Neues Qualitätsbewußtsein

Die FAS von heute schreibt über den neuen deutschen Konsumenten: Schnäppchenjagd ist nicht mehr erste Bürgerpflicht. Der Aufschwung ist in den Portemonnaies (darf ich das überhaupt noch so altmodisch schreiben) angekommen und wird in höhere Konsumausgaben umgesetzt. Gut zu wissen, dass hier nicht mehr nur Masse, sondern Qualität zählt.

Prompt gibt eine allseits bekannte Elektronikmarktkette ihren grenzwertigen Werbeslogan (wie kann Geiz geil sein?) auf und baut demnächst auf andere Emotionen.

Ich begrüße den Sinneswandel, denn billig ist eben fast immer zu teuer. Im Business-Bereich hat sich diese Haltung früher durchgesetzt. Hier wird beim Drucker schon lange nach den Seitenkosten, nicht nach dem Kaufpreis des Gerätes geplant.  Auch als Dienstleister merkt man, dass Interessenten nicht nur nach den Kosten für eine Leistung, sondern nach Referenzen und Zukunftssicherheit fragen. Der private Verbraucher zieht jetzt nach, doch wird er – zum Glück für ihn – weiter ein Smart Shopper bleiben.

2 Kommentare zu “Neues Qualitätsbewußtsein”

  1. Frank Corbusier schreibt am 22.10.2007 um 10:06:14

    Leider scheint das bei meiner Freundion noch nicht angekommen zu sein. Erst Samstag kam sie wieder mit einem Beutel voller “Schnäppchen” zurück. Wir haben jetzt einen “super tollen” Milchschäumer, “total niedliche” Duschvorhanghacken, (Ja Durchvorhanghacken, mit Muscheln und Sternen, sowas gibts), “super parktische” Kaffeepaddosen (wir trinken beide keinen Kaffee) und und und noch viel mehr süße, niedliche, nützliche… Dinge, die wir im grunde noch nicht mal brauchen! “Aber die waren ja so billig…”

  2. Baumarketing schreibt am 15.11.2007 um 15:45:53

    Wer identische Produkte bei dem Anbieter kauft, der den schlechtesten Preis macht, zahlt zu viel. Hochpreisanbieter versuchen ihren Preis mit Zusatzleistungen zu rechtfertigen. (Beratung, Garantie, Service etc. pp) Jeder entscheidet selbst.

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