Selbstbedienung

Texte sind ja wirklich schnell erstellt – schreiben können wir doch alle! Wer es trotzdem nicht gerne sieht, dass ein Edelstein der Unternehmenskommunikation wie seine Homepage-Einleitung einfach so abgekupfert wird, kann die Website-Doping-Sünder mit diesem Tool aufspüren (gefunden beim Akquise-Blog).

Ich wurde auch fündig – dreisterweise ein Mitbewerber mit unterirdischen Referenzen, der an meinem ehemaligen Wohnort Webseites erstellt. Ich überlege mir, ihn mit diesem treffenden Text abzumahnen. Es geht mir hier nicht um Geld, sondern darum, die Mentalität zu ändern. Internet ist nicht wirklich frei: Wenn ich etwas übernehmen möchte, frage ich oder zahle die erforderlichen Lizenzgebühren.

Da die Konkurrenz im globalen Dorf groß ist, muß ich in den meisten Fällen auch nicht fürchten, über den Tisch gezogen zu werden: Es gibt Skripte, Impressumtexte, Animationen, Vertragsentwürfe und Photos schon für ganz kleines Geld oder explizit ganz umsonst. Wer trotzdem meint, dass alles, was nicht passwortgeschützt ist, gerne genommen wird, braucht eben Nachhilfe. In manchen Fällen geht es ja nicht nur um den Eigenbedarf des Plagiators, den man als Autorin unter „Nachwuchsförderung“ abbuchen könnte, sondern um Material, dass für eine Kundenwebsite abgegriffen und dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Und hier ist doch wirklich Ende.

Nachtrag vom 28. 8. 2006: Mehr Informationen zur Rechtslage finden sich bei Fiona Amann (danke, Katharina)

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.