Ich lasse twittern

TwitterNein, meine Tweets kommen immer noch von mir persönlich. Wenigstens der Inhalt. Nur das Abschicken zur passenden Zeit überlasse ich einem Twitter-Client, der zeitversetzt senden kann.

Twittern heisst für mich nicht: Meine persönliche Befindlichkeit zu jeder Zeit direkt an meine Follower ausgeben, egal, wer gerade da draußen noch (oder schon) online ist. Besser sind Nachrichten mit Nutzwert für Follower. Wenn ich früh morgens am Rechner sitze und mir die besten Gedanken kommen (oder gerade die Nachrichten aus einer anderen Zeitzone aufschlagen), kann ich das zwar twittern, aber meine Follower schlafen dann noch.

Was im privaten Bereich nur nutzlos ist, kann im Geschäftsleben schädlich sein: Eine mit Twitter unterstützte Marketingkampagne, die nur Budget (in Zeit und Geld) verbraucht, aber die Zielgruppe verfehlt, weil die noch nicht oder nicht mehr wach ist.

Hier hilft ein Twitter-Client, mit dem man Tweets vorbereiten und zeitgesteuert abschicken kann. Die Auswahl ist so groß wie die Bandbreite der angebotenen Funktionen. Eine etwas ältere Zusammenstellung oft kostenloser Programme findet sich bei Dr. Web. Einige können zeitversetzt twittern, manche auch Nachrichten in Abständen wiederholt verschicken (z.B. Twaitter). Manche verwalten einen Twitter-Account, andere mehrere. Oft kann man sich mit dem Twitter-Account auch beim Client anmelden, muss also keinen separaten zugang verwalten.

Mein persönlicher Favorit ist TweetDeck: Ein mächtiger Twitter-Client für das Desktop, der unter anderem auch zeitversetzt senden kann. Um diese Funktion zu nutzen, muss allerdings ein  Account bei TweetDeck angelegt werden. Dann läßt sich bei jedem Tweet entscheiden, ob man ihn gleich verschicken oder lieber für einen späteren Zeitpunkt vormerken will. TweetDeck gibt es für Windows, Mac und Linux und in verschiedenen mobilen Versionen.

2 Gedanken zu „Ich lasse twittern

  1. Heike

    Ich glaube nicht das es Twitter und FB noch lange gibt. Immer mehr User merken langsam das es da kaum Mehrwert gibt. Ich verzichte mittlerweile ganz darauf

  2. Susanna Künzl Beitragsautor

    @Heike: Ich denke mal, dass die Nutzung von Twitter, Facebook und Co. vom persönlichen Kommunkationsverhalten, aber auch von der Zielgruppe abhängt. Man muss schon genau wissen, ob es da draußen jemand gibt, der sich für die Tweets interessiert. Für viele ist es einfach ein nützlicher Marketingkanal, mit dem sie auf die eigene Website, neue Blogartikel oder einfach aktuelle Unternehmensnachrichten aufmerksam machen.

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