Suchmaschinenoptimierung: Onpage- und Offpage-Faktoren

Das Ranking bei Google und Co. hängt – wie sattsam bekannt – von zwei Hauptkriterien ab (Alter der Domain u.A. mal außen vor gelassen): Onpage-Optimierung, die sich mit der Seite selbst beschäftigt, und Offpage-Faktoren, die die Verlinkung der Seiten betreffen. Hier tobt auch der Streit zwischen den Fachleuten, was denn eigentlich wichtiger ist.

Angeregt durch einen Kommentar von Bruno und durch meinen Umzug nach Franken, der sich auch im Ranking bei den Suchmaschinen niederschlägt, möchte ich Euch etwas Balsam auf die wunde SEO-Seele streichen: Beides ist wichtig. Die Webseite selbst sollte nach allen Regeln der Kunst (und natürlich auch nach einer ausführlichen Keyword-Recherche) optimiert sein. Auf der anderen Seite ist es essentiell, sich auch die passenden Links zu besorgen. Aber was wirklich wichtig?

Onpage-Suchmaschinenoptimierung
Hier kommt es – wie beim Kochen – auf das richtige Verhältnis der Bestandteile an. beste Voraussetzung ist natürlich ein modernes Layout, bei dem der Code dank standardkonformer Gestaltung nicht so viel Raum gegenüber dem Inhalt einnimmt. Barrierearmes HTML freut auch die Suchmaschinen.

Das reicht allerdings nicht ganz, wie uns immer wieder übelster Tabellenverhau auf den vorderen Plätzen bei Google lehrt. Mit einer barrierefreien Seite kann man auch mal ein Eigentor erzielen, weil hier am Anfang des Codes gewöhnlich eine Sprungnavigation steht, mit der sich Besucher per Tabulator zu den Hauptbereichen der Seite bewegen können. Idealerweise steht aber der Inhalt an erster Stelle: Überschrift und Text. Hier gilt es, eine Entscheidung zu treffen. Ich lasse die Sprungnavigation auf meiner Website an erster Stelle, gebe ihr aber wenigstens eine keywordreiche Überschrift.

Keywords in title, description (wegen der Seitenbeschreibung in den SERPs), keywords (Nostalgie und aus Sicherheitsgründen, da es immer noch SuMas geben soll, die Keywords berücksichtigen) sowie in Überschriften und Text sind die Basis. Dabei spielt das Verhältnis der Keywords zum gesamten Inhalt des Bereichs (z.B. title) eine wichtige Rolle. Sehr schnell kommt man an die Grenze des keyword-stuffiing, auch ohne es zu wollen. Oder man verwendet Wörter in den Metatags, die im Text nicht vorkommen. Auch das kann sich negativ auf den Erfolg auswirken.

Wer die Onpage-Faktoren im Griff behalten möchte, sollte sich ein Tool wie IBP besorgen, das hier Richtwerte bereithält. Es ersetzt weder Arbeit noch gesunden Menschenverstand bei der Suchmaschinenoptimierung, erlaubt aber den schnellen, direkten Vergleich von Onpage-Faktoren.
Fazit: Die beste Basis für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist eine saubere Onpage-Optimierung.

Offpage-Optimierung…
… ist eigentlich die richtige Verlinkung Eurer Seiten. Und die besteht aus diesen Zutaten:

  • Links von Seiten mit hohem PageRank
  • die am besten thematisch eng verwandt sind
  • und nicht zu viele Links auf derselben Seite aufweisen
  • wobei der Linktext selbst und die direkte Nachbarschaft desselben Eure Keywords enthalten

Das trifft am ehensten auf eine gut gepflegte Linkliste mit kommentierten Links zu. Aber auch thematisch verwandte oder lokale Verzeichnisse sind zu empfehlen. Auch hier leistet IBP gute Dienste. Wer nur die eigene Seite optimiert, bekommt einige Arbeit auch durch diese Firefox-Extension abgenommen, mit der sich Google PR und inbound links in verschiedenen Suchmaschinen überprüfen lassen: SEOpen. Tipp: Schaut mal nach, in welchen Verzeichnissen Eure Mitbewerber angemeldet sind, und meldet Euch dann auch an.

Fazit: Offline-SEO ist Fleißarbeit und Recherche. Aber Fragen kostet nichts. Warum nicht einen Konkurrenten, der sich auf einen anderen lokalen Markt konzentriert, um gegenseitige Verlinkung bitten? Oder alle die fragen, die Euer Angebot ergänzen (Innenarchitekt und Installateur bzw. Tapetenfabrikant; Unternehmensberatung, Programmierer, Designer …). Na bitte, es geht doch!

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

4 Gedanken zu „Suchmaschinenoptimierung: Onpage- und Offpage-Faktoren

  1. compiler

    Gute Erklärung für Einsteiger, aber man sollte den PR nicht hochreden. Er ist tod und hat beim Ranking den wichtigen Faktor schon lange verloren 😉

  2. Mike

    ..ich finde IBP nicht so prickelnd, da er lediglich die Parameter der Konkurrenten bewertet und u.U. dadurch gerade nach oben gespammte Sites mit einbezogen werden – es hilft sicherlich, einige Fehler zu vermeiden, aber ich warne davor, sich von so einem Tool sagen zu lassen, was richtig und was falsch ist – man sollte immer etwas Basiswissen haben – auch bei IBP…

  3. Susanna Künzl Beitragsautor

    Klar, IBP ersetzt nicht Erfahrung, selbständiges Denken und regelmäßige Kontrolle. Aber als Tool, das einem die Fußarbeit abnimmt, taugt es schon sehr gut. Besser, als sich alle Details immer wieder selbst zusammensuchen zu müssen.
    Und Spamseiten sollte man sowieso als solche erkennen und aus der Betrachtung ausnehmen. Wenn sich allerdings über eine Weile immer dieselben Seiten unter den Top 10 finden, sind die mit Sicherheit gut aufgestellt und einen Blick wert.

  4. Dan

    @compiler: Da muss ich dir ein wenig widersprechen, der PR ist zwar nun nicht das „ultimative-Ranking-Kriterium“, doch er hat schon auf einige Dinge sehr grossen Einfluss. Z.B. kann ein hoher und vor allem relevanter PR-Backlink deine Seite ganz weit nach vorne Katapultieren.

    Guter Artikel dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, ausser das man bei Backlinks immer auf rel=nofollow und ebenfalls bei den META-Tags auf ein eventuelles „nofollow“ achten sollte, sonst sind sie nutzlos 😉

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