Fehlertoleranter Webshop

Mein Albtraum: Ich vertippe mich bei der Preisauszeichnung auf meiner Website und ein Besucher bestellt schnell zum unterirdischen Schnäppchenpreis. Anscheinend ist das aber keine ausweglose Situation. Der Anbieter genießt hier -anders, als wir das oft erfahren müssen – den Schutz des Gesetzes.

Gestern hat sich Amazon laut Law-Blog einen solchen Fehler geleistet und für kurze Zeit ein Notebook für schlappe 18,49 € angeboten. Dennoch muß der Versender nicht zu diesem Preis liefern, weil

  • Ein Webshop nicht ein Angebot im Sinne des Gesetzes darstellt, das ein Käufer nur noch annehmen muß, um einen rechtskräftigen Vertrag zu erzeugen.
  • Sondern eher einem Schaufenster im realen Leben gleichzusetzen ist. Da stehen die Dinge zur Ansicht und warten darauf, dass der Käufer erst einmal eine Bestellung aufgibt, die der Verkäufer dann annehmen kann.

Wer den juristischen Hintergrund wissen möchte, informiert sich erschöpfend beim Law-Blog. Wer seine guten Vorsätze für das Neue Jahr umsetzen möchte, prüft auch, ob er schon auf 19% MwSt. umgestellt hat.