Freelancer meistern die Krise

Schlägt die Finanzkrise auch in Eurem Geschäftsbereich zu? Bleiben Kunden aus, weil Budgets zusammengestrichen werden? Wieder mal bringt FreelanceSwitch (Autorin: Kristen Fischer) ein paar Anregungen, wie man besser arbeitet und wirtschaftet. Und hoffentlich die Krise meistern.

  1. Betone, was Du für Deinen Kunden tun kannst
    Statt vager Versprechungen kannst du mit knallhartem Kundennutzen punkten. Das zählt gerade dann, wenn Deine Kunden ihr Budget zusammenstreichen. Wer gute Referenzen und originale Kundenstimmen  vorweisen kann, hat die besseren Argumente.
    Mein Tipp: Wer seine Kunden noch nicht um eine ausführliche Empfehlung gebeten hat, sollte es jetzt tun. Erfolge Deiner Kunden sind potentielle Erfolge für Neukunden.
  2. Wirb mit Freebies
    Wer ein E-Book im Schrank hat, sollte es kostenlos zum Download anbieten.  Am besten ganz prominent mit einem Bild auf der Website.
    Mein Tipp: Sehr gute kostenlose Inhalte schaffen nicht nur Vertrauen bei potentiellen Kunden, weil sie Eure Fachkompetenz belegen. Sie  ziehen auch Links auf Eure Website und wirken im besten Fall  als virales Marketing – nicht nur die Suchmaschinen werden das honorieren. Eine gute Investition in Glaubwürdigkeit und PageRank!.
  3. Schreib eine maßgeschneiderte Presseinformation
    Dabei kommt ein Fachartikel gut an, der wertvolle Informationen aus Deinem Bereich enthält. Darunter steht natürlich auch eine Notiz über Dein Unternehmen und der Link zu Deiner Website.
  4. Verdopple Deine Bemühungen
    Nutze nicht nur einen Werbekanal, sondern mehrere. Erreiche Deine Zielgruppe nicht nur auf dem gewohnten Weg, sondern über weitere Medien.
    Mein Tipp: Prüfe dabei genau, welche Medien Deine Zielgruppe wirklich nutzt und welchen sie Vertrauen schenkt. Beachte die Gesetzmäßigkeit der Medien. Wer zusätzlich zum gewohnten  Webmarketing einmal eine Anzeige im Lokalblatt schaltet, kann nicht gewinnen: Anzeigen wirken erst bei mehrfacher Schaltung und das Lokalblatt erreicht vielleicht die Businesskunden nicht, weil sie nur eine Fachpublikation lesen oder  ernst nehmen. Lass Dich beraten – das spart Geld und Nerven.
  5. Nutze Deine Verbindungen – arbeite mit Partnern
    Wenn es nicht gerade ein direkter Konkurrent ist, arbeite mit Partnern zusammen. Gemeinsame Werbung spart Kosten und erreicht auch die Kunden des Werbepartners. Ein Provisionsvertrag motiviert Partner, Dir Kunden zu schicken.
    Mein Tipp: Bau Dir ein Netzwerk auf. Das hättest Du schon lange tun sollen. Im Netzwerk werden Synergieeffekte wirksam, Kompetenzen ergänzen sich und Du kannst Projekte stemmen, für die Du allein nicht einmal ein Angebot abgeben kannst. Such Dir also vertrauenswürdige Netzwerkpartner, die Dein Portfolio ergänzen und mit denen es sich gut arbeiten läßt.
  6. Erhöhe Deinen Stundensatz
    In Zeiten der Krise klingt das komisch, aber  es kommuniziert der Wert Deiner Arbeit. Viele Experten empfehlen, so vorzugehen, denn Kunden wissen, dass sie nur für gutes Geld  gute Leistung bekommen. Kristen Fischer empfiehlt, dies auch einmal auszuprobieren.
    Mein Tipp: Wenn Deine Zielgruppe wirklich Dich als ausgewiesenen Experten sucht, solltest Du schon jetzt Deiner Leistung angemessene Preise haben. Ich glaube aber nicht, dass eine Erhöhung gerade jetzt gut kommuniziert werden kann.

Link: FreelanceSwitch

3 Gedanken zu „Freelancer meistern die Krise

  1. Steffi

    Also die Preise jetzt zu erhöhen, fände ich auch falsch. Man muss doch von Anfang an eine gewisse Kalkulation aufgestellt haben, sonst hätte man ja gar nicht überleben können. Aber die Preise jetzt anzuheben, sieht für mich so aus, als müsse man sich jetzt, da es weniger Kunden gibt, von denen komplett ernähren, ohne dafür mehr Arbeit für diese leisten zu wollen. Also reine Mogelpackung, so kann kein Unternehmen funktionieren. Die Kundenbewertungen sind eine gute Idee, wenn es da nicht immer wieder die Probleme mit dem Datenschutz und oft geheimen Projekten gäbe…

  2. Marcell

    Ich hätte ein paar allg. Anregungen zum Geschäft. Ich betreibe schon länger ein Geschäft und habe auch eine gewisse Erfahrung auf diesem Gebiet. Ich kann nur empfehlen, die Preise etwas höher anzusetzen, als man es eigentlich möchte. Denn, dann kann man mit dem Preis immer etwas runter gehen und der Kunde freut sich. Wichtig ist aber, dass man das genau vorher kalkuliert. Denn ohne rechnen geht es nun mal nicht.

    Steffi? Warum sollte es mit dem Datenschutz Probleme geben bei den Kundenbewertungen? Man muss doch nicht alles preisgeben. Ich denke, dass man da durchaus eine Lösung finden könnte, denn es ist wirklich eine gute Idee.

  3. Susanna Künzl Beitragsautor

    @Steffi: Ich sehe da keine Probleme. Wenn man professionell eine Empfehlung erfragt, kann man gleich um die Freigabe zur Publikation bitten. Wenn der Kunde zustimmt (möglichst schriftlich), steht der Veröffentlichung auf der Website nichts im Wege.

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