Archiv der Kategorie: Allgemein

Entscheidungshilfe – Netbook oder Notebook?

Netbooks: Die kleinen, handlichen Rechner zum verträglichen Preis überschwemmen den Markt. Wer sich ein neues (oder zusätzliches) mobiles Gerät anschaffen möchte, schwankt dann zwischen einem Netbook oder einem größeren üblichen Notebook. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Display-Größe.

Entscheidungshilfe leistet die Netzwelt mit einer Kaufberatung für Rechner um 400 €.  In dieser Preisklasse hat das Netbook die Nase vorn. Es ist leichter, hat meist einen entspiegelten Bildschirm und immer ein Betriebssystem im Preis inbegriffen.

Links:

Immer online arbeiten

Wer viel unterwegs ist, per Handy/PDA/Smartphone am Ball bleibt und sich überall mit dem Netbook einloggt, wo man ihm nicht auf die Finger haut, findet in dieser Liste sicher seine Lieblings-Tools. Arbeiten mit dem Internet, immer online:

  • (teamfähige) Kalender
  • ToDo-Listen
  • Social Bookmark-Dienste
  • Feedreader
  • Aggregatoren
  • Notizbücher

Wie zu erwarten war, stammen einige Tools von Google.  Auf meiner persönlichen Liste steht MindMeister – wird am Wochenende gleich mal getestet. Planung läuft bei mir meist mit Mindmaps. Mal sehen, ob die Online-Variante (Basisversion bis 6 Mindmaps ist kostenlos) die Desktop-Tools 2 schlägt.

2Freemind; XMind

Moderne Tagungsformen

BarCamp, Webmontag, Unkonferenz: Wer wissen will, was das ist, findet Begriffserklärungen und etwas zur Geschichte auf T3N. Jetzt könnt Ihr mitreden, mitmachen oder selbst etwas anzetteln. BarCamps sind durchaus businesstauglich!

SilverStripe – das übersichtliche CMS aus Neuseeland

Ein neues Content Management System sollte sich schon mit etwas Besonderem präsentieren, wenn es nicht in der unüberschaubaren Liste der schon bestehenden CMS versinken will. SilverStripe (benannt nach einem großen Schmetterling) tut das: Es behandelt Redakteur wie Programmierer gleich gut.

Die gleichnamige Agentur in Wellington (Neuseeland) stellt SilverStripe derzeit in Version 2.2.3 zur Verfügung (2.3 ist in Vorbereitung). Das CMS ist Open Source und kostenlos. Wie leistungsstark es ist, konnte es im letzten Jahr mit der Website zur Wahlkampagne von Barack Obama belegen, die auf SilverStripe läuft.

Gut für den Administrator

SilverStripe ist über einen geführten Installationsprozess schnell eingerichtet.  Dabei legt man auch einen Admin-Account an und wählt eines von zwei mitgelieferten Templates. Die AJAX-gesteuerte Oberfläche ist aufgeräumt und übersichtlich, wenn auch manche Verhaltensweisen nicht auf den ersten Blick verständlich sind: Fügt man z.B. einen neuen Redakteur hinzu oder ändert einen Account, schließt sich das Fenster nach dem Abspeichern nicht automatisch, man muß es selbst zumachen. Auch das Drag & drop muß erst aktiviert werden, will man die Seiten im Seitenbaum verschieben.

SilverStripe Backend

SilverStripe Backend

Das Backend besteht aus ganzen sieben Hauptmenüpunkten:

  • Seitenbaum: Hier werden die Seiten angelegt und bearbeitet. Zu den Seiten stehen Versionskontrollen und verschiedene Berichte zur Verfügung (neue Seiten, leere Seiten)
  • Dateien & Bilder: Die Medienverwaltung
  • Newsletter:
  • Sicherheit: Die Benutzerverwaltung
  • Kommentare: Verwaltung und Freigabe von Kommentaren. Zu jeder Seite kann ein Kommentarformular zugefügt werden.
  • Statistiken
  • Hilfe

Das System hat alle Basisfunktionen für kleine Websites, läßt sich aber mit Modulen aufbohren, z.B.

  • Blogs
  • Zeitgesteuertes Publizieren
  • Warenkorb und Produktkatalog
  • Daten aus Flickr anzeigen
  • Mehrseitige Formulare
  • Umfragen
  • Social Bookmarks
  • Kalender
  • Redaktionsworkflow
  • Bildergalerie

Die Anzahl der Module hält sich noch in Grenzen – SilverStripe ist ja noch recht neu – , aber es sind schon viele wichtige Funktionen vertreten.

Gut für den Redakteur

Wer sich ohne Admin-Rechte einloggt, sieht noch weniger Menüpunkte und kann sich so auf seine Arbeit konzentrieren. Die Inhalte werden mit einem verbreiteten WYSIWYG-Editor eingegeben, der sich gut konfigurieren läßt: TinyMCE. In der Standardversion lassen sich Inhalte aus Word einfügen (und dabei von überflüssigen Tags reinigen), Flash-Dateien einbinden und Bilder aus der Asset-Verwaltung übernehmen.

Zu jeder Seite stehen weitere Optionen zur Verfügung:

  • Inhalt: Der Editor und die Metatags
  • Verhalten: Hier wird der Seitentyp festgelegt bzw. geändert; man legt fest, ob die Seite in der Suche und im Menü erscheint bzw. auf ihr Kommentare erlaubt sind.
  • ToDo: Hier kommen Notizen zur Seite hinein, die nur der Orientierung des Redakteurs dienen, nicht auf der Seite erscheinen. Sie lassen sich unter „Reporte“ ausgeben.
  • Berichte: Zeigt an, ob Links innerhalb der Website auf diese Seite zeigen.
  • Zugriff: Hier lassen sich passwortgeschützte Seiten definieren.

Ein besonderes Highlight: Jede Seite kann zuerst als Entwurf angelegt werden, veröffentlichte Seiten können wieder als Entwurf offline gestellt, Änderungen zurückgenommen werden: Ein einfaches Staging ist damit möglich.

Und auch gut für den Programmierer

Denn SilverStripe ist objektorientiert programmiert (nach dem MVC-Prinzip). Darunter liegt ein PHP-Framework (Sapphire), das dem Entwickler viel Arbeit abnimmt.

Fazit: Ein vielversprechendes CMS, das sich nicht mit Altlasten aus der Urzeit der PHP-Programmierung abschleppen muß und es Anwendern wie Entwicklern leicht macht, damit zu arbeiten.  Die Einarbeitung läuft dank vieler Tutorials (auch als Video) und einer umfangreichen Dokumentation problemlos.

Links:

Acer Aspire one – mein ständiger Begleiter

Netbooks der 2. Generation sind einfach unschlagbar. Krankten die ersten Zwerge noch daran, dass der Hauptspeicher mager und die Festplatte nicht vorhanden war, gibt es heute nette kleine Arbeitspferde, die bestimmt nie wegen ihres Gewichts daheimbleiben müssen. Mein neuer Begleiter ist ein Acer Aspire One 150L mit

  • Intel Atom (1,6 GHz)
  • 8,9 ‘‘ Display
  • 120 GB Festplatte
  • In nachtblau (edel!, es gibt aber auch andere Farben)
  • und Linpus-Linux (Lite) an Bord
Acer Aspire One Desktop

Acer Aspire One Desktop

Dieses Linux hat eine sehr übersichtliche grafische Oberfläche: Über die Hauptbereiche

  • Verbinden (Firefox, IM, E-Mail-Client usw.)
  • Arbeit (Open Office, Kontaktverwaltung usw.)
  • Spaß (Medien, Spiele, Grafikprogramm usw.) und
  • Dateien (Ordner für Musik und Bilder, Dokumentenbaum usw.)

greift man auf alle wichtigen Bereiche des Rechners intuitiv zu. Unter „Einstellungen“ kann man z.B. zusätzliche WLAN-Verbindungen eintragen – praktisch, wenn man sich unterwegs einloggen will. Was übrigens ganz hervorragend klappt.

Wem das nicht reicht, der kann andere vorinstallierte Anwendungen mit einem rechten Mausklick aufs Desktop erreichen. Hier befinden sich auch die wichtigen Menüpunkte

  • System -> Software hinzufügen/entfernen: Ein einfacher Paketmanager
  • System -> Software-Updater
  • Terminal: Ein Terminal – oder gleich über Alt-F2 aufrufen.

Dem Linux-User steht also auch die übliche Arbeitsumgebung zur Verfügung. Verwaltungsaufgaben auf der Konsole werden wie üblich als su ausgeführt. Wem die Oberfläche zu bunt ist, kann anscheinend auch auf KDE umsteigen, muß aber Geschwindigkeitseinbußen in Kauf nehmen. Ein Webserver läßt sich ebenfalls einrichten – ein KO-Kriterium für alle, die ihre Websites und Entwicklungen live präsentieren möchten, auch wenn gerade kein WLAN verfügbar ist.

Auch sonst ist der Rechner sehr komfortabel, sogar die Tasten sind nicht zu klein. Beim Einstecken von USB-Hardware (Maus, Stick) reagiert er sehr schnell und akzeptiert die neuen Teile ohne Maulen. Die Akkulaufzeit mit dem Standard-Akku liegt deutlich über 2 Stunden, wenn man nicht allzuviel tut – ein E-Book in der Bahn zu lesen ist damit gut möglich. Dennoch steht ein 6-Zellen-Akku, der bis zu 6 Stunden halten soll, schon auf meiner Liste. Spätestens zum nächsten BarCamp!

Fazit: Der Acer Aspire One ist ein praktische kleines Ding, der ein Desktop-Gerät nicht ersetzen kann, weil der Bildschirm für die Arbeit mit vielen offenen Anwendungen einfach zu klein ist. Als Reisebegleiter ist er unersetzlich und sogar handtaschentauglich.
Links: habe ich bei Delicious gesammelt und ergänze sie ständig.