Standardkonforme Webseiten – was bringt das?

Zugegegeben, so provokant würde ich in einem Blog für CSS-Spezialisten nicht schreiben. Aber dort sind ja auch alle einer Meinung darüber, dass Websites sauber codiert werden müssen. Interessant ist hier der Artikel der englischen Internetagentur vivabit, der den Nutzen standardkonformer Websites aus der Sicht der Auftraggeber beschriebt. Es gibt schließlich keinen Grund für Firmenkunden, sich für die technischen Argumente pro Webstandards zu interessieren. So eine Internetauftritt ist nur dann interessant, wenn er auch wirtschaftliche Vorteile auf seiner Seite hat. Und das sind

  • kürzere Entwicklungszeit
  • eine Website für alle Browser, keine extra Kosten für unterschiedliche Versionen
  • kein Aufwand für extra Druckversionen
  • leichtere Wartung: Fehler sind besser aufzuspüren
  • leichtere Aktualisierung, denn Inhalte sind selbst im Quelltext leicht zu ersetzen
  • kleinere Dateien und deshalb
  • weniger Traffic auf dem Server
  • schnellere Ladenzeiten, die Ihre Kunden erfreut
  • Layoutveränderungen sind schneller machbar, weil Inhalte und Präsentation streng getrennt werden.
  • besseres Ranking bei den Suchmaschinen, z.B. weil die Inhalte logisch ausgezeichnet werden, und das versteht auch ein Robot.
  • konsistentes Corporate Design läßt sich auch in großen Websites leicht verwirklichen, denn die Grundeinstellungen zum Layout (Logo, Firmenfarben, Hausschrift) sind an einer Stelle für alle Seiten gespeichert.
  • Und nicht zuletzt: standardkonforme Seiten erfüllen die Basisanforderungen, die an barrierefreies Internet gestellt werden. Damit ermöglichen sie behinderten Menschen den Zugang, die je nach Branche eine interessante Kundengruppe für Sie sein können.

Sie sehen also: standardkonforme Seiten sind nicht nur ein Hobby Ihres Webdesigners, sondern eine Investition in die Zukunft.

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

4 Gedanken zu „Standardkonforme Webseiten – was bringt das?

  1. kronn

    Wenn man das so liest, stelle ich mir gleich die Antwort des Kunden vor: „Genau das erwarte ich doch. Warum erzählen Sie mir das?“

    Inhaltlich ist es natürlich richtig.

  2. Susanna

    Schon richig, kronn! In der Praxis erlebe ich allerdings nicht selten, dass die mit standardkonformen Seiten einhergehenden leichten Differenzen in der Darstellung eine Rolle spielen. Die Forderung, dass es auf allen Browsern gleich aussehen soll, was nur mit mehreren Seiten oder einigen Hacks zu erreichen ist, ist leider noch nicht ausgestorben. Es gibt noch Firmen, die ihre Broschüre 1:1 ins Netz stellen wollen 😉 Ebenso muss man den endgültigen Abschied von Seiten, die auch in alten Netscapes gut aussehen, erst einmal vermitteln.

  3. Ernst

    Was hier beschrieben wird, hat doch mit „standardkonform“ direkt gar nichts am Hut. Gemeint ist tabelleloses Design mit CSS. Das kann genauso fehlerhaft (nicht standardkonform) sein wie Tabellen durchaus den W3C Regeln entsprechen können und sollten.

  4. kronn

    „Pixelperfektion“ würde ich garnicht anstreben wollen, weswegen ich immer nur von vergleichbaren Ergebnissen spreche.

    Ich hatte „standardkonform“ hier so verstanden, dass vor allem die vom W3C und dem gesunden Menschenverstand geforderte Trennung von Gestaltung und Struktur im Vordergrund steht.

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