Archiv der Kategorie: Bloggen

Rund um den Blog

Bloggen für Anfänger

Alle haben mal klein angefangen. Damit Neublogger gleich durchstarten können, hat das UPLOAD Magazin für digitales Publizieren einen Wettbewerb durchgeführt und Beiträge zu unser aller liebster Bildschirmarbeit gesammelt. Neben satirischen Artikeln à la „Wie vermeide ich am besten, Erfolg zu haben“ gibt es jede Menge praktische Tipps.

Sieger ist eine Anleitung für Blogneulinge, wie sie ein sicheres und funktionales WordPress-System aufsetzen. Auch sehr hilfreich, besonders für die Selbstdisziplin: Frank Bueltge mit 10 Punkten, die man vor der Veröffentlichung eines Beitrags beachten sollte. Wie sich überhaupt viele Beiträge nicht mit der Technik im Hintergrund, sondern eher mit der Umsetzung von Ideen, journalistischer Arbeit und gutem Text befassen. Blogs sind eben doch nur ein praktisches Publikationsorgan und keine Spielweise für uns Technikfreaks, die an keinem „Download“-Button vorbeiklicken können.

Wissensmanagement per Blog

Was elitär und abgehoben klingt, leistet trotzdem auch in kleinen Unternehmen notwendige Dienste: Wissensmanagement. Wie meint Wikipedia:
„Wissensmanagement beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, auf die Wissensbasis eines Unternehmens Einfluss zu nehmen. Unter der Wissensbasis eines Unternehmens werden alle Daten und Informationen, alles Wissen und alle Fähigkeiten verstanden, die diese Organisation zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben benötigt.“

Was muß ein Unternehmen wissen?  Kundendaten, Bestellungen, Rechnungen und Termine verwaltet man gewöhnlich über spezialisierte Anwendungen wie Kundendatenbanken, Warenwirtschaftssysteme und Outlook. Daneben gibt es aber viel unstrukturiertes Wissen, Erfahrung, best practice: Die wahren Geheimtipps zur Problemlösung.

Sie lassen sich nur schlecht in eine Tabelle stopfen, da die Anforderungen an die Darstellung der Daten sehr unterschiedlich sind und sie im besten Fall erweiterbar und diskutierbar sein sollen. Hier leistet ein Blog gute Dienste.

  • Es ist anspruchslos in  den Ressourcen und schnell aufgesetzt. Systeme wie WordPress sind in 5 Minuten am Laufen, versprochen!
  • Für ein Intranet kann es ruhig beim mitgelieferten Standardtemplate bleiben
  • Beiträge können mehreren Kategorien zugeordnet werden
  • Kategorien lassen sich hierarchisch ordnen und frei definieren
  • Inhalte sind mit der integrierten Suche gut durchsuchbar
  • Archive geben eine zeitliche, Kategorien eine inhaltliche Navigation durch die Texte
  • Texte können ruhig lang sein und Links, Tabellen, Bilder enthalten: Die Editoren geben das her
  • Das Einstiegsniveau ist wegen der WYSIWYG-Editoren niedrig, Mitarbeiter brauchen keine HTML-Kenntnisse
  • Mehrere Mitarbeiter können Beiträge schreiben
  • Alle Mitarbeiter können Beiträge im Kommentarbereich diskutieren

Sogar Einzelunternehmen profitieren von dieser Art des Wissensmanagements. Ein Blog auf dem Rechner (Webserver vorausgesetzt) und es hat ein Ende mit allen herumfliegenden Zetteln, ToDo-Listen, Checklisten und Projektnotizen. Für alle, die gleich anfangen möchten, ein paar Kategorien gratis:

  • ToDo
    Heute, morgen, diese Woche
  • FAQ
    Was mache ich, wenn das Fax streikt?
  • Checklisten
    Abwicklung erster Kundenkontakt
  • Fragebögen
    Kundenzufriedenheit, Einkaufsverhalten
  • Steuertipps
    Ansparmöglichkeiten für Kleinunternehmen
  • Geschäftsideen
    … hier wird nichts verraten …
  • Tipps zu Software XY (ergänze Word, Outlook usw.)
    Wie richte ich die Kalenderwoche in Outlook ein?
  • Handbücher, Anleitungen
    Drucker mit Toner bestücken
  • Marketingideen
    Messestand auf dem Unternehmerinnentag in XY
  • Textbausteine
    Meine E-Mail-Signatur
  • Corporate Identity Material
    Logo, Broschüre als PDF
  • Produktideen
    … nein, hier gibt es auch kein beispiel, streng geheim ….
  • Meckerkasten, Schwachstellen
    Im Kopierer fehlt immer das Papier. Wer sorgt für das nachlegen?
  • Einkauf, Preisvergleiche
    Mein neuer Drucker soll ein XY sein. Warum, alternative Modelle, was kostet er wo?

P.S. Habt Ihr weitere Kategorien für Wissensmanagement?

P.P.S. Wenn es noch interaktiver sein soll, ist ein WiKi besser. Es erlaubt das Editieren aller Beiträge durch alle und eine systematischere Erstellung z.B. einer FAQ oder eines Handbuchs. Dafür ist die Bedienung weniger intuitiv:

  • Kein WYSIWYG-Editor, sondern Blogcode
  • Bilder und Links einbinden ohne Komfort
  • Statt Kategorien, die automatisch in der Navigation ausgegeben werden, erstellt man die Navigation von Hand oder nutzt die Liste der neuesten Artikel; diese wird vom System erzeugt.

Long tail = Rattenschwanz

Eine schöne Übersetzung. Warum soll auch jeder Artikel über Marketing (Programmierung, Design,… bitte nach Belieben fortsetzen) immer gleich in Denglisch verfaßt werden? Wir sind auch sprachkreativ!

Klaus-Martin Meyer jedenfalls widmet sein Blog www.rattenschwanz.net dem long tail-Phänomen und stellt dort den Rattenschwanz der Woche (vulgo: ein beispielhaftes long-tail-Geschäftsmodell) vor. Ein neues Blog, steht aber schon auf meiner Liste (vulgo: Feedreader).