Google schlägt zurück

Es war nur eine Frage der Zeit, dass Google sich gegen die massive Zunahme gekaufter Links mit optimierten Linktexten zur Wehr setzt. So haben gerade einige Seiten, die Links verkaufen, massiv an PageRank verloren, was sie dann natürlich für Käufer unattraktiv macht. Wer kauft schon Links von Seiten mit PR0? Suchmaschinen News berichtet über Verluste bei Seiten, die über einen Zwischenhändler Links verkauft haben.
Jill Whalen widmet dem Thema ihren aktuellen Newsletter . Sie wundert sich nicht darüber, dass es Seiten erwischt, die am unteren Rand der Homepage eine Reihe von optimierten Textlinks aufweisen und daher mehr einer Linkfarm ähneln. Man sollte eben nicht zu offensichtlich Links verkaufen.

Dabei fällt sie kein moralisches Urteil über Paid Links, wenn sie auch zugibt, wie sehr sie die Entwicklung frustriert hat, dass in der Vergangenheit gerade zu Begriffen wie „Suchmaschinenoptimierung“ Seiten nach oben kamen, die das nicht mit wirklicher Optimierung, sondern mit bezahlten Verweisen erreicht hatten. „Doch das ist das Geschäft.“ schreibt sie „Jeder hat das Recht, seine Seiten so zu optimieren, wie er es für richtig hält. Und Google darf dann zurückschlagen, wie die es für richtig halten“ (meine Übersetzung). Google hat eben nicht nur ein vitales Interesse daran, dass Werbebudgets in seine Kassen fließen, sondern auch an der Qualität seiner Suchergebnisse.

Die wirklich interessante Frage ist, ob der Verlust an PR nur ein Warnschuss vor den Bug ist und sich ausschließlich in der (sowieso nicht 1:1 umsetzbaren) Anzeige des berühmten grünen Balkens auswirkt, oder ob tatsächlich der PR der betroffenen Seiten fällt und das Ranking fällt. Wer wie Jill keine Links kauft und verkauft, kann sich gemütlich zurücklehnen und zuschauen, was jetzt passiert.

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

7 Gedanken zu „Google schlägt zurück

  1. Susanna Künzl Beitragsautor

    Im Prinzip ja, aber Google hat bei der Aktion anscheinend auch Blogs abgewertet, um den Kommentarspam zu treffen, der vom hohen PR eines Blogs profitieren könnte. Dieses „arme Blog“ hat es auch einen Punkt gekostet. Ich habe noch keine Daten darüber, ob es nur Blogs betrifft, die wie ich bewußt das nofollow-Tag weggeschaltet haben, um ernsthafte Beiträge am PR teilhaben zu lassen, oder ob es auch andere trifft.

  2. Perun

    Hi,

    würde sich Google ernsthaft um die Qualität seiner Suchergebnisse machen, dann würde Google auch dagegen etwas tun wenn man z. B. nach „Produktname +Test -Preisvergleich“ sucht man trotzdem auf den ersten 2-3 Seiten nur Preisvergleichsliste zu sehen bekommt.

    Diese angebliche Aktion gegen Linkverkäufer ist bigott, da das Geld der Linkverkausfplattformen sehr willkommen ist wenn es in der Kasse von Google (in Form von AdWords) landet.

    Google geht es ausschließlich darum die lästige Konkurrenz loszuwerden. Die Geschichten von sauberen Suchergebnissen können die Google-Mitarbeiter ihren Kindern als gute Nacht-Geschichten erzählen 🙂

    Aber du hast Recht, Google hat das Recht innerhalb seiner Suchmaschine das zu machen was die für richtig halten.

    Grüße

  3. Susanna Künzl Beitragsautor

    Klar, auch Google sieht am liebsten die eigene Werbung, damit die Kasse klingelt. Dennoch: Sie sind immer dabei, ihre Ergebnisse für den User zu optimieren, denn nur so können sie ihre Glaubwürdigkeit erhalten. Dass dabei immer wieder Spammer nach oben gespült werden, liegt daran, dass diese oft ein großes Budget zur Verfügung haben und auf unterschiedlichee Kanäle der „Suchmaschinenoptimierung“ zurückgreifen. Wenn dann ein paar gekaufte Links oder Linkfarmen wegbrechen, macht das nicht soviel aus. Da Google nicht die Seiten bestrafen kann, die auf zweifelhafte Weise verlinkt sind (dann könnte ich schließlich auch meine Konkurrenz in Linkfarmen eintragen, um sie ans Messer zu liefern), sondern nur die Ausgangspunkte der Links abwerten, hilft hier viel immer noch viel.

  4. Lasse

    Es war nur eine Frage der Zeit bis da was passiert. Aber solange Backlinks die Relevanz einer Webseite bestimmen wird es auch weiterhin Linkverkäufe geben

  5. Backlink

    Obwohl Linkkäuft meist in keinem Nutzen-/Kostenverhältnis mehr stehen, wenn man sieht, wieviele kostenlose Möglichkeiten es gibts.

  6. Micha

    Ich denke, dass gekaufte Links nicht aussterben werden. Viele denke immer noch, dass man so am schnellsten nach oben kommt. Diese Links steigern allerdings nur noch das PR und nicht mehr die gewünschte Position bei Google. Man sollte sich mehr auf kostenlose Dienste und reichlich Pressearbeit konzentrieren.

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