… Stunden später …

Der Pulverdampf hat sich verzogen, der Frust ist abgeklungen, ein ersten Resumé zum letzten PageRank-Update ist möglich. Für das Orakel-Blog konnte ich – wie auch andere Seitenbetreiber – feststellen, dass die PR-Anzeige zwar um einen Punkt gefallen ist, die Seiten jedoch weiter gut ranken. Es sind keine Verluste feststellbar, die Zugriffsstatistiken bleiben stabil. Was können wir also aus dieser „Krise“ mitnehmen?

1. Die Korrektur betraf die Offpage-Faktoren, die mE schon zu lange zu hoch bewertet sind und auf die sich die Spammer deshalb konzentriert haben. Während es jedoch in den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung jedem, der einen HTML-Editor bedienen konnte, freistand, seine Metatags mit Keywords vollzustopfen, ist es heute zu einer Kostenfrage geworden, wenn man die Suchmaschinen betrügen will. So wie die Metatags zur Bedeutungslosigkeit herabsanken, weil sie zu leicht zu mißbrauchen waren, war es an der zeit, auch die scheinbar so relevante Beurteilung einer Seite durch inbound links einer kritischen Korrektur zu unterwerfen.

2. Content hat sich wieder einmal als King erwiesen. Seiten mit relevanten Inhalten sind stabil geblieben. Da kann man wohl nicht meckern! Damit bekommen alle die Seitenbetreiber Rückenwind, die in gute Inhalte investieren.

3. Was sich immer noch nicht vollständig geändert hat: Die vorderen Plätze belegen bei Google unterschiedslos auch Websites, die von der technischen Qualität her schlecht sind: Nicht valide, Tabellenlayout, keine Semantik. Es scheint zwar eine leichte Verschiebung zu Gunsten der moderneren Websites gegeben zu haben, doch ist die wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich die onpage-Faktoren jetzt besser durchsetzen können.

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

6 Gedanken zu „… Stunden später …

  1. Susanna Künzl Beitragsautor

    Da hängen eben ganze Geschäftszweige dran, kein Wunder, dass die WWW-Welt tobt.

  2. Handy Blogger

    Was mich interessieren würde, sind Aussagen von (stark) betroffenen Webmastern, deren PR um 2-3 Punkte gefallen ist. Ist tatsächlich der Traffic eingebrochen, oder ist wirklich nur der PR gefallen?

  3. Sven

    Ich denke man sollte die Kirche im Dorf lassen. Jetzt hat Google mal einige Seiten abgestraft und schon spielt die Internetwelt verrückt. Ich denke letzenendes hat sich der PR geändert aber die Abstrafung wird keinerlie Folgen für die Seiten haben. Ich glaube nicht, dass sie jetzt auf der schwarzen Liste stehen.

  4. Susanna Künzl Beitragsautor

    Es geht auch nicht um die schwarze Liste, aber sollte sich der PR-Verlust der Verkäufer-Seiten auf das Ranking der Link-Käufer auswirken, hat das natürlich auf einen Shop schon gewaltige Auswirkungen.

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