Spam verhindern – bei E-Mail

Das mußte hier noch rein, denn gerade fragte wieder eine Kundin, wie sich der ganz gewöhnliche, tägliche, üble E-Mail-Spam sinnvoll verhindern läßt.
Für den privaten Anwender läßt sich das Problem teilweise auf den Provider verlagern: Viele Anbieter von Mailaccounts haben heute schon einen Spam-Schutz im Programm, oft auch kostenlos. Da werden die meisten unerwünschten Zuschriften schon auf dem Server ausgefiltert und gelöscht.

Leider geht das im Geschäftsleben nicht, denn es gibt die sogenannten „false positives“: E-Mails, die per Zufall ausreichende Merkmale haben, die sie als Spam kennzeichnen. Und diese Kriterien kann auch schon eine HTML-gestaltete Mail mit vielen Bildern erfüllen, die falsche Wortwahl und jede Menge Großbuchstaben im an sich unschuldigen Betreff „WO BLEIBT DAS PROTOKOLL VON GESTERN?“ tun ein Übriges: Die Post Deines Kunden, Kollegen, Geschäftspartners erreicht Dich nie.

Besser, man verlagert die Prüfung auf den eigenen Rechner: Das kostet zwar Traffic (vulgo: Telefongebühren), aber die E-Mail wird erst einmal nur vom Mailprogramm vorsortiert. Hier bewährt sich wieder einmal Mozilla (der große Bruder von Firefox). Der Mailclient dieses Browsers bietet einen lernfähigen Spamfilter, der nur eingeschaltet werden muß:
Extras >> Junk-Mail-Filter

Menu Mailfilter Mozilla

Wichtig ist hier erst einmal, den Junkmail-Filter zu aktivieren. Die nächste Auswahl solltet Ihr nicht ankreuzen, denn auch Absender, die in Eurem Adressbuch vorhanden sind, können ungewollt Spam versenden. Gut ist die Möglichkeit, erkannte Spams in einen speziellen Ordner zu verschieben. Ihr erspart Euch das Lesen von 100 Angeboten für ein erfüllteres Sexualleben, aber könnt die Titelzeilen der vermutlichen Spammails in einer ruhigen Stunde nochmal schnell durchschauen – vielleicht ist ja doch eine wichtige Nachricht aus Versehen im Junk-Ordner gelandet. Die nächste Einstellung sorgt jedenfalls dafür, dass auch der Junk-Ordner regelmäßig geleert wird.

Der Hinweis auf die manuelle Markierung von Nachrichten als Junk (=Spam) eröffnet die Möglichkeiten des selbstlernenden Spamfilters von Mozilla: Eine Mail, die Ihr als Spam beurteilt, wird von Mozillas Filter ausgewertet und erweitert dann die Kriterien, die für Spam gelten, um diese Inhalte. Schlau und obendrein kostenlos. Deshalb lohnt es sich, auf Mozilla umzusteigen!

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Über Susanna Künzl

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

3 Gedanken zu „Spam verhindern – bei E-Mail

  1. martina

    Ich schwör auf PostMe. 😉
    Habe mir das so eingestellt, dass von allen mails, die den SPAM-Filter des Providers passieren, ab 1 oder 2 KB Grösse erstmal nur Betreff und Absender angezeigt werden. Anhand dessen kann ich schon sehr gut auswählen, was ich haben will oder nicht. Was ich nicht haben will, kann mit einem Klick direkt auf dem Server gelöscht werden und landet erst gar nicht in der Mailbox.
    Der Nachteil: das Mailprogramm lernt nicht dazu. Aber mit der Zeit bekommt man einen geübten Blick und das Aussortieren geht genauso schnell, wie das nochmalige Prüfen der Mails im Junkmail-Ordner vor dem endgültigen Löschen.

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