Bloggen – ein neues Werkzeug?

Jaja, auch in der FAZ-online (via CRM-Blog) steht es schon: Business-Bloggen ist in (sagt man immer noch in? Oder ist das Wort schon megaout? Oder wie sagt man jetzt?). Das überrascht nicht: Business-Blogs bekannter Unternehmen starten mit einem Vertrauensvorsprung ins Bewußtsein des Surfers. Als Vorfahren der heutigen Business-Blogs kann man hier den mittlerweile nicht mehr aktiven Google-Guy ausmachen, der sich als Angestellter unserer liebsten Suchmaschine outete und damit orakelwürdige Meinungen aus dem Herzen des Algorithmus veröffentlichte (stetig gesammelt von einem Fan). Suchmaschinenoptimierer hingen (virtuell) an seinen Lippen. Wer weiß, welche Fehlinformation über Google und sein (ihr?) Verhalten gegenüber Optimierungsversuchen und Spam so schon den Weg in die Herzen der SEOs gefunden haben. Das ist eben Vertrauen.

Und Business Blogging hat dieselben Vorteile: Ich schaffe einen öffentlichen Raum, in dem man mit meinem Unternehmen über alles diskutieren kann. Hier kann ich nebenbei auch austesten, ob eine neue Idee bei den Kunden ankommen würde (und dann in einem Produkt mündet), kann Vertrauen aufbauen und Nähe nachbilden. Der Reiz dabei ist, dass Kunden hier nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv werden können. Wir könnenfür unser Unternehmen nur hoffen, dass diese Form der Kundenkommunikation, des Branding und der Marktforschung – so kostengünstig sie sein mag – auch regelmäßig aktualisiert wird. Ein toter Blog ist imageschädigend.

Auf der anderen Seite kann man einen Blog auch für die interne Unternehmenskommunikation nutzen: „Reden Sie mit Ihrem Chef“. Auch ganze Projekte lassen sich auf der virtuellen Plattform eines Blog abwickeln: Nachhaltigkeit der Beiträge und die ungezwungene Form des Mediums Blog sind unwiderstehlich und schnell. Warum bloggen eigentlich nicht alle Unternehmen?