2007 – gute Vorsätze für Unternehmer

Heute abend ist es wieder einmal soweit: Wir greifen nicht nur zum Sektglas, sondern fassen auch den einen oder anderen guten Vorsatz. Was habt Ihr Euch für dieses neue Jahr vorgenommen?

Ich meine nicht die üblichen Verdächtigen: Mehr Sport, weniger Zigaretten, mehr Zeit für Partner/Familie/mich selbst, weniger leere Kalorien. Auch unser alter ego, das Unternehmen, kann Ziel und Objekt von wirklich guten Ideen sein, wie man künftig das Zusammenleben profitabler und stressfreier gestaltet. Und der 1. Januar ist allemal ein guter Tag, um damit anzufangen. Hier meine Vorschläge für Euch:

  1. Strategie neu planen!
    Wann habt Ihr zum letzten Mal darüber nachgedacht, was Ihr tut? Auch ein laufendes Geschäft braucht eine Kurskorrektur, um sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Eine Geschäftsidee und ein Businessplan sind ein guter Anfang, aber geschäftlicher Erfolg wird nicht einmal angestoßen, und dann reicht es, die ursprünglichen Modelle einfach umzusetzen.
    Besser:
    Einmal im Jahr den mentalen Kassensturz machen, Informationen zu Branche und Umfeld sammeln und die Strategie überdenken. Noch besser: Mit diesen Erkenntnissen ein neues Produkt entwickeln.
  2. Kernkompetenz herausstellen!
    Gerade KMU und Einzelunternehmer sind Opfer ihres Status: Hier putzt der Chef selbst. Von der Visitenkarte aus dem eigenen Drucker bis zur Kaltaquise macht er alles selbst. Dabei übernimmt er auch viele Tätigkeiten, die ihn zuviel Zeit kosten, weil er sich jeden Schritt neu beibringen muß. Manchmal kostet es sogar viel Überwindung, diese Dinge zu tun, die man nicht wirklich kann. Oder greift Ihr wirklich gern selbst zum Telefon, um potentielle Kunden direkt anzusprechen? Schreibt entnervt Eure Werbetexte selber und arbeitet Euch jedesmal neu durch die vielen Optionen der Bildbearbeitung, wenn Ihr ein neues Photo für Eure Website aufbereitet?
    Besser:
    Die eigenen Ressourcen planen. Welche Arbeiten gebe ich hinaus, weil sie zuviel Zeit kosten, die mir für meine Kernkompetenz verloren gehen? Wo kann ich kompetente Kooperationspartner einbinden, die Aufgaben übernehmen und schneller/kostengünstiger erledigen, als ich das kann? Nicht immer ist selbst gemacht auch billiger. Und warum nicht für eine Dienstleistung, die man zähneknirschend selber ausführt, weil man sie dem Kunden eben auch bieten muß, einen Fachmann einbinden? Ein Blick auf die wirklichen Stundensätze, die man mit so einer Arbeit erwirtschaftet, zeigt uns die Kandidaten für erfolgreiches Outsourcing.
  3. Stress abbauen!
    Wir arbeiten viel und das ist ja auch ein Adelsprädikat. Wer möchte gern als Faulpelz gelten, der sein Geld auch dann noch verdient, wenn er pünktlich um 16:30 Schluß macht? Unternehmer sind eben rund um die Uhr im Laden! Das kostet und Gesundheit, Zeit, Lebensfreude und muß nicht sein.
    Besser:
    Arbeiten planen und sich an die einberechnete Zeitvorstellung halten. Das bedeutet natürlich, dass wir über genügend Erfahrungswerte verfügen, wie lange ein Auftrag incl. Lieferengpässe, Computerausfall und Krankheit dauern kann. Und dass wir der Versuchung nicht erliegen, perfektionistisch zu sein. Es gibt immer eine interessantere, glattere Lösung, aber ist die auch im Budget oder überhaupt für den Kunden von Nutzen? Trennen wir also genau zwischen dem eigentlichen Auftrag und unserem eigenen neugierigen Interesse, die „bessere“ Lösung zu finden.
    Unser Erfolg mißt sich nicht mit der Stechuhr. Unterscheiden wir also zwischen der eigentlichen Arbeitszeit und dem, was wir zur Fortbildung, für Qualitätsmanagement und zur eigenen Freude tun. Das motiviert, in der „Freizeit“ entspannt zu arbeiten oder auch einfach den Griffel fallen zu lassen und etwas anderes zu tun.

In diesem Sinne wünsche ich allen Kollegen und Lesern ein erfolgreiches Jahr 2007 mit neuen Ideen, Produkten und vielen treuen Kunden.

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

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