Archiv des Autors: Alexander Künzl

Checkliste: Bilder im Internet verwenden (Bild: © seen - Fotolia.com)

Unsere neue Checkliste Bilder ist da!

Man erhält böse Post vom Anwalt und versteht die Welt nicht mehr: „Aber ich hab‘ doch für das Bild gezahlt“. Das ist richtig, heißt aber noch lange nicht in jedem Fall, dass es auch einfach auf der Website veröffentlicht werden darf.

Oder vielleicht wunderst Du dich, dass Deine Seite Plätze in den Google-Suchergebnissen verliert, seit das tolle Bild mit der Superauflösung auf der Homepage steht?

Unsere neue Checkliste rund um die Verwendung von Bildern enthält viele Tipps zu Grafikformaten, Bildern in CMS, SEO durch Bilder und vielem mehr.
Hier geht‘s zur Checkliste auf unserer Website
Hier gibt’s die Checkliste als pdf zum Herunterladen.

Bild: © seen – Fotolia.com

Reputation und Ranking durch guten Content gewinnen

Content-Marketing: Inhalte zählen für Ranking und Reputation (Bild: Fotolia, © LeitnerR)Spätestens seit diesem Jahr zeigt sich, dass interessante, packende Inhalte immer wichtiger für den Suchmaschinenerfolg eines Unternehmens werden: Google bewertet nicht nur Links, die auf eine Seite führen, sondern auch die Tatsache, ob Besucher sie gleich wieder verlassen haben und zu den Suchergebnissen zurückgekehrt sind. Content ist mehr King als zuvor.

Wie kann man Content im Netz für sich nutzen? Du kannst Dir einen guten Ruf aufbauen, der Dich nicht nur für Surfer, sondern durch Links auch für Suchmaschinen interessanter macht. Biete Nutzern immer einen Mehrwert – und denke nicht gleich daran, ob diese als Kunden in Dein Geschäft oder Deinen Onlineshop wiederkommen. Auch andere Zielgruppen sind interessant. Was solltest Du beachten?

Was ist Content und wo kommt er her?

Content ist wertvoller Inhalt – und abhängig von der Plattform, auf der er erscheint. Dies beschränkt sich nicht auf Deine Website oder Blog. Weitere Beispiele für Content:

  • Gastartikel in anderen Blogs
  • Videos
  • Grafiken, besonders Infografiken
  • Kommentare in anderen Blogs und Foren
  • Interviews
  • Podcasts
  • Polls (Umfragen)
  • Verlosungen

Überall dort, wo Du – vor allem kostenlos –  Sinnvolles, Interessantes, Lustiges, Informatives oder Spannendes beiträgst, lieferst Du Content. Ist dieser gut, schärfst Du damit Dein Profil und machst Dir einen Namen bei Nutzern und in der Fachcommunity. An attraktive, nutzerorientierte Themen kommt man gezielt auf verschiedenen Wegen. Frage Dich beispielsweise:

  • Hast Du kürzlich ein kniffliges Problem gelöst?
  • Freust Du dich über eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet?
  • Findest Du eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet kritikwürdig?
  • Kannst Du eine verwirrende Anzahl von Möglichkeiten aufarbeiten und bewerten?
  • Was hat Dir bei der Lösung eines Problems geholfen?
  • Wo kann Deine Community Stolperfallen, gleich welcher Art, vermeiden?
  • Hast Du besonderes Kundenfeedback erhalten?

Diese Fragen liefern Dir eine gute Ausgangsposition für einen Beitrag. Weitere ergiebige Quellen sind

  • Kundengespräche und explizite Kundenumfragen
  • E-Mail-Verkehr mit Kunden
  • Fragen, die Dir auf Twitter, Facebook usw. begegnen
  • Analyse Deines Webtraffics: Analysiere Deine Logfiles oder Dein Webanalytics-Programm auf Suchbegriffe, mit denen Besucher auf Deine Seiten gefunden haben. Da viele Benutzer Suchmaschinen intuitiv bedienen, werden hier manchmal deutlich erkennbare Fragen gestellt (Beispiel hier aus dem Blog: „Kalenderwoche mit Outlook anzeigen“).

Verbreite und vermarkte Deinen Content

Nutze möglichst viele Kanäle bei Platzierung und Vermarktung: Lange Artikel kannst Du in Blogs unterbringen – Deinem eigenen oder als Gastautor in einem anderen. Dein Twitter-Account oder Deine Facebookseite verlangen nach kürzeren und griffigeren Beiträgen. Gerade bei Facebook kannst Du Deine Community gut einbinden. Oder gehe auf YouTube oder Vimeo und platziere ein Video, das ein bekanntes Problem anschaulich löst. Tutorials werden immer gern genommen.

Du hast dich ins Zeug gelegt und einen tollen Blogartikel geschrieben? Sorge dafür, dass er bekannt wird. Einige Möglichkeiten sind

  • Tweet auf Twitter, der dann auch auf Deiner Website erscheint
  • Beitrag auf Facebook und Google+
  • Hinweis in Deiner E-Mail-Signatur
  • Meldung in Deinen News auf der Homepage
  • Hinweis am Ende Deines YouTube-Videos

Das klingt nach viel Arbeit und ist es auch. Dennoch solltest Du hier nicht zu viel automatisieren, um Deine Leser nicht zuzuspammen.

Bleib aktuell – Planung hilft dabei

Aktualität kommt bei Lesern (und Suchmaschinen) gut an: Liefere Deinen Lesern regelmäßig Neues. Wenn ein Blog richtig läuft, sollte mehrmals pro Woche ein Beitrag erscheinen (das kann auch mal ein Gastbeitrag in Deinem Blog sein), Facebook und Twitter solltest Du täglich und möglichst aktuell pflegen.

Statt einen sehr langen Artikel zu veröffentlichen, mache lieber eine kleine Serie daraus. Entwickle einen Redaktionsplan für Deine Veröffentlichungen. Selbstverständlich kannst Du nicht jeden Tweet planen, aber so verankert sich Content fest in Deinem Arbeitsalltag.

Denke an Deine Nutzer

Zunächst: Wir sind im Internet und daher oft weniger förmlich als in der analogen Welt: Das „Du“ ist weitaus verbreiteter als in Offline-Publikationen. Was im Netz wie bei der Zeitung gilt: Eine saubere Rechtschreibung signalisiert, dass Dir die Leser wichtig sind.

  • Du bist Experte auf Deinem Gebiet? Deine Nutzer sind es nicht unbedingt. Wähle Formulierung und Wording passend zur Erfahrung Deiner Zielgruppe(n).
  • Mache Dir zu Beginn ein paar Gedanken zu den Nutzerprofilen, die Du ansprechen möchtest – Fachkollegen, Interessenten, Stammkunden, Informationssuchende.
  • Hole Dir gerade zu spezielleren Themen ruhig eine zweite Meinung von einem Fachfremden ein: Ist der Inhalt verständlich? Wirkt der Text vielleicht zu betulich?
  • Lockere längere Texte mit Fotos, Infografiken oder einem eingebetteten Video auf.
  • Vermeide penetrante Eigenwerbung in Deinem Artikel. Sage dem Leser oder Zuschauer nicht, wie toll Du bist – zeige es durch Deine Beiträge.

Guten Content gibt es nicht umsonst

Nach einiger Zeit überblickst Du den Aufwand für die verschiedenen Kanäle: Content wird Deine Ressourcen beanspruchen, Zeit und/oder Geld (z.B. für externe Kräfte, Lizenzen, eine gute Videokamera). Ein guter Artikel oder ein informatives Video kann mehrere Stunden Herstellungszeit in Anspruch nehmen. Denke daran: Du selbst erkennst lieblose Texte und schlechte Bilder. Traue Deiner Leserschaft dasselbe zu.

Investiere Zeit in Monitoring: Analysiere die Wirkung Deines Contents und steuere Dein Engagement. Tools wie PIWIK oder Google Analytics liefern Dir detaillierte Informationen über Deinen Traffic.

Entwickle juristisches Problembewusstsein

Bei der Veröffentlichung von Content lauern viele juristische Fallstricke. Dies beginnt bei einem einfachen Link und endet bei der Einbindung von Videos. Stelle immer sicher, dass Du das von Dir veröffentlichte Material auch verwenden darfst. Du hast ein Foto gekauft? Das heißt noch lange nicht, dass Du es einfach auf Deiner Website veröffentlichen kannst. Eventuell musst Du dafür extra zahlen, oder Du bist verpflichtet, den Urheber des Fotos an einer bestimmten Stelle zu nennen. Dies ist nur ein Beispiel für Klippen, die Du umschiffen solltest – eine Rechtsberatung können wir Dir selbstverständlich nicht liefern.

Zum Schluss noch ein Tipp

Web ist nicht gleich Print: Wenn Du wissen möchtest, wie Du Webtexte besonders nutzer- und suchmaschinenfreundlich schreibst, wirf einen Blick auf unsere Checkliste Webtext.