Archiv des Autors: Susanna Künzl

Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

Google und die Seitentitel

Der Seitentitel (oben in der Kopfleiste des jeweiligen Browsers zu lesen) wird von Google nicht nur als besonders wichtiger Anhaltspunkt zum Inhalt der Seite angesehen und damit hoch bewertet. Er erscheint gewöhnlich auch als Link auf die betreffende Seite in den Suchergebnissen.Ein wichtiger Grund, den Seitentitel nicht nur mit den Keywords zum Seiteninhalt anzureichern, sondern ihn auch ansprechend zu texten, damit er zum Klick auf das Suchergebnis einlädt.

Anscheinend experimentiert Google aber derzeit nicht nur in seiner Heimat, sondern sogar in Deutschland damit, den Seitentitel nach eigenem Gusto umzuformulieren. Mehr dazu lest Ihr bei @-web.de. Der Autor Klaus Patzwaldt ist selbst betroffen:

  • Linktext bei Google: at-web
  • Seitentitel (title) auf der Zielseite: @-web Suchmaschinen Magazin und Blog

Es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Suchmaschinenoptimierung auswirkt.

So haltet Ihr Eure Zeit unter Kontrolle

Gerade Freelancer und kleine Unternehmen, die nicht über eine umfangreiche Projektmanagement-Software verfügen, stehen täglich vor dem Problem:

  • Wie halten wir unsere Zeit im Griff?
  • Wie überblicken wir verbrauchte Zeitbudgets im Projekt?
  • Wie lange haben wir für den einzelnen Kunden gearbeitet und können ihm das in Rechnung stellen?

Die Tabellenkalkulation ist hier sicher nicht das Mittel, um Zeiten immer und überall produktiv zu erfassen und auszuwerten. Hier kommt mite ins Spiel.

mite zeiterfassung

Zeiten online erfassen und auswerten mit mite

mite ist ein Zeiterfassungstool, mit dem sich Kunden, Projekte, Leistungen und Zeiten online verwalten lassen. Es läuft im Browser und und ist damit plattformunabhängig (ich messe gerade die Zeit, in der ich diesen Artikel schreibe, mit dem Firefox auf dem Mac). Auch eine Version für das iPhone existiert. In den Browsern anderer Smartphones könnt Ihr unterwegs Eure Arbeitszeit erfassen. Wem das nicht reicht, der kann seine Zeiten auch twittern.

Schnellstart: So arbeitet Ihr mit mite

Ihr legt einen Account bei mite an, der für die ersten 30 Tage kostenlos ist und zum Testen einlädt. Für die Zeiterfassung legt Ihr

  • Kunden an, denen Ihr ein oder mehrere
  • Projekte zuweist. Eure Tätigkeiten werden verrechenbare oder nicht verrechenbare
  • Leistungen genannt.

Damit steht das System, Ihr könnt jetzt Zeiteinträge erfassen, die einem Projekt und damit auch dem Kunden zugewiesen sind. Mit dem Anlegen des Zeiteintrags läuft die Stoppuhr. Die stellt Ihr ab, wenn die Aufgabe zum Kaffeeholen unterbrochen wird oder abgeschlossen ist. Seid Ihr vom Kaffeholen zurück und wollt weitermachen, könnt Ihr die Uhr neu starten. Sie läuft weiter.
Das ist schon alles. Ab sofort wisst Ihr schon beim Klick auf einen Tag im Kalender

  • wie lange Ihr gearbeitet habt
  • für welche Kunden und Projekte Ihr diese Zeit aufgewandt habt

Der wirkliche Nutzen: Eure Berichte

Zur Auswertung stehen verschiedene Berichte zur Verfügung. Einige betreffen die persönliche Produktivität:

  • die durchschnittliche Arbeitszeit pro Tag
  • der davon verrechenbare Anteil (wichtig, wichtig)
  • welchen Leistungen Ihr am meisten oder weniger häufig erbracht habt.
  • der durchschnittliche Umsatz pro Tag und Stunde.

Andere betreffen Eure Kunden und Projekte
Zeiten:

  • Filtert die Einträge nach Kunde, Projekt, Leistung uam.
  • So erhaltet Ihr beispielsweise die Liste aller für einen Kunden erbrachten Leistungen mit der Abrechnung.

Projekte:
In der Liste der laufenden Projekte wählt Ihr das Benötigte aus. Diese Informationen findet Ihr übersichtlich aufbereitet

  • Projektstatus und -dauer
  • Arbeitsdauer
  • Leistungsarten mit aufgewandter Zeit und Berechnung
  • Arbeitszeit und verrechenbare Arbeitszeit
  • durchschnittliche Zeit, die Ihr pro Tag und Woche mit dem Projekt zugebracht habt.

Die Reports könnt Ihr ausdrucken und exportieren (wenn Ihr dem Kunden doch lieber eine Excel-File mit der Abrechnung zuschicken möchtet).

Was sonst noch gut passt

  • Wenn Ihr im Team arbeitet, könnt Ihr Eurem Account neue Mitglieder hinzufügen und gemeinsam die Projekte verwalten. Pro Person und Monat sind 5 € fällig. Das ist klar und übersichtlich.
  • Ihr könnt Backups als XML-Datei herunterziehen.
  • Die Anmeldung klappt auch über SSL.

Mein Fazit: Es arbeitet sich herrlich einfach mit mite. Und man kann nicht nur Kundenprojekte, sondern alle Arbeitszeit, die im Unternehmen anfällt, beobachten. So erhält man schnell einen Überblick über die eigene Produktivität.
So, Zeit, die Stoppuhr abzuschalten. Wie lange ich für diesen Artikel gebraucht habe, verrate ich aber nicht.

Links:

Pause beendet – das Orakelblog lebt

Dieses Blog hatte eine längere Auszeit. Zeit, die ich für ambranet gebraucht habe. Es gab eine Neugründung und einen Website-Relaunch (Drupal statt TYPO3) und viele interessante Projekte, die mich gebunden haben.
Ich habe das Orakelblog vermißt! Ab sofort gibt es hier also wieder Informationen zur produktiven Nutzung des Internets und ein paar Tipps für die Kollegen.

Danke für Eure Geduld – Wir sehen uns!

Was bringt ein Blog für Suchmaschinenoptimierung?

Wir schreiben das Jahr 2009 und immer noch halten sich hartnäckige Gerüchte, dass man nur ein Blog starten muß, um mit Links aus diesem Blog die eigene Website in den Suchergebnissen nach oben zu treiben. Hausgemachter Link-Juice – kann das klappen?

Blogs sind per se aktueller als normale Unternehmenswebsites. Kein Wunder – im Blog ist das Erstellen neuer Inhalte für jedermann einfach machbar. Auch technisch unbedarfte Mitarbeiter können sich im O-Ton äußern. Aber Aktualität macht noch keinen Page Rank. Ein Link vom unbekannten, selbst nicht verlinkten Blog auf eine Website sagt Google nicht viel und bringt damit auch keinen Erfolg für das Ranking der Zielseite. Jill Whalens Newsletter bringt es auf den Punkt: Ein Blog kann nur dann für mehr Sichtbarkeit der Hauptwebsite in den Suchmaschinen sorgen, wenn es selbst gut verlinkt ist.

Und das geht am besten durch einen ganz natürlichen Vorgang: Ein interessantes Blog, in dem oft hochwertige Inhalte erscheinen,  wird gelesen und oft weiterempfohlen, es zieht Links auf sich. Oft werden diese Links selbst aus einem Umfeld kommen, das inhaltlich gut zum Blog paßt: In einem Artikel über Selbstmanagement verweise ich am ehesten auf Blogs und Blogbeiträge, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen. Davon geht auch Google aus und bewertet die Inhalte der verlinkenden Seite bei der Einschätzung des Links mit. Links in wahllosen Linklisten oder gekaufte Links von einer thematisch nicht passenden Seite sind deshalb nicht so erfolgreich wie natürliche Links, die aus einer thematisch entsprechenden Seite auf eine andere führen.

Wer erwägt, ob er im Marketingmix auch ein Blog verwenden möchte, sollte also beachten

  • dass nur Qualität langfristig zum Suchmaschinenerfolg führt, weil nur interessante Inhalte den Leser motivieren, sie weiterzuempfehlen.
  • dass oft aktualisierte Blogs Googles Indizierungsprogramme anziehen und neue Beiträge erst einmal einen gewissen Bonus haben, aber admit allein noch kein gutes Ranking verbunden ist.
  • dass langfristig aufgebaute qualitätvolle Inhalte bei Lesern und Suchmaschinen den besten Erfolg haben.

TYPO3 und Google Maps

Eine Google Map anzulegen ist kein Geheimnis: Key bei Google anfordern, das Javascript im Seitenkopf einbinden und irgendwo im Inhalt den Bereich einfügen, der dann mit der Google Map gefüllt wird. Auch in TYPO3 ist das mit ein paar Zeilen Typoscript erledigt.

Was aber, wenn zwei Domains auf dieselbe TYPO3-Website zeigen? Das passiert gar nicht so selten, weil sich viele Unternehmen alle Top Level Domains ihres Namens sichern, also *.de, *.net, *.com usw. Google API Keys lassen sich aber nur über eine Domain ansprechen; wird dieselbe Seite mit der Anfahrtsbeschreibung über meinunternehmen.de statt über meinunternehmen.com angesprochen, wenn der Key für die COM-Domain ausgestellt wurde, bekommt man nur einen freundlichen Hinweis von Google, das der Schlüssel für diese Domain nicht gilt.

Ein zweiter Schlüssel für die DE-Domain ist schnell bei Google erstellt, jetzt muß nur noch TYPO3 wissen, wie es den richtigen Schlüssel zur aufrufenden Domain benutzt. Mit diesen Conditions läßt sich das schnell regeln:

  1. page.headerData.100 = TEXT
  2. [globalString = ENV:HTTP_HOST=www.meinunternehmen.de]
  3. page.headerData.100.value (
  4. … hier kommt der Code mit dem Key für die DE-Domain
  5. )
  6. [globalString = ENV:HTTP_HOST=www.meinunternehmen.com]
  7. page.headerData.100.value (
  8. … hier kommt der Code mit dem Key für die COM-Domain
  9. )
  10. [GLOBAL]

Nicht vergessen: In geschweiften Klammern funktionieren die Bedingungen nicht, also immer den ganzen Pfad von der Seiten-Definition an ausschreiben. Für alle, die es genau wissen wollen: Details zu den Conditions gibt’s hier. Ein Aufruf über „HTTP_HOST“ allein, wie es auch die TSRef  angibt, reicht allerdings nicht, um die Variable auszulesen. In die API von Google Maps kann man sich hier einlesen und viele Codebeispiele einfach anpassen.