Unternehmen und der Link zu Deiner Website.
  4. Verdopple Deine Bemühungen
    Nutze nicht nur einen Werbekanal, sondern mehrere. Erreiche Deine Zielgruppe nicht nur auf dem gewohnten Weg, sondern über weitere Medien.
    Mein Tipp: Prüfe dabei genau, welche Medien Deine Zielgruppe wirklich nutzt und welchen sie Vertrauen schenkt. Beachte die Gesetzmäßigkeit der Medien. Wer zusätzlich zum gewohnten  Webmarketing einmal eine Anzeige im Lokalblatt schaltet, kann nicht gewinnen: Anzeigen wirken erst bei mehrfacher Schaltung und das Lokalblatt erreicht vielleicht die Businesskunden nicht, weil sie nur eine Fachpublikation lesen oder  ernst nehmen. Lass Dich beraten – das spart Geld und Nerven.
  5. Nutze Deine Verbindungen – arbeite mit Partnern
    Wenn es nicht gerade ein direkter Konkurrent ist, arbeite mit Partnern zusammen. Gemeinsame Werbung spart Kosten und erreicht auch die Kunden des Werbepartners. Ein Provisionsvertrag motiviert Partner, Dir Kunden zu schicken.
    Mein Tipp: Bau Dir ein Netzwerk auf. Das hättest Du schon lange tun sollen. Im Netzwerk werden Synergieeffekte wirksam, Kompetenzen ergänzen sich und Du kannst Projekte stemmen, für die Du allein nicht einmal ein Angebot abgeben kannst. Such Dir also vertrauenswürdige Netzwerkpartner, die Dein Portfolio ergänzen und mit denen es sich gut arbeiten läßt.
  6. Erhöhe Deinen Stundensatz
    In Zeiten der Krise klingt das komisch, aber  es kommuniziert der Wert Deiner Arbeit. Viele Experten empfehlen, so vorzugehen, denn Kunden wissen, dass sie nur für gutes Geld  gute Leistung bekommen. Kristen Fischer empfiehlt, dies auch einmal auszuprobieren.
    Mein Tipp: Wenn Deine Zielgruppe wirklich Dich als ausgewiesenen Experten sucht, solltest Du schon jetzt Deiner Leistung angemessene Preise haben. Ich glaube aber nicht, dass eine Erhöhung gerade jetzt gut kommuniziert werden kann.

Link: FreelanceSwitch