Alles hat ein Ende …

Webtext schreiben

(Bild: © yeti – Fotolia.com)

Ich verabschiede mich von meinen Lesern und vom Orakelblog. Nach 10 Jahren wird neu sortiert, denn wir sind gewachsen. Jetzt bloggt unser Team auf ambranet.de. Die Themen sind weiterhin:

  • Tipps und Tricks für den Alltag am PC
  • Aktuelles zu sozialen Netzwerken
  • Best Practice für TYPO3, Drupal und WordPress
  • Entwicklung von Erweiterungen für verschiedene Contentsysteme
  • HTML, CSS und jQuery
  • weitere interessante und wissenswerte Themen

Bleibt uns treu und schaut mal wieder herein. Und vielen Dank für Euer Interesse.

Checklisten zum Internetrecht (Websites und Webshops) -nicht nur für Existenzgründer

Recht und billig: Checklisten zum Internetrecht

Nicht nur für Existenzgründer ist es nützlich, sich mit den Fallstricken zu beschäftigen, die auf ihre Website oder ihren Shop warten. Als Unternehmer hat man da oft den Eindruck, dass die Gesetzeslage nicht unbedingt von gesundem Menschenverstand geprägt ist. Zur schnellen Orientierung reichen oft Checklisten. Da nicht eine Liste alle Fragen abdeckt, habe ich hier unsere Lieblingslisten zusammengestellt. Auf einen guten, rechtssicheren Start ins neue Jahr!

  1. Rechtssichere Websites
  2. Leitfaden rechtssichere Websites (Stand: 2012)
  3. Checkliste zur rechtssicheren Verwendung von Bildern
  4. Textzitate korrekt verwenden
  5. Rechtssichere Online-Shops (Stand 2010, aber vieles ist immer noch gut)
  6. IHK-Merkblatt Webshop
  7. Hier geht es gezielt um die Button-Lösung
  8. Und noch mehr Checklisten zu verschiedenen Themen des Internetrechts

P.S.: Das ist keine Rechtsberatung!

P.P.S.: Noch mehr Checklisten rund ums Internet gibt es hier.

Checkliste: Bilder im Internet verwenden (Bild: © seen - Fotolia.com)

Unsere neue Checkliste Bilder ist da!

Man erhält böse Post vom Anwalt und versteht die Welt nicht mehr: „Aber ich hab‘ doch für das Bild gezahlt“. Das ist richtig, heißt aber noch lange nicht in jedem Fall, dass es auch einfach auf der Website veröffentlicht werden darf.

Oder vielleicht wunderst Du dich, dass Deine Seite Plätze in den Google-Suchergebnissen verliert, seit das tolle Bild mit der Superauflösung auf der Homepage steht?

Unsere neue Checkliste rund um die Verwendung von Bildern enthält viele Tipps zu Grafikformaten, Bildern in CMS, SEO durch Bilder und vielem mehr.
Hier geht‘s zur Checkliste auf unserer Website
Hier gibt’s die Checkliste als pdf zum Herunterladen.

Bild: © seen – Fotolia.com

Webtext schreiben

Webtext schreiben: Wann ist ein Blogartikel wirklich fertig?

Ich sehe Euch vor mir: Ihr habt eine zündende Idee für einen Blogartikel, etwas, das Ihr Euren Lesern schon immer mal mitteilen wolltet. Er löst ein Problem, das Eure Leser haben. Nach Googles Kriterien ist er damit wertvoller Content und sollte alle Chancen haben, in den Suchergebnisse hoch oben zu ranken. Damit Eure Leser auch optisch auf ihre Kosten kommen, habt Ihr ein ansprechendes Bild, das Euren Artikel begleitet. Fertig? Online damit? Moment mal!

Texte schreiben für alle

Ihr schreibt den Artikel ja nicht nur für Euch selbst. Er soll möglichst von allen Interessenten und potentiellen Lesern gefunden und vollständig erfasst werden können. Hier geht es einmal um Suchmaschinenoptimierung:  Der Artikel muss schließlich erst einmal gefunden werden, bevor er gelesen werden kann. Danach geht es um Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit: Möglichst jeder sollte Eure Informationen aufnehmen können. Am besten fangen wir ganz von vorne an.

Welche Keywords beschreiben das Thema?

Also: Ihr habt das Thema für Euren Blogartikel gefunden und wollt es in Worte fassen. Aber wie würde Eure Zielgruppe das Thema benennen? Welche Begriffe verwendet der Benutzer einer Suchmaschine, um Euren Text zu finden?

Wenn Ihr auf der Suche nach Themen nicht sowieso schon auf die Suchanfragen, die Besucher auf Eure Website geführt haben, zurückgegriffen habt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Ob Google Analytics oder Piwik: Beide Analysetools verzeichnen die Suchanfragen, über die Besucher auf Euer Blog gekommen sind. Oft gibt Euer CMS auch Informationen zu seiteninternen Suchvorgängen, z.B. indexed_search für TYPO3. Wenn Ihr das Thema noch garnicht behandelt habt, tut es auch ein Blick in das AdWords Keyword Tool. Für ganz heiße Themen liefern auch Trend-Tools der Suchmaschinen gute Ergebnisse (z.B. Google Trends).

Nach dieser Keywordrecherche solltet Ihr wissen, wie Ihr Euer Thema beschreibt, um es für Eure Leser gut auffindbar zu machen.

Lese(r)freundlich schreiben

Ihr wisst jetzt, wie Eure Leser ihr Problem oder Eure Lösung benennen. Wenn Ihr mit dem Schreiben anfangt, berücksichtigt Ihr die Keywords und verwendet das Wording Eurer Zielgruppe. Auch mit der Gliederung des Textes könnt Ihr Lesern und Suchmaschinen etwas Gutes tun.

  • Ganz oben: Die Hauptüberschrift. Sie sollte die Keywords enthalten, aber nicht zu lang sein. Wenn Euer Artikel über Tools wie Sexybookmarks getwittert werden kann, ist die Zeichenzahl der Hauptüberschrift wichtig. Ein Tweet kann bis zu 140 Zeichen lang sein. Hauptüberschrift und verkürzter Link auf Euren Artikel sollten noch ausreichend Platz lassen, um Euren Tweet zu retweeten.
  • Gliedert den Text durch Zwischenüberschriften. So können Leser auf den ersten Blick sehen, ob sie hier richtig sind.
  • Schreibt in übersichtlichen, kurzen Abschnitten. Das Lesen am Bildschirm strengt schon genug an.
  • Verwendet Listen wie diese, um gleichartige Inhalte nebeneinander zu stellen.
  • Erstellt für längere Artikel am Anfang ein Inhaltsverzeichnis, das zu den einzelnen Abschnitten führt.
  • Fragt Euren Webdesigner/Eure Internetagentur, ob der Quelltext Eures Blogs semantisch korrekt ist.
  • Fragt Euren Designer, ob die Schrift hier wirklich so klein sein muss, und warum sie sich nicht vergrößern lässt.

Was fehlt jetzt noch?

Äußerlich scheint Euer Artikel komplett, jetzt geht es an die Dinge, die nicht gleich auffallen.

  • Sind Bilder und eingebettete Medien mit Alternativtexten ausgestattet? In erster Linie unterstützt das Leser, die mit assistiven Technologien auf Euer Blog zugreifen. Da Suchmaschinen auch nur Texte erfassen können, erhöht die textliche Beschreibung von Medien auch deren Sichtbarkeit in den Suchmaschinen (aka Suchmaschinenoptimierung).
  • Wenn Ihr diese Texte schreibt, vergesst nicht, Eure Keywords einzubeziehen. Das ist nicht nur SEO, sondern hilft auch Benutzern, die Inhalte mit ihren Suchbegriffen zu finden.
  • Noch mehr SEO: Benennt, wenn es Euer CMS/Blog zulässt, die Bilddateien und Medien so, dass der Name Rückschlüsse auf ihren Inhalt erlaubt. Natürlich unter Verwendung der Suchbegriffe, die Ihr vorher recherchiert habt.

Macht Werbung für Euren Blogartikel

Es gibt noch mehr zu tun, auch wenn man es nicht auf den ersten Blick sieht. Wie soll Euer Artikel in den Google Suchergebnissen erscheinen? Was sehen Eure potentiellen Leser, wenn die Suchmaschine ihres Vertrauens den Link auf Eure und konkurrierende Seiten ausgegeben haben? Wie könnt Ihr hier punkten?

In den organischen Suchergebnissen werden im Normalfall diese Daten aus Eurer Website ausgegeben

  • der title mit einem Link auf den Blogartikel
  • die description / Seitenbeschreibung, wenn sie mit den Keywords der Suche übereinstimmt. Die Suchbegriffe werden zusätzlich gefettet und erregen so mehr Aufmerksamkeit beim Besucher

Die organischen Suchergebnisse konkurrieren mit anderen Ergebnissen, die Suchmaschinen einspielen, darunter auch mit den bezahlten Anzeigen, z.B. von Google AdWords. Der normale Benutzer der Suchmaschine kann die Unterschiede nicht bewerten. Für ihn sehen alle Suchtreffer ähnlich aus, wenn auch Anzeigen im Bereich rechts neben den organischen Suchergebnissen seltener angeklickt werden als Einträge im Hauptbereich der Ergebnisseite.

Behandelt title und description doch wie eine Kleinanzeige. Textet sie ansprechend und sorgfältig. Der title sollte die Überschrift, die description einen Teaser zum Artikel darstellen. Damit die Suchmaschinen diese Texte nicht einfach abschneiden, beschränkt man den title auf ca. 65 Zeichen, description auf 160 Zeichen (jeweils inkl. Leerzeichen).

Wer sich bei Google als Autor seines Blogs verifiziert hat, tut noch mehr für die Attraktivität seines Suchergebnisses: Ein Link mit dem Bild des Autors fällt auf, schafft Vertrauen und führt zu mehr Klicks. Je bunter die Suchergebnisseiten durch Shoppingergebnisse, lokale Ergebnisse und News werden, desto wichtiger ist es, ebenfalls ein Bild bei seinem Eintrag zu haben.

Suchergebnisse mit Autorenbild

Blogsysteme wie WordPress erlauben sogar, die URL des Blogartikels selbst zu bestimmen. Auch hier könnt Ihr die Keywords unterbringen.

Jetzt habe ich Euch lange genug aufgehalten. Euer Artikel ist fertig und optimal sichtbar. Raus damit – und vergesst nicht, ihn auch auf Twitter, Facebook und Google+ zu erwähnen, wenn Ihr da ein Konto besitzt.

Bild: © yeti – Fotolia.com

Reputation und Ranking durch guten Content gewinnen

Content-Marketing: Inhalte zählen für Ranking und Reputation (Bild: Fotolia, © LeitnerR)Spätestens seit diesem Jahr zeigt sich, dass interessante, packende Inhalte immer wichtiger für den Suchmaschinenerfolg eines Unternehmens werden: Google bewertet nicht nur Links, die auf eine Seite führen, sondern auch die Tatsache, ob Besucher sie gleich wieder verlassen haben und zu den Suchergebnissen zurückgekehrt sind. Content ist mehr King als zuvor.

Wie kann man Content im Netz für sich nutzen? Du kannst Dir einen guten Ruf aufbauen, der Dich nicht nur für Surfer, sondern durch Links auch für Suchmaschinen interessanter macht. Biete Nutzern immer einen Mehrwert – und denke nicht gleich daran, ob diese als Kunden in Dein Geschäft oder Deinen Onlineshop wiederkommen. Auch andere Zielgruppen sind interessant. Was solltest Du beachten?

Was ist Content und wo kommt er her?

Content ist wertvoller Inhalt – und abhängig von der Plattform, auf der er erscheint. Dies beschränkt sich nicht auf Deine Website oder Blog. Weitere Beispiele für Content:

  • Gastartikel in anderen Blogs
  • Videos
  • Grafiken, besonders Infografiken
  • Kommentare in anderen Blogs und Foren
  • Interviews
  • Podcasts
  • Polls (Umfragen)
  • Verlosungen

Überall dort, wo Du – vor allem kostenlos –  Sinnvolles, Interessantes, Lustiges, Informatives oder Spannendes beiträgst, lieferst Du Content. Ist dieser gut, schärfst Du damit Dein Profil und machst Dir einen Namen bei Nutzern und in der Fachcommunity. An attraktive, nutzerorientierte Themen kommt man gezielt auf verschiedenen Wegen. Frage Dich beispielsweise:

  • Hast Du kürzlich ein kniffliges Problem gelöst?
  • Freust Du dich über eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet?
  • Findest Du eine Neuerung in Deinem Spezialgebiet kritikwürdig?
  • Kannst Du eine verwirrende Anzahl von Möglichkeiten aufarbeiten und bewerten?
  • Was hat Dir bei der Lösung eines Problems geholfen?
  • Wo kann Deine Community Stolperfallen, gleich welcher Art, vermeiden?
  • Hast Du besonderes Kundenfeedback erhalten?

Diese Fragen liefern Dir eine gute Ausgangsposition für einen Beitrag. Weitere ergiebige Quellen sind

  • Kundengespräche und explizite Kundenumfragen
  • E-Mail-Verkehr mit Kunden
  • Fragen, die Dir auf Twitter, Facebook usw. begegnen
  • Analyse Deines Webtraffics: Analysiere Deine Logfiles oder Dein Webanalytics-Programm auf Suchbegriffe, mit denen Besucher auf Deine Seiten gefunden haben. Da viele Benutzer Suchmaschinen intuitiv bedienen, werden hier manchmal deutlich erkennbare Fragen gestellt (Beispiel hier aus dem Blog: „Kalenderwoche mit Outlook anzeigen“).

Verbreite und vermarkte Deinen Content

Nutze möglichst viele Kanäle bei Platzierung und Vermarktung: Lange Artikel kannst Du in Blogs unterbringen – Deinem eigenen oder als Gastautor in einem anderen. Dein Twitter-Account oder Deine Facebookseite verlangen nach kürzeren und griffigeren Beiträgen. Gerade bei Facebook kannst Du Deine Community gut einbinden. Oder gehe auf YouTube oder Vimeo und platziere ein Video, das ein bekanntes Problem anschaulich löst. Tutorials werden immer gern genommen.

Du hast dich ins Zeug gelegt und einen tollen Blogartikel geschrieben? Sorge dafür, dass er bekannt wird. Einige Möglichkeiten sind

  • Tweet auf Twitter, der dann auch auf Deiner Website erscheint
  • Beitrag auf Facebook und Google+
  • Hinweis in Deiner E-Mail-Signatur
  • Meldung in Deinen News auf der Homepage
  • Hinweis am Ende Deines YouTube-Videos

Das klingt nach viel Arbeit und ist es auch. Dennoch solltest Du hier nicht zu viel automatisieren, um Deine Leser nicht zuzuspammen.

Bleib aktuell – Planung hilft dabei

Aktualität kommt bei Lesern (und Suchmaschinen) gut an: Liefere Deinen Lesern regelmäßig Neues. Wenn ein Blog richtig läuft, sollte mehrmals pro Woche ein Beitrag erscheinen (das kann auch mal ein Gastbeitrag in Deinem Blog sein), Facebook und Twitter solltest Du täglich und möglichst aktuell pflegen.

Statt einen sehr langen Artikel zu veröffentlichen, mache lieber eine kleine Serie daraus. Entwickle einen Redaktionsplan für Deine Veröffentlichungen. Selbstverständlich kannst Du nicht jeden Tweet planen, aber so verankert sich Content fest in Deinem Arbeitsalltag.

Denke an Deine Nutzer

Zunächst: Wir sind im Internet und daher oft weniger förmlich als in der analogen Welt: Das „Du“ ist weitaus verbreiteter als in Offline-Publikationen. Was im Netz wie bei der Zeitung gilt: Eine saubere Rechtschreibung signalisiert, dass Dir die Leser wichtig sind.

  • Du bist Experte auf Deinem Gebiet? Deine Nutzer sind es nicht unbedingt. Wähle Formulierung und Wording passend zur Erfahrung Deiner Zielgruppe(n).
  • Mache Dir zu Beginn ein paar Gedanken zu den Nutzerprofilen, die Du ansprechen möchtest – Fachkollegen, Interessenten, Stammkunden, Informationssuchende.
  • Hole Dir gerade zu spezielleren Themen ruhig eine zweite Meinung von einem Fachfremden ein: Ist der Inhalt verständlich? Wirkt der Text vielleicht zu betulich?
  • Lockere längere Texte mit Fotos, Infografiken oder einem eingebetteten Video auf.
  • Vermeide penetrante Eigenwerbung in Deinem Artikel. Sage dem Leser oder Zuschauer nicht, wie toll Du bist – zeige es durch Deine Beiträge.

Guten Content gibt es nicht umsonst

Nach einiger Zeit überblickst Du den Aufwand für die verschiedenen Kanäle: Content wird Deine Ressourcen beanspruchen, Zeit und/oder Geld (z.B. für externe Kräfte, Lizenzen, eine gute Videokamera). Ein guter Artikel oder ein informatives Video kann mehrere Stunden Herstellungszeit in Anspruch nehmen. Denke daran: Du selbst erkennst lieblose Texte und schlechte Bilder. Traue Deiner Leserschaft dasselbe zu.

Investiere Zeit in Monitoring: Analysiere die Wirkung Deines Contents und steuere Dein Engagement. Tools wie PIWIK oder Google Analytics liefern Dir detaillierte Informationen über Deinen Traffic.

Entwickle juristisches Problembewusstsein

Bei der Veröffentlichung von Content lauern viele juristische Fallstricke. Dies beginnt bei einem einfachen Link und endet bei der Einbindung von Videos. Stelle immer sicher, dass Du das von Dir veröffentlichte Material auch verwenden darfst. Du hast ein Foto gekauft? Das heißt noch lange nicht, dass Du es einfach auf Deiner Website veröffentlichen kannst. Eventuell musst Du dafür extra zahlen, oder Du bist verpflichtet, den Urheber des Fotos an einer bestimmten Stelle zu nennen. Dies ist nur ein Beispiel für Klippen, die Du umschiffen solltest – eine Rechtsberatung können wir Dir selbstverständlich nicht liefern.

Zum Schluss noch ein Tipp

Web ist nicht gleich Print: Wenn Du wissen möchtest, wie Du Webtexte besonders nutzer- und suchmaschinenfreundlich schreibst, wirf einen Blick auf unsere Checkliste Webtext.