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Alles hat ein Ende …

Webtext schreiben

(Bild: © yeti – Fotolia.com)

Ich verabschiede mich von meinen Lesern und vom Orakelblog. Nach 10 Jahren wird neu sortiert, denn wir sind gewachsen. Jetzt bloggt unser Team auf ambranet.de. Die Themen sind weiterhin:

  • Tipps und Tricks für den Alltag am PC
  • Aktuelles zu sozialen Netzwerken
  • Best Practice für TYPO3, Drupal und WordPress
  • Entwicklung von Erweiterungen für verschiedene Contentsysteme
  • HTML, CSS und jQuery
  • weitere interessante und wissenswerte Themen

Bleibt uns treu und schaut mal wieder herein. Und vielen Dank für Euer Interesse.

Checkliste: Bilder im Internet verwenden (Bild: © seen - Fotolia.com)

Unsere neue Checkliste Bilder ist da!

Man erhält böse Post vom Anwalt und versteht die Welt nicht mehr: „Aber ich hab‘ doch für das Bild gezahlt“. Das ist richtig, heißt aber noch lange nicht in jedem Fall, dass es auch einfach auf der Website veröffentlicht werden darf.

Oder vielleicht wunderst Du dich, dass Deine Seite Plätze in den Google-Suchergebnissen verliert, seit das tolle Bild mit der Superauflösung auf der Homepage steht?

Unsere neue Checkliste rund um die Verwendung von Bildern enthält viele Tipps zu Grafikformaten, Bildern in CMS, SEO durch Bilder und vielem mehr.
Hier geht‘s zur Checkliste auf unserer Website
Hier gibt’s die Checkliste als pdf zum Herunterladen.

Bild: © seen – Fotolia.com

Reputation und Ranking durch guten Content gewinnen

Content-Marketing: Inhalte zählen für Ranking und Reputation (Bild: Fotolia, © LeitnerR)Spätestens seit diesem Jahr zeigt sich, dass interessante, packende Inhalte immer wichtiger für den Suchmaschinenerfolg eines Unternehmens werden: Google bewertet nicht nur Links, die auf eine Seite führen, sondern auch die Tatsache, ob Besucher sie gleich wieder verlassen haben und zu den Suchergebnissen zurückgekehrt sind. Content ist mehr King als zuvor.

Wie kann man Content im Netz für sich nutzen? Du kannst Dir einen guten Ruf aufbauen, der Dich nicht nur für Surfer, sondern durch Links auch für Suchmaschinen interessanter macht. Biete Nutzern immer einen Mehrwert – und denke nicht gleich daran, ob diese als Kunden in Dein Geschäft oder Deinen Onlineshop wiederkommen. Auch andere Zielgruppen sind interessant. Was solltest Du beachten?

Was ist Content und wo kommt er her?

Content ist wertvoller Inhalt – und abhängig von der Plattform, auf der er erscheint. Dies beschränkt sich nicht auf Deine Website oder Blog. Weitere Beispiele für Content:

  • Gastartikel in anderen Blogs
  • Videos
  • Grafiken, besonders Infografiken
  • Kommentare in anderen Blogs und Foren
  • Interviews
  • Podcasts
  • Polls (Umfragen)
  • Verlosungen

Überall dort, wo Du – vor allem kostenlos –  Sinnvolles, Interessantes, Lustiges, Informatives oder Spannendes beiträgst, lieferst Du Content. Ist dieser gut, schärfst Du damit Dein Profil und machst Dir einen Namen bei Nutzern und in der Fachcommunity. An attraktive, nutzerorientierte Themen kommt man gezielt auf verschiedenen Wegen. Frage Dich beispielsweise:

  • Hast Du kürzlich ein kniffliges Problem gelöst?
  • Freust Du dich über eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet?
  • Findest Du eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet kritikwürdig?
  • Kannst Du eine verwirrende Anzahl von Möglichkeiten aufarbeiten und bewerten?
  • Was hat Dir bei der Lösung eines Problems geholfen?
  • Wo kann Deine Community Stolperfallen, gleich welcher Art, vermeiden?
  • Hast Du besonderes Kundenfeedback erhalten?

Diese Fragen liefern Dir eine gute Ausgangsposition für einen Beitrag. Weitere ergiebige Quellen sind

  • Kundengespräche und explizite Kundenumfragen
  • E-Mail-Verkehr mit Kunden
  • Fragen, die Dir auf Twitter, Facebook usw. begegnen
  • Analyse Deines Webtraffics: Analysiere Deine Logfiles oder Dein Webanalytics-Programm auf Suchbegriffe, mit denen Besucher auf Deine Seiten gefunden haben. Da viele Benutzer Suchmaschinen intuitiv bedienen, werden hier manchmal deutlich erkennbare Fragen gestellt (Beispiel hier aus dem Blog: „Kalenderwoche mit Outlook anzeigen“).

Verbreite und vermarkte Deinen Content

Nutze möglichst viele Kanäle bei Platzierung und Vermarktung: Lange Artikel kannst Du in Blogs unterbringen – Deinem eigenen oder als Gastautor in einem anderen. Dein Twitter-Account oder Deine Facebookseite verlangen nach kürzeren und griffigeren Beiträgen. Gerade bei Facebook kannst Du Deine Community gut einbinden. Oder gehe auf YouTube oder Vimeo und platziere ein Video, das ein bekanntes Problem anschaulich löst. Tutorials werden immer gern genommen.

Du hast dich ins Zeug gelegt und einen tollen Blogartikel geschrieben? Sorge dafür, dass er bekannt wird. Einige Möglichkeiten sind

  • Tweet auf Twitter, der dann auch auf Deiner Website erscheint
  • Beitrag auf Facebook und Google+
  • Hinweis in Deiner E-Mail-Signatur
  • Meldung in Deinen News auf der Homepage
  • Hinweis am Ende Deines YouTube-Videos

Das klingt nach viel Arbeit und ist es auch. Dennoch solltest Du hier nicht zu viel automatisieren, um Deine Leser nicht zuzuspammen.

Bleib aktuell – Planung hilft dabei

Aktualität kommt bei Lesern (und Suchmaschinen) gut an: Liefere Deinen Lesern regelmäßig Neues. Wenn ein Blog richtig läuft, sollte mehrmals pro Woche ein Beitrag erscheinen (das kann auch mal ein Gastbeitrag in Deinem Blog sein), Facebook und Twitter solltest Du täglich und möglichst aktuell pflegen.

Statt einen sehr langen Artikel zu veröffentlichen, mache lieber eine kleine Serie daraus. Entwickle einen Redaktionsplan für Deine Veröffentlichungen. Selbstverständlich kannst Du nicht jeden Tweet planen, aber so verankert sich Content fest in Deinem Arbeitsalltag.

Denke an Deine Nutzer

Zunächst: Wir sind im Internet und daher oft weniger förmlich als in der analogen Welt: Das „Du“ ist weitaus verbreiteter als in Offline-Publikationen. Was im Netz wie bei der Zeitung gilt: Eine saubere Rechtschreibung signalisiert, dass Dir die Leser wichtig sind.

  • Du bist Experte auf Deinem Gebiet? Deine Nutzer sind es nicht unbedingt. Wähle Formulierung und Wording passend zur Erfahrung Deiner Zielgruppe(n).
  • Mache Dir zu Beginn ein paar Gedanken zu den Nutzerprofilen, die Du ansprechen möchtest – Fachkollegen, Interessenten, Stammkunden, Informationssuchende.
  • Hole Dir gerade zu spezielleren Themen ruhig eine zweite Meinung von einem Fachfremden ein: Ist der Inhalt verständlich? Wirkt der Text vielleicht zu betulich?
  • Lockere längere Texte mit Fotos, Infografiken oder einem eingebetteten Video auf.
  • Vermeide penetrante Eigenwerbung in Deinem Artikel. Sage dem Leser oder Zuschauer nicht, wie toll Du bist – zeige es durch Deine Beiträge.

Guten Content gibt es nicht umsonst

Nach einiger Zeit überblickst Du den Aufwand für die verschiedenen Kanäle: Content wird Deine Ressourcen beanspruchen, Zeit und/oder Geld (z.B. für externe Kräfte, Lizenzen, eine gute Videokamera). Ein guter Artikel oder ein informatives Video kann mehrere Stunden Herstellungszeit in Anspruch nehmen. Denke daran: Du selbst erkennst lieblose Texte und schlechte Bilder. Traue Deiner Leserschaft dasselbe zu.

Investiere Zeit in Monitoring: Analysiere die Wirkung Deines Contents und steuere Dein Engagement. Tools wie PIWIK oder Google Analytics liefern Dir detaillierte Informationen über Deinen Traffic.

Entwickle juristisches Problembewusstsein

Bei der Veröffentlichung von Content lauern viele juristische Fallstricke. Dies beginnt bei einem einfachen Link und endet bei der Einbindung von Videos. Stelle immer sicher, dass Du das von Dir veröffentlichte Material auch verwenden darfst. Du hast ein Foto gekauft? Das heißt noch lange nicht, dass Du es einfach auf Deiner Website veröffentlichen kannst. Eventuell musst Du dafür extra zahlen, oder Du bist verpflichtet, den Urheber des Fotos an einer bestimmten Stelle zu nennen. Dies ist nur ein Beispiel für Klippen, die Du umschiffen solltest – eine Rechtsberatung können wir Dir selbstverständlich nicht liefern.

Zum Schluss noch ein Tipp

Web ist nicht gleich Print: Wenn Du wissen möchtest, wie Du Webtexte besonders nutzer- und suchmaschinenfreundlich schreibst, wirf einen Blick auf unsere Checkliste Webtext.

Der besondere Charme von Drupal – Teil 1

Drupal LogoEine neue Website steht an? Bevor Ihr Euch für das Content Management System entscheidet, mit dem der Internetauftritt umgesetzt werden soll, bringt ein Blick unter die Haube Euch vielleicht weiter. Nach welchen Kriterien sucht man also am besten das CMS aus? An dieser Stelle geht es um die wichtigsten Kriterien, die man bei der Wahl des CMS anlegen sollte. In der anschließenden Artikelreihe betrachte ich das Open Source CMS Drupal und stelle vor, wie es allgemein gültige Anforderungen abdeckt und für welche speziellen Ziele Drupal sich besonders eignet.

Wie sollte das CMS Eurer Wahl aussehen?

Da wäre einmal das Lizenzmodell. Soll es ein Content Management System sein, das quelloffen und damit frei nutzbar und erweiterbar ist? Das ist eine grundsätzliche Entscheidung, die sich meist über diese Fragen klären läßt:

  1. Passt die Lizenz des angestrebten Systems zu Euren Vorstellungen?
  2. Wie schätzt Ihr die Entwicklungskosten eines z.B. unter GPL stehenden Content Management Systems, das Ihr kostenlos nutzen könnt, gegenüber den Lizenzkosten eines anderen Systems ein? Wie verhalten sich die Entwicklungskosten des einen gegenüber den Lizenzgebühren des anderen Systems?
  3. Wie hoch schätzt Ihr die Probleme und Folgekosten durch ein mögliches vendor lock-in ein? Was also, wenn der Anbieter des CMS dieses nicht mehr weiterentwickelt und auch keine Sicherheitsupdates oder Patches mehr liefert? Ist der Anbieter so verläßlich und so lange am Markt, dass man voraussetzen kann, das es ihn und das CMS noch lange gibt?
  4. Wenn Ihr Euch für Open Source entscheidet: Wie breit ist die Entwickler-Basis des angestrebten CMS? Wie viele Agenturen gibt es, die das System anwenden und weiterentwickeln können? Wenn beide Zahlen hoch sind, sieht es gut aus.
  5. Könnt Ihr mit den Nachteilen von Open Source Software leben? Anders als bei Systemen aus einer Hand kann hier die Qualität gerade der zusätzlichen Module schwanken. Coding Guidelines schaffen zwar Abhilfe, werden aber nicht immer beachtet.
  6. Wollt Ihr die Vorteile von Open Source Software nutzen? Da der Quellcode offen ist und von vielen Programmierern genutzt und weiterentwickelt wird, werden Fehler und Sicherheitslücken oft schnell erkannt und behoben.

Auf Themen wie das gewünschte Betriebssystem bzw. die Serverumgebung, unter dem das CMS laufen soll, oder die Möglichkeit, andere Schnittstellen zu bedienen, gehe ich an dieser Stelle nicht ein. Ich habe meine Wahl schon vor Jahren getroffen. In der Folge geht es also nur um Content Management Systeme, die Open Source sind.

Welche Funktionen werden benötigt?

Im Idealfall hat das CMS Eurer Wahl alle Module, die Ihr jetzt (und in den nächsten Jahren) benötigt, schon an Bord: Seiten, Artikelverwaltung, Forum, Social Media Einbindung usw. Wenn das nicht möglich ist, sollte es Zusatzmodule zur Installation geben, die fehlende Funktionen nachrüsten. Für alles Weitere empfiehlt sich ein System, das über eine API verfügt und damit eine kostengünstige und schnelle Entwicklung auch individueller Funktionen erlaubt.

Wie suchmaschinenfreundlich ist das CMS?

Hier geht es z.B. um die strukturierte und saubere Ausgabe der Inhalte. Eine semantisch korrekte Auszeichnung der Text und Medien sorgt dafür, dass Suchmaschinen die Inhalte optimal indizieren können.
Auch wenn Meta-Tags im engeren Sinne, besonders die Keywords, in der Suchmaschinenoptimierung schon lange keine Rolle mehr spielen, ist eine individuelle Auszeichnung der Seiten (und möglichst auch der Artikel) dennoch von Bedeutung. Auch die Umschreibung der Seitenlinks in suchmaschinenfreundliche Form und die freie Konfigurierbarkeit der Seitentitel ist von Bedeutung. Wenn das von Euch gewählte CMS hier punkten kann, ist es gut.

Wer soll die Website benutzen und pflegen?

Eine flexible Rechteverwaltung kommt dann zum Tragen, wenn im Frontend mehr als eingeloggte und nicht eingeloggte Besucher unterschieden werden sollen oder im Backend nicht nur der Administrator selbst arbeiten soll. Gibt es also eine flexible Benutzerverwaltung, die den Zugriff auf die Inhalte der Website granular regeln lässt?

Nicht unwichtig ist auch, ob die Umgebung, in der die Redakteure arbeiten,

  • nach Bedarf konfiguriert werden kann: wer nur Nachrichten einpflegt, muss keinen Zugriff auf die Benutzerdaten haben.
  • Einen modernen WYSIWYG-Editor bietet, der sich in den Funktionen einschränken läßt.
  • Eine intuitiv benutzbare Medienverwaltung besitzt

In dieser Artikelserie stelle ich Euch die besonderen Fähigkeiten von Drupal in diesen Disziplinen vor. Vielleicht passt es ja für Euch?

Nächste Folgen:

Sichere Passwörter: Woher nehmen …

Passwörter sind eine tägliche Crux. Speziell die unter uns, die sich täglich auf unterschiedlichen Plattformen im Internet bewegen, gerne mal einen neuen Dienst ausprobieren und bei verschiedenen Shops online einkaufen, brauchen jede Menge sichere Passwörter. Es ist klar:

  • Niemals dasselbe Passwort für unterschiedliche Dienste verwenden. Oft ist die E-Mail-Adresse auch der Benutzername. Wenn ein Zugang geknackt ist, sind alle mit demselben Passwort geschützten Zugänge nicht mehr sicher.
  • Das Passwort sollte aus Groß-und Kleinbuchstaben, Ziffern und – wenn es vom Zielsystem erlaubt ist – auch aus Satz- und Sonderzeichen bestehen.
  • Das Passwort sollte lang genug sein. Wer sich für die Geschwindigkeit, mit der Passwörter abhängig von ihrer Länge und der verwendeten Zeichenart geknackt werden können interessiert, wird hier fündig.
  • Viele Anwendungen unterstützen uns schon bei der Einschätzung des Passwortes: Ist die Zeichenkombination stark genug? Ist das Passwort lang genug? Man kann hier zwar die Warnungen ignorieren und trotzdem „12345“ als Passwort eingeben, aber gut ist das nicht.
  • Was garnicht geht: Einfach den Namen des Haustiers oder das Geburtsdatum der Freundin verwenden. Um das zu knacken, braucht man nicht einmal technische Hilfsmittel.

Woher kommen nun die vielen guten, aber dennoch merkbaren Passwörter? Dazu gibt es interessante Vorschläge. Vielleicht passt ja etwas für Euch:

Wer sich dennoch seine Passwörter nicht merken kann, benutzt am besten einen Passwort-Tresor und merkt sich nur noch sein extra starkes Kennwort für diesen. Kostenlos für alle Systeme gibt es z.B. Password-Dragon. Wer mit Linux unterwegs ist, kann auf KWallet zurückgreifen.