Gimp lernen

Seit ich mein System auf Linux umgestellt habe, bearbeite ich Bilder mit Gimp und lege auch die Weblayouts damit an. Gimp – das ist nicht irgendein kleines Grafik- Tool, sondern die Open-Source-Alternative für Schwergewichte wie Photoshop oder das schlankere Fireworks. Auch für den privaten Nutzer ist Gimp empfehlenswert, da sich Bilder aus der Digitalkamera oder vom Scanner weitreichend bearbeiten lassen.
Gimp gibt es kostenlos zum Download (natürlich auch für Mac und Windows), auch die mitgelieferte Dokumentation ist recht ausführlich. Wer schnell eine systematische Einführung in alle Module (Gimp-O-Ton: Dialoge) sucht und die Wirkung der Filter und Befehle auf seine Daten am Beispiel kennen lernen möchte, braucht dann doch dieses Buch:

Bettina K. Lechner, Gimp ab Version 2.4 (Addison-Wesley 2008)

Frau Lechner beginnt mit der Arbeitsoberfläche von Gimp, die – wie bei allen Grafikprogrammen – individuell gestaltet ist und den Umstieg von einem anderen Programm nicht leicht macht. Sie stellt die Funktionen von Gimp an detailliert bebilderten, nachvollziehbaren Beispielen vor (Vorher-Nachher-Darstellung). Immer wieder fügt sie Exkurse zu Grundbegriffen der Bildbearbeitung am Computer ein und erklärt Farbmodelle, Ebenen und Masken. Das macht das Buch besonders für den Einsteiger unentbehrlich.

In einem zweiten Teil könnt Ihr Tutorials nacharbeiten, die sich jeweils einer sehr begrenzten Fragestellung widmen und sich so wohltuend von vielen Anleitungen unterscheiden, die zuviel auf einmal vorstellen wollen. Viele Bilder der Phasen des Projekts und eine Auflistung der verwendeten Tools (die sich in Teil 1 des Buchs nachschlagen lassen), stellen die logische Verbindung her und erleichtern die Arbeit.

Immer wieder verweist die Autorin auf Erweiterungen des Programms, ob es sich um selbst erstellte Muster oder zugeladene Plugins handelt. Im Anhang findet Ihr alles zu Installation, Informationsquellen und Links.

Fazit: Ein gutes Programm und ein empfehlenswertes Buch zur Einarbeitung.

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

2 Gedanken zu „Gimp lernen

  1. ChrisR

    Ich denke Gimp wird oft unterschätzt. Wenn man sich mal eingewöhnt hat ist es meiner Meinung nach Photoshop zumindest ebenbürtig. Gewöhnungsbedürftig fand ich am anfang nur die vielen Module, die man sich selbst auf dem Bildschirm passend zurecht rücken muß.

    Das empfohlene Buch hab ich übrigens auch gekauft. Das ist gerade zum Einstieg in Gimp perfekt.

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